Gattung Anthribus (Brachytarsus Schh.)

ColeopteraRhynchophoraAnthribidae
Von Arved Lompe (n. R. Frieser) {Erstellt am: 30.04.2011}
Kurze gedrungene Arten, die bei geneigtem Kopf und Halsschild kugelig wirken. Die kurzen und kräftig gekeulten Fühler überragen in beiden Geschlechtern nur wenig den Vorderrand des Halsschilds. Augen rundlich gewölbt, seitlich vorragend, nicht ausgerandet. Rüssel wie bei Paramesus sehr kurz. Fühlergruben nach hinten geschlossen und von den Augen durch einen schmalen Streifen getrennt. Die Larven unter Rinde oder Rindenschuppen karnivor an Blatt- und Schildläusen; nach Reitter entwickeln sich die Larven in den gallenartig angeschwollenen Cocciden-Weibchen, deren Eier sie verzehren. Die Imagines überwintern teilweise und sind unter loser Rinde zu finden, einzeln oder gesellschaftlich, ähnlich wie einige Coccinelliden. Vom Frühjahr bis Sommer auf Laub- und Nadelhölzern. Seltener in den Blüten der Bäume und Sträucher.
#1
→ 2Halsschild mit kompletter, bis zum Vorderrand reichender, scharfer Seitenkante. Flügeldecken ± rötlich mit dunklen Gitterflecken.
→ 3-Seitenleiste des Halsschilds nach vorne nur die Mitte erreichend, die Seiten davor verrundet.
#2
fasciatus (Forst., 1771)Fundmeldungen🗺ColeowebSeiten des Halsschilds vor den Hinterwinkeln nicht oder nur sehr schwach eingebuchtet [Abb. 1]. Schwarz, Flügeldecken überwiegend rot, Zwischenräume mit erhöhten schwarzen Gitterflecken [Abb. 2]. Bauch schwarz. Bauch überwiegend rot: a. ventralis Rey; Beine rot: a. rubripes Rey. 2-4 mm. B: Die überwinternden Tiere erscheinen schon sehr zeitig im Jahr, sonst V-VI, mehr auf Laubbäumen. D: Europa, bei uns meist selten.
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Abb. 1
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Abb. 2
scapularis (Gebl., 1833)🗺Coleoweb-Seiten des Halsschilds vor den Hinterwinkeln deutlich eingebuchtet [Abb. 3]. Dunkle Gitterflecke der Flügeldecken nicht erhöht und in den rot gefärbten Teilen fehlend. Beine und Bauch schwarz. Nur die Vorderbeine rot: a. gebleri Rtt.; alle Beine rot: a. constrictus Stierl.; Bauch und Beine überwiegend rot: a. rosae Rtt.. 2-4 mm. B: In Schleswig und Dänemark an schildlausbefallener ·Myrica gale·, in Südbayern auch von Kiefer. D: Bei uns sehr selten und nur wenige Funde bekannt. Sonst im Osten bis Sibirien
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Abb. 3
#3
nebulosus (Forst., 1771)Fundmeldungen🗺ColeowebKörper schwarz, die Gitterflecken auf den Flügeldecken sind länglich, schwarz und gelbgrau [Abb. 4], oft ganz undeutlich, Halsschild nur mit nebelförmig angedeuteten 4 Dorsalflecken, und einigen hellen, behaarten Stellen vor der Mitte, die alle sehr oft nicht zu erkennen sind; Beine schwarz. Kleine Stücke mit ganz undeutlichen Gitterflecken und roten oder braunen Beinen sind v. küsteri Reitt. (nebulosus Küst. non Forst.) 1,5-4 mm. Auf Fichten lebt die Larve unter den Kokken der Fichtenschildlaus (·Physokermes piceae ·), wird aber auch an Laubholz (Weide) gefunden. Unsere häufigste Anthribidenart und fast das ganze Jahr an Laub- und Nadelhölzern anzutreffen. D: In Europa weit verbreitet. . (=variegatus Geoffr.) (=varius Fbr.)
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Abb. 4
subroseus Reitter🗺Coleoweb-Grundfarbe der Flügeldecken rosenrot oder braunrot, die abwechselnden Zwischenräume der Streifen sind dicht schwarz und gelbweiß gegittert, die Gitterflecken scharf begrenzt, sich scharf abhebend, die hellen kurz, nicht länger als breit, die dunklen länglich. Beine rot, die Knie und Tarsen schwarz. Halsschild mit 4 scharf vortretenden, in einer Querreihe stehenden gelblich weißen Flecken. In der Färbung den vorigen Arten sehr ähnlich. 2,5-3,8 mm. D: Griechenland.
Enthaltene Taxafasciatus nebulosus scapularis subroseus
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