Gattung Calydus Reitter 1896

ColeopteraHeteromeraMeloidaeMylabrini
Von Andreas Becker (n. Z. Kaszab)
Kaszab, Z.(1960): Die Arten und die stystematische Stellung der Meloiden-Gattung Calydus Reitter. Acta Zool. Hung. 1960, S. 125-134 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Acta Zoologica Academiae Scientiarum Hungaricae\ActaZoologica_1960.pdf" p.125
Die Untergattung Calydabris wird heute als Untergattung von Mylabris geführt. Da die Bearbeitung von Mylabris noch nicht abgeschlossen ist, habe ich den Bestimmungsschlüssel von Kaszab vom Stand 1960 so belassen.
#1
Vorder- und Hinterrand des Halsschildes schmal gerandet, Vorderrand in der Mitte oft erloschen, Hinterrand nicht aufgebogen. Mandibeln am Ende zweispitzig. Beine sehr kurz behaart, Schienen breit und abgeflacht, das 1. Glied der Hintertarsen deutlich länger als das Klauen­glied, Unterseite der Tarsen sehr kurz beborstet. Der untere Zahn der Klauen schmal und lang, zugespitzt [Abb. 1] oder am Ende etwas abgerundet. Spitzen der Flügeldecken klaffend. Kopf und Unterseite, sowie Beine schwarz, Stirn mit einer roten Makel (Subgenus Calydus s. str.) ...2
calydus_syriacus_hbklaue.jpg
Abb. 1
allousei Kaszab 1960-Vorderrand des Halsschildes sehr breit und scharf gerandet, Hinterrand breit aufgebogen. Mandibeln einspitzig. Beine lang behaart. Schienen schmal und wenig abgeflacht, das 1. Glied der Hintertarsen etwa so lang wie das Endglied, Unterseite der Tarsen lang behaart, Vordertarsen des Männchens unten filzartig gelb behaart. Der untere Zahn der Klauen kurz, sehr breit und am Ende vollkommen abgerundet [Abb. 2]. Körper schwarz, Kopf mit roter Stirnmakel. Flügeldecken gelbrot mit schwarzer Zeich­nung. Das 3. Fühlerglied lang­gestreckt, die vorletzten Glieder annähernd rundlich [Abb. 3]. Flügeldecken im vorderen Viertel mit je zwei runden schwarzen Flecken, hinter der Mitte einer gezackten, breiten schwarzen Querbinde und eben­falls schwarzer Spitze oder die beiden vorderen Flecken sind miteinander verbunden (ab. cinctus). 15 -18,5 mm. Irak (Subgenus Calydabris Kaszab).
calydus_allousei_hbklaue.jpg
Abb. 2
calydus_allousei_antenne.jpg
Abb. 3
#2
→ 3Flügeldecken einfarbig schwarz.
→ 4-Flügeldecken einfarbig gelbrot oder braunrot, höchstens die Basis und die Spitze schwarz.
#3
ater Kaszab 1960🗺ColeowebKörper einfarbig schwarz. Stirn äußerst dicht und fein punktiert, matt, Schläfen und Scheitel mit grober und spärlicher Punktierung. Hals­schild erloschen, sehr fein punktiert, glänzend, Flügeldecken fein punk­tiert, dazwischen ist der Grund glänzend und erloschen gerunzelt. Der seitliche Längsnerv der Flügeldecken stark erhaben und glänzend. 13,5 -15 mm. Iran.
syriacus Kaszab 1960🗺Coleoweb-Halsschild rötlich mit zwei runden schwarzen Flecken auf der Scheibe, außerdem nur der Hinter- und Seitenrand schmal schwarz. Kopf gleich­mäßig grob punktiert, der Grund dazwischen mit sehr feiner Punk­tierung, weshalb der Kopf fettglänzend erscheint. Halsschild scheiben­förmig, die Mitte abgeflacht, ringsum so grob punktiert wie der Kopf. Flügeldecken sehr grob und dicht gerunzelt, matt. Der seitliche Längs­nerv gerunzelt und kaum gewölbt. Fühler [Abb. 4]. 15,5 mm. Syrien.
calydus_syriacus_antenne.jpg
Abb. 4
#4
→ 5Halsschild einfarbig schwarz. Fühler fadenförmig, die vorletzten Fühler­glieder länger als breit.
ornaticollis Escherich 1896🗺Coleoweb-Halsschild gelbrot mit zwei kleinen schwarzen Flecken auf der Scheibe. Flügeldecken gelbrot, die Basis am Schildchen, sowie die Spitze breit schwarz. Oberseite stark glänzend. Kopf und Halsschild sehr spärlich punktiert. Die Punktierung der Flügeldecken ebenfalls spärlicher als bei den übrigen Arten, glänzend. 15 -16 mm. Iran.
#5
semenowi Escherich 1896Flügeldecken einfarbig gelbrot, bzw. braunrot. Fühler kürzer, das Endglied fast doppelt so lang wie das 10. und dieses nicht einmal 1,4 mal so lang wie breit, das 5. Glied so lang wie das 3. [Abb. 5]. Flügeldecken dicht und ungleich punktiert, am Grund nicht chagriniert. 13 -17,5 mm. Armenien, Iran.
calydus_semenovi_antenne.jpg
Abb. 5
→ 6-Flügeldecken an der Basis und an der Spitze oder nur an der Spitze schwarz.
#6
escherichi Reitter 1898🗺ColeowebFlügeldecken nur an der Spitze schmal schwarz gesäumt, der schwarze Saum liegt am Außenrand der Flügeldecken. Fühler dünn, das Endglied etwas mehr als l,6mal so lang wie das vorletzte, das 10. Glied etwa 1,6 mal so lang wie breit. Flügeldecken ungleich dicht und fein punk­tiert, am Grund erloschen chagriniert, daher fettglänzend). 15 -16 mm. Kleinasien.
pulcher Reitter 1889🗺Coleoweb-Flügeldecken mit einem großen, gemeinschaftlichen schwarzen Fleck an der Basis und mit je einer innen gebuchteten schwarzen Querbinde an der Spitze, sonst rotgelb. 14 -15 mm. Transkaspien.
Enthaltene Taxaallousei ater escherichi ornaticollis pulcher semenowi syriacus
Erstellt am: 08.10.2019 · Letzte Aktualisierung: 28.02.2024 - 01:43:20
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)