Gattung Colon Herbst

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Colonidae
Von Arved Lompe (n. A. von Peez)Literaturverzeichnis ⇒
Ovale bis längliche Käfer von 1,3-3,5 mm, mit nicht unterbrochener, 4-gliedriger, breiter Keule der kurzen Fühler. Bei allen einheimischen Arten haben die ♂ 5, die ♀ nur 4 frei sichtbare Hinterleibsternite. Bei einer Reihe von Arten sind die Hinterschenkel mit Dornen oder Zähnen bewehrt. Die Lebensweise ähnelt jener der Liodesarten. Wie diese fängt man die Colonarten am besten durch Keschern in den späten Nachmittagsstunden an sandigen Stellen, an denen das Gras in Büscheln wächst. Man findet sie aber auch im Moos an alten Baumstrünken und unter deren Rinde. Colon latum wird oft aus Laubstreu gesiebt. Die Colon-Arten dürften Myzelfresser sein. In Europa 47 Arten in 3 Untergattungen. Hier sind nur die für Mitteleuropa gemeldeten Arten aufgeführt.
Die Bestimmung der Arten ist schwierig und ich kenne nur ziemlich alte Literatur. Die ♀ einiger Arten sind ohne Vergleichsmaterial kaum zu bestimmen, da die verwendeten Merkmale doch einer relativ großen Variation unterliegen; erschwerend kommt hinzu. daß mehrere Arten an einer Fundstelle vorkommen können. Dem Anfänger sei geraten, mit dem Bestimmen zuzuwarten bis er eine größere Zahl von Exemplaren, darunter auch ♂, gesammelt hat.
#1
→ 23Der Hinterrand des Scheitels, das ist die Trennungslinie zwischen dem punktierten Kopf und dem unpunktierten Hals, verläuft bei senkrechtem Blick auf das Stirnfeld fast gerade knapp hinter dem Hinterrand der Augen. Kopf 1,55-1,7 x so breit wie lang. Die 3 ersten Glieder der Vordertarsen sind stark erweitert. Untergattung Eurycolon Gglb.. Da der Verlauf des Scheitelrands bei eingezogenem Kopf oft schwer zu sehen ist, wird auf die Arten dieser Untergattung auch in der Tabelle der Untergattung Myloechus hingewiesen.
→ 2-Hinterrand des Scheitels bei senkrechtem Blick auf das Stirnfeld nach hinten bogig vorgezogen [Abb. 1]. Kopf länger, nur 1,3-1,4 x so breit wie lang.
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Abb. 1
#2
→ 3Die ersten 3 Glieder der Vordertarsen in beiden Geschlechtern ±, aber immer deutlich erkennbar erweitert. Untergattung Myloechus Latr..
→ 20-Die Vordertarsen in beiden Geschlechtern nicht erweitert, ebenso schlank wie die Mittel- und Hintertarsen [Abb. 1]. Untergattung Colon s.str..
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Abb. 1
#3
Umriß breit, kurzoval, verkehrt eiförmig, Halsschild breiter als die Flügeldecken, bei den letzteren sind in der Draufsicht beide Seitenränder gleichzeitig gut sichtbar. Siehe Untergattung Eurycolon LZ >>>23
→ 4-Umriß langoval [Abb. 2], Seitenränder der Flügeldecken von oben betrachtet nur sehr schmal oder nur ein Stück weit oder gar nicht gleichzeitig sichtbar.
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Abb. 2
#4
→ 5Die Geißelglieder vom 3 an nicht länger als breit oder quer. Fühlerkeule sehr groß und dick, fast so lang wie die Geißel und schütter behaart, daher stärker glänzend; ihre 3 ersten Glieder und die Basis des letzten sind schwarz. (Siehe auch murinum LZ >>>8).
→ 6-Fühlerkeule weniger groß und breit, dichter behaart, kaum glänzend. Im Zweifelsfall das 3. Fühlerglied deutlich länger als breit.
#5
clavigerum Hbst., 1797🗺ColeowebGroß, Kopf grob punktiert, Halsschild dicht längsrunzelig gekörnt. Beim ♂ die Hinterschenkel verbreitert und im distalen Drittel oder Viertel stumpf gewinkelt. Hinterschienen schwach einwärts gebogen [Abb. 3]. Schwarz; Mundteile, Fühlergeißel, Spitze des Fühlerendgliedes und Beine dunkel rotbraun. 1,9-3,0 mm [Abb. 2]. D: Im Osten und Südosten des Gebietes, selten.
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Abb. 3
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Abb. 2
affine Sturm, 1839Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kleiner, Kopf fein punktiert, Halsschild nicht gekörnt, mit runden Punkten besetzt, relativ kürzer und breiter als bei clavigerum. Dunkel rotbraun, Körperanhänge heller rotbraun. 1,8-2,7 mm. D: Im Osten, Mitte und Süden des Gebietes, meist nicht häufig, stellenweise häufiger.
#6
→ 7Die Skulptur des Halsschilds hinter dem Vorderrand besteht aus halbrunden Punkten aus deren körnchenartig erhabenen Vorderrand die Haarborsten entspringen; die Punkte verbinden sich seitlich zu einer ganz unregelmäßigen Querstreifung (raspelartige Skulptur [Abb. 4] [Abb. 5]). Oder die Skulptur besteht nur aus kleinen oder größeren, meist länglichen, glatten Körnern, die frei stehen (körnige Skulptur).
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Abb. 4
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Abb. 5
→ 11-Skulptur des Halsschilds auch hinter dem Vorderrand [Abb. 6] aus einfach eingestochenen, runden oder ovalen, nicht seitlich verbundenen, meist flachen Punkten in deren Mitte oder Vorderrand die Haarborsten stehen [Abb. 7] [Abb. 8] [Abb. 9]. Diese Unterscheidung ist manchmal nur mit hoher Vergrößerung im Auflichtmikroskop sicher zu treffen; manchmal sind die Punkte +/- stark pupilliert und sehen dann auf Grund einer optischen Täuschung wie Körnchen aus! Ein schwieriges Merkmal bei dem oft keine sichere Entscheidung getroffen werden kann. Im Zweifelsfall beide Alternativen prüfen.
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
#7
→ 8Halsschild schmal, 1,25 bis 1,3 x so breit wie lang.
→ 9-Halsschild breiter, um > 1/3 breiter als lang [Abb. 5]. Bei ausgerandetem Clypeus [Abb. 10] vergleiche auch brunneum LZ >>>16 dessen Halsschildpunktur manchmal schwer zu beurteilen ist [Abb. 11].
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Abb. 5
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Abb. 10
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Abb. 11
#8
griseum Czwal.🗺ColeowebSkulptur des Halsschilds deutlich gekörnt, sehr dicht und fein, nicht oder kaum feiner als jene der Flügeldecken. Halsschild schmal, 1,25 x so breit wie lang. Hinterwinkel deutlich, Basis vor den Hinterwinkel leicht eingebuchtet. ♂: Vorderschienen an der Spitze außen mit starkem, stumpfem Zahn. Hinterschienen nach innen gebogen und distal stark erweitert. Hinterschenkel an der Innenseite mit starkem Zahn [Abb. 12]. Schwarzbraun. 2-2,8 mm. D: Das Vorkommen dieser Art in Mitteleuropa ist sehr fraglich und erst nachzuweisen.
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Abb. 12
murinum Kr., 1850🗺Coleoweb-Halsschild schmal, 1,25-1,3 x so breit wie lang; seine Skulptur raspelartig mit ± feinen eingestochenen Punkten hinter den kleinen Körnchen, feiner als jene der Flügeldecken. Halsschildhinterwinkel stumpf, breiter verundet; die Basis dort nicht ausgerandet. Vorderschienen distal außen ohne Zahn. Hinterbeine des ♂ [Abb. 13]. Schwarz, Körperanhänge dunkel rotbraun, Fühlerkeule bis auf die Spitze des Endgliedes dunkel. 2,2-3,4 mm. D: Südosteuropa und südliches Mitteleuropa, vereinzelt im Süden und Osten des Gebietes.
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Abb. 13
#9
delarouzei Tourn., 1863🗺ColeowebSeitenrand des Halsschilds besonders beim ♂ deutlich gewinkelt, seine Basis schmaler als jene der Flügeldecken. Vorderschienen lang, schlank, 1,5 x so lang wie die Vordertarsen, letztere beim ♀ sehr wenig erweitert. Vorderschienen beim ♂ gebogen [Abb. 14]. Dunkel rotbraun. 1,9-2,5 mm. D: Im Süden und Osten, sehr selten.
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Abb. 14
curvipes Mäklin, 1880🗺Coleoweb-Habitus ähnlich [Abb. 15], aber mit noch stärker gewinkelten Vorderschienen des ♂ [Abb. 16] ist eine nordisch-sibirische Art. Aedoeagus [Abb. 17]. D: Schwedisch Lappland. (Wegen des gewinkelten Halsschildseitenrandes siehe auch calcaratum LZ >>>10).
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
→ 10-Seitenrand des Halsschilds regelmäßig gerundet, Halsschildbasis kaum schmaler als die Basis der Flügeldecken. Vorderschienen des ♀ kurz, nur 1,25 x so lang wie die Vordertarsen, letztere stärker erweitert. Vorderschienen des ♂ gerade.
#10
appendiculatum (Sahlb., 1822)Fundmeldungen🗺ColeowebGrößer, 1,7-3,0 mm [Abb. 18]. Halsschild breit, beim ♂ 1,45 x, beim ♀ 1,35-1,4 x so breit wie lang; an den Seiten schwach, fast regelmäßig gerundet; kurz vor der Basis am breitesten. Halsschildbasis beim ♂ vor den Hinterwinkeln ± stark ausgebuchtet, bei schwachen ♂ und bei den ♀ gerade. Große Exemplare zeigen auf den Flügeldecken eine feine Längsstreifung. Große ♂ haben am Hinterrand der Hinterschenkel einen großen, geraden Dorn mit einem Haarpinsel auf der Spitze und gebogene Hinterschienen (a in [Abb. 19]). Bei kleinen ♂ ist dieser Zahn kurz und konisch, die Hinterschienen gerade (b in [Abb. 19]) [Abb. 20]. Dunkelbraun. Aedoeagus [Abb. 21] [Abb. 22]. D: Nord-, Mittel- und Westeuropa. Im ganzen Gebiet, aber sehr selten. . (=denticulatum Kr.) (= microps Czwal.)
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
calcaratum Er., 1837Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kleiner, 1,3-1,9 mm. Halsschildseitenrand etwas winkelig, in Seitenansicht hinten gerade, am breitesten im hinteren Drittel. Flügeldecken mehr zylindrisch. Beim ♂ Halsschildbasis stets gerade. Zahn der Hinterschenkel der Spitze mehr genähert. Dunkelbraun. D: Im ganzen Gebiet überall sporadisch und selten. Ich habe bisher nur ♀die vermutlich zu dieser Art gehören. Habitus [Abb. 23]. Halsschildseitenrand [Abb. 24].
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Abb. 23
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Abb. 24
#11
Punktierung des Halsschilds fein, daneben aber raspelartig skulptiert, wesentlich feiner als jene der Flügeldecken. Halsschild 1,25-1,3 x so breit wie lang. siehe murinum Kr. LZ >>>8
→ 12-Halsschild deutlich gröber punktiert, so stark oder stärker als auf den Flügeldecken [Abb. 7] [Abb. 8], oft ohne raspelartige Skulptur daneben. Punktierung manchmal etwas erloschen, dann ist der Halsschild mindestens 1,4 x so breit wie lang.
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Abb. 7
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Abb. 8
#12
angulare Er., 1837Fundmeldungen🗺ColeowebFühler schlank, mit kaum abgesetzter Keule, die sich allmählich verbreitert [Abb. 7] [Abb. 25], das 5. Glied länger als breit, 8. Glied 1,5 x so lang wie das 7., Glied 8 und 9 schlanker, 1,5-1,7 x so breit wie lang, das letzte schmaler als das 10.. Dunkelbraun [Abb. 26]. ♂: Hinterschenkel mit einem flachen Mittelzahn [Abb. 27] (der Mittelzahn ist etwas übertrieben dargestellt!) und einer rechtwinkeligen Erweiterung an der Außenspitze [Abb. 28] und einem spitzen Zähnchen an der Innenseite [Abb. 29]; mit geraden Schienen [Abb. 30] oder bei großen ♂ an der Basis winkelig verdickt [Abb. 31]. Aedoeagus [Abb. 32] [Abb. 33]. 1,3-2,6 mm. D: Im ganzen Gebiet, aber nicht häufig.
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Abb. 7
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Abb. 25
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Abb. 26
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Abb. 27
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Abb. 28
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Abb. 29
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
→ 13-Fühler weniger schlank, mit deutlich abgesetzter Keule [Abb. 34], 5. Glied oft quer, das 8. Glied doppelt so lang wie das 7., 8. und 9. Glied etwa doppelt so breit wie lang. (Bei fuscicorne ist die Fühlerkeule schwach abgesetzt und allmählich erweitert, das 5. Glied aber quer, das 9. etwa doppelt so breit wie lang, das 11. nicht schmaler als das 10.). Hinterschenkel des ♂ an der Spitze normal, schmal verrundet.
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Abb. 34
#13
→ 14Halsschild schmal, 1,2-1,3 x so breit wie lang. Endglied der Fühler groß, so breit oder etwas breiter als das 10.. Hinterschienen des ♂ gebogen.
→ 15-Halsschild 1,35-1,45 x so breit wie lang [Abb. 9], Endglied der Fühler schmaler als das 10. [Abb. 34]. Hinterschienen des ♂ gerade.
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Abb. 9
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Abb. 34
#14
fuscicorne Kr., 1852Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild 2,0-2,1 x so breit wie der Kopf [Abb. 35]. Fühlerkeule allmählich verbreitert [Abb. 36]. Halsschild nach hinten fast ebenso stark verengt wie nach vorne. Größte Breite knapp hinter der Mitte. Seitenrand von oben gesehen stark gerundet. Bei Seitenansicht vor den Hinterwinkeln sehr flach ausgeschweift. Hinterbeine des ♂ [Abb. 37] [Abb. 38]. Dunkelbraun. Aedoeagus [Abb. 39]. 2-3,3,3 mm. D: Von Westen nach Osten verbreitet, selten. Die Photographien sind von einem Tier aus Niedersachsen, das ich keiner anderen Art zuordnen konnte und das ich für diese Art halte.
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Abb. 35
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Abb. 36
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Abb. 37
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Abb. 38
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Abb. 39
armipes Kr., 1854🗺Coleoweb-Halsschild nur 1,8-1,9 x so breit wie der Kopf. Fühlerkeule deutlicher abgesetzt. Halsschild etwas breiter, zur Basis wenig verengt, etwa im hinteren Drittel am breitesten. Halsschildseitenrand schwach gerundet, bei Seitenansicht nicht ausgeschweift. Hinterbeine des ♂ [Abb. 40]. Dunkelbraun. 1,9-2,8 mm. D: Im Gebiet im Osten, Süden und Westen, selten.
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Abb. 40
#15
Körper einfarbig rötlichbraun, Fühlerkeule kaum dunkler als die Geißel. Kopf mit geradem Scheitelhinterrand. Beim ♂ Vorderschienen wenigstens leicht gebogen, Hinterschenkel einfach. Siehe Untergattung Eurycolon LZ >>>24
→ 16-Körper bei ausgefärbten Exemplaren dunkelbraun, Halsschild oft dunkler als die Flügeldecken, Fühlerkeule deutlich dunkler als die Geißel. Scheitelhinterrand nach hinten vorgewölbt. Beim ♂ Vorderschienen gerade, Hinterschenkel meist mit einem Zahn.
#16
brunneum (Latr., 1807)Fundmeldungen🗺ColeowebClypeus am Vorderrand mit einer ± starken Einbuchtung [Abb. 41] [Abb. 42]. Hinterschenkel am Innenrand mit einem sehr kleinen, manchmal fehlenden Zähnchen hinter der Mitte. Dunkelbraun [Abb. 43]. Aedoeagus [Abb. 44]. 1,4-2,7 mm. D: Nord- und Mitteleuropa. Im ganzen Gebiet nicht selten. ♂ von
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Abb. 41
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Abb. 42
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Abb. 43
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Abb. 44
→ 17-Vorderrand des Clypeus gerade, nicht eingebuchtet. Hinterschenkel am Innenrand im distalen Viertel oder Drittel bei großen ♂ mit einem kräftigen, gebogenen Dorn [Abb. 45], bei kleinen ♂ ist dieser ± reduziert und gerade. Bei ♀ folge dieser Leitzahl
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Abb. 45
#17
→ 18Halsschild mit ovalen sehr deutlichen Punkten, die viel größer sind als die Skulpturen auf den Flügeldecken. Sind die Punkte des Halsschilds rundoval und nicht viel größer als die Skulpturelemente auf den Flügeldecken, dann ist die Skulptur der letzteren fein, dicht und deutlich körnig (dentipes) und die Seitenränder sind bei Draufsicht fast der ganzen Länge nach gleichzeitig schmal sichtbar.
→ 19-Halsschild mit runden, oft etwas erloschenen Punkten besetzt, so stark wie die Skulptur der Flügeldecken. Letztere wenig dicht, stark raspelartig, nicht deutlich gekörnt. Seitenrand der Flügeldecken nur im vorderen Abschnitt bei Draufsicht gleichzeitig sichtbar.
#18
dentipes (Sahlb., 1822)Fundmeldungen🗺ColeowebSeitenrand der Flügeldecken bei Draufsicht fast der ganzen Länge nach gleichzeitig sichtbar. Halsschildpunkte klein, rundoval [Abb. 46]. Skulptur der Flügeldecken durch kleine deutliche Körnchen gebildet [Abb. 47]. Behaarung der Oberseite dicht und fast anliegend. Aedoeagus [Abb. 48]. Schwarzbraun. 2,2-3,3 mm. D: Wohl im ganzen Gebiet, nicht häufig. (finitivum Ihssen, 1949)
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Abb. 46
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Abb. 47
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Abb. 48
zebei Kr., 1854🗺Coleoweb-Habitus [Abb. 45]. Seitenrand der Flügeldecken bei Draufsicht nur im vorderen Teil gleichzeitig sichtbar. Punkte des Halsschilds sehr groß und tief, deutlich oval, Skulptur der Flügeldecken weniger dicht, raspelartig, nicht gekörnt, stellenweise zu Spuren von Querreihen zusammenfließend. Behaarung lockerer, stärker abstehend. Aedoeagus [Abb. 49]. Schwarzbraun. 2,3-3,4 mm. D: Im ganzen Gebiet, aber seltener als dentipes.
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Abb. 45
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Abb. 49
#19
barnevillei Kr., 1858🗺ColeowebDurchschnittlich größer, 1,9-3,0 mm. Halsschild meist stärker und deutlicher punktiert; beim ♀ etwas weniger als 1,4 x so breit wie lang, meist im hinteren Drittel am breitesten. Flügeldecken nach hinten weniger verengt. Aedoeagus [Abb. 50]. Dunkelbraun. D: Im ganzen Gebiet, selten. (=dentipes Ihssen, 1949) (=dubiosum, Ihssen 1950)
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Abb. 50
-Durchschnittlich kleiner, 1,4-2,7 mm. Halsschild meist feiner und erloschener punktiert, mehr als 1,4 x so breit wie lang, etwa im hinteren Drittel am breitesten, Flügeldecken nach hinten stärker verengt. ♀ von brunneum (Latr.) Alle weiteren Daten siehe Leitzahl >>>16
#20
→ 21Fühlerkeule allmählich breiter werdend; das 8. Glied ist etwas kürzer und deutlich schmaler als das 9., höchstens 1,5 x so lang wie das 7.; das 7. Glied ist weniger als doppelt breit wie lang [Abb. 51] [Abb. 52]. (Körper kürzer oval.)
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Abb. 51
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Abb. 52
→ 22-Fühlerkeule deutlich abgesetzt; das 8. Glied ist mindestens so lang wie das 9. und mehr als doppelt so lang wie das 7.; die Breite des 7. Gliedes beträgt etwa das 2,5-fache seiner Länge [Abb. 53] [Abb. 54]. (Körper langoval.) Den von Peez angegebenen Unterschied in der Köperform kann ich bei serripes [Abb. 55] im Vergleich zu bidentatum [Abb. 56] nicht erkennen.
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Abb. 53
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Abb. 54
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Abb. 55
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Abb. 56
#21
serripes (Sahlb., 1822)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild etwa so stark wie die Flügeldecken punktiert [Abb. 55]. ♂: Hinterschenkel mit kleinem, undeutlichem Zahn im distalen Drittel [Abb. 57]. Schwarz bis rötlichschwarz. Aedoeagus [Abb. 58] [Abb. 59]. 1,8-2,5 mm. D: Im ganzen Gebiet die häufigste Art dieser Untergattung. Ob die Unterschiede der abgebildeten Aedoeagi signifikant sind kann ich nach dem wenigen Material das ich habe nicht beurteilen.
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Abb. 55
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Abb. 57
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Abb. 58
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Abb. 59
puncticolle Kr., 1850🗺Coleoweb-Halsschild deutlich stärker als die Flügeldecken punktiert, die Punkte sind gut abgegrenzte, tiefe Grübchen! Skulptur der Flügeldecken etwas körnig. ♂: Hinterschenkel mit einem kräftigen, spitzen Zahn im apikalen Drittel [Abb. 60]. Schwarz, 1,9-2,7 mm. D: Nord- bis Mitteleuropa (westöstlich). Aus vielen Gegenden liegen nur sehr alte und fragliche Meldungen vor. Im Gebiet sind belegt: Brandenburg, Niederösterreich, Tirol.
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Abb. 60
#22
viennense Hbst., 1797🗺ColeowebHinterschenkel des ♀ 2,5-x so lang wie breit, distal breit abgerundet, dort viel breiter als das Ende der Hinterschienen; beim ♂ noch stärker verbreitert, die innere Apikalecke bildet einen stumpfen Zahn [Abb. 61]. Hinterschienen gerade oder sanft einwärts gebogen. Schwarz bis schwarzbraun. 1,9-3,2 mm. D: Nord- und Mitteleuropa. Im ganzen Gebiet nicht häufig.
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Abb. 61
bidentatum (Sahlb., 1822)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Hinterschenkel des ♀ normal, nicht verbreitert. Beim ♂ die Hinterschenkel mit einem gedrehten Zahn bewehrt [Abb. 62]. In den Ausschnitt zwischen diesem und der Schenkelspitze paßt beim Einklappen der Schienen ein ebenfalls gedrehter Zahn der Schienen nahe ihrer Basis [Abb. 63]. Schwarz. 2,1-3,2 mm. Habitus [Abb. 56]. D: Nord- und nördliches Mitteleuropa, im Gebiet nur im Norden und Osten, sehr selten.
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Abb. 62
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Abb. 63
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Abb. 56
#23
latum Kr., 1850🗺ColeowebUmriß breit, kurzoval, verkehrt eiförmig, Halsschild breiter als die Flügeldecken, bei den letzteren sind in der Draufsicht beide Seitenränder gleichzeitig gut sichtbar. ♂: Vorderschienen distal stark verbreitert, an der Basis deutlich gekrümmt. Rot- bis schwarzbraun. 2,0-3,2 mm. D: Im ganzen Gebiet, meist selten, nur stellenweise häufiger.
→ 24-Umriß langoval, Seitenrand der Flügeldecken von oben betrachtet nur sehr schmal oder nur ein Stück weit oder garnicht gleichzeitig sichtbar.
#24
rufescens Kr., 1850🗺ColeowebHalsschildhinterwinkel deutlich. Vorderschienen des ♂ nur im basalen Viertel leicht gekrümmt, distal wenig verbreitert, Außenrand fast gerade. Rotbraun. 1,9-2,4 mm. D: Mitteleuropa und südliches Nordeuropa. Im Gebiet sehr selten.
lableri Roub.🗺Coleoweb-Hinterwinkel des Halsschilds stark verrundet und nur schwach angedeutet. Vorderschienen des ♂ in der Mitte stark gekrümmt, distal stark verbreitert, auch am Außenrand gebogen. Rötlichbraun, auch die Fühlerkeule hell. 2,3-2,4 mm. D: Bisher nur 5 Exemplare aus der Slowakei bekannt.
Enthaltene Taxaaffine angulare appendiculatum armipes barnevillei bidentatum brunneum calcaratum clavigerum curvipes delarouzei dentipes fuscicorne griseum lableri latum murinum puncticolle rufescens serripes viennense zebei
Literaturverzeichnis
Czwalina, G. (1881): Beiträge zur Kenntnis der Gattung Colon und Beschreibung neuer Arten - Deutsche Entomologische Zeitschrift, 25(2):306-320 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Deutsche Entomologische Zeitschrift\Deutsche Entomologische Zeitschrift 25 1881.pdf"
Szymczakowski, W. (1969): Die mitteleuropäischen Arten der Gattung Colon Hbst.. - Entom. Abhandl. Dresden, 36(8):303-339. >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Szymczakowski1969 Colon.pdf"
Lundberg, S. & Szymczakowski, W. (1973): Über das Vorkommen von Colon (Myloechus) curvipes Mäkl. in Schwedisch-Lappland (Col. Colonidae) - Entomologisce Tidskrift, 94:23-27 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Lundberg&Szymczakowski1973 Colon curvipes.pdf"
Hoshina, H. (2009): A taxonomic revision of the subfamily Coloninae (Coleoptera: Leiodidae) from Japan and Taiwan - Tijdschrift voor Entomologie, 152:237-286 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Hoshina2009 Coloninae.pdf"
Vinolas, A & Munoz-Batet (2015): El género Colon Herbst, 1797, en la Península Ibérica (Coleoptera: Leiodidae: Coloninae) - Butlletí de la Institució Catalana d'Història Natural, 79: 113-134 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Vinolas&Munoz-Batet2015 Colon Spanien.pdf"
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 14.05.2025 - 17:49:08
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