Tribus Crypticini Brullé, 1832

ColeopteraHeteromeraTenebrionidae
Von Arved Lompe & Andreas Becker (n. E. Reitter, F. Espanol)Literaturverzeichnis ⇒
Halsschild stark entwickelt, an der Basis gerade, so breit wie die Flügeldecken. Beine schlank.
#1
→ 2Augen immer vorhanden, Abstand zwischen den Mittelhüften deutlich geringer als der Abstand zwischen den Hinterhüften.
Oochrotus Lucas, 1852-Ohne Augen, Abstand zwischen den Mittelhüften gleich groß oder nur gering kleiner als der Abstand zwischen den Hinterhüften. Habitus [Abb. 1].
oochrotus_unicolor_hab.jpg
Abb. 1
#2
→ 3Die Oberseite ist kahl oder nur ganz sparsam und dünn behaart.
Pseudoseriscius Español, 1948-Die Oberseite und Unterseite ist dicht und anliegend behaart, die Behaarung meist fleckig und die Grundfarbe fast verdeckend [Abb. 2]. Stark stachelige Tibien, erstes Vordertarsenglied bei den paläarktischen Arten kurz und am Ende verbreitert. Flügel reduziert aber im Allgmeinen noch in Resten vorhanden, ♂ Genital mit deutlichen Parameren, der interne Sack einheitlich gestaltet [Abb. 3]. In der Paläaktis durch die Nominatuntergattung vertreten, Habitus [Abb. 2].
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Abb. 2
pseudoseriscius_helvolus_aed.gif
Abb. 3
pseudoseriscius_griseovestis.jpg
Abb. 2
#3
Crypticus Latr., 1817♂ Genital gut entwickelt, asymmetrisch, mit deutlichen verschiedenlich gestalteten Parameren und einem nach links gedrehtem mehr oder weniger gekrümmten Dorsalteil, welches an der Basis zweilappig ist [Abb. 4] [Abb. 5], Habitus [Abb. 6].
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Abb. 4
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Abb. 5
crypticus_quisquilius_hab.jpg
Abb. 6
→ 4-♂ Genital weniger entwickelt, symmetrisch. Die Parameren, falls vorhanden, gleichförmig länglich-schmal, kleiner als der Dorsalteil, letzterer am Ende nicht gebogen und an der Basis nicht zweilappig gestaltet.
#4
→ 5Mittelbrust vorn nicht oder nur leicht ausgerandet, die Augen überragen die Wangen nicht. Flügel mehr oder weniger rückgebildet. Die Flügeldecken einheitlich gefärbt ohne Farbmuster.
→ 6-Mittelbrust vorn tief V-förmig ausgerandet und scharf kantig begrenzt [Abb. 7]. Augen ragen seitlich über die Wangenkontur hinaus. Flügel gut entwickelte, normalerweise mit Zeichnungen oder Flecken auf den Flügeldecken.
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Abb. 7
#5
Lamprocrypticus Español, 1948Prosternalfortsatz, zwischen den Vorderhüften, schmal, wenig oder nicht ausgehöhlt, nicht oder nur unvollständig an der Spitze gerandet. Langes und gut entwickeltes Mesosternum mit schmalem und scharf zugespitzem Fortsatz zwischen den eng zusammenstehenden Mittelhüften. Metasternum kürzer als das Mesosternum [Abb. 8]. Körper weniger konvex [Abb. 9],
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Abb. 8
lamprocrypticus_pusillus.jpg
Abb. 9
Ellipsodes Wollaston, 1857-Prosternalfortsatz zwischen den Vorderhüften breit, löffelförmig ausgehöhlt und vollständig gerandet. Mesosternum sehr kurz, mit breitem und stumpf abgerundetem Fortsatz zwischen den weiter auseinanderstehenden Mittelhüften. Metasternum länger als das Mesosternum [Abb. 10]. stark konvexe Körperform [Abb. 11].
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Abb. 10
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Abb. 11
#6
Ellipsodes Wollaston, 1857Die kurzen Fühler erreichen die Halsschildbasis nicht. Körperform breit-oval. Augen bei beiden Geschlechtern nur mäßig und nicht spitzwinklig über die Wangen hervorstehend [Abb. 12]. Halsschildbasis etwas gewunden in der Mitte stärker als an den Seiten ausgezogen [Abb. 13]. Schienen mit einer Reihe feiner Stacheln versehen. ♂ Genital mit gut sichtbarem Mittellappen, ohne Parameren. In der Paläarktis durch die Untergattung Anthrenopsis Koch (Microcrypticus Geb. 1920) . vertreten. Heute Untergattung von
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Abb. 12
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Abb. 13
Cechenosternum Geb., 1921-Fühler länger, sie erreichen die Halsschildbasis und sind ungefähr so lang wie dessen Breite. Körperform länglich-oval. Besonders beim ♂ stehen die Augen spitzwinklig über die Wangen vor [Abb. 14]. Halsschildbasis gerade. Schienen kurz weich behaart ohne Stachelborsten. ♂ Genital mit stark sklerosierten und gezähnten Parameren, die den Mittellappen verbergen. Habitus [Abb. 15].
cechenosternum_nigromaculatum_kopf.gif
Abb. 14
cechenosternum rufulum_hab.gif
Abb. 15
Enthaltene TaxaCechenosternumCrypticusEllipsodesLamprocrypticusOochrotusPseudoseriscius
Literaturverzeichnis
Reitter, E. (1896): Uebersicht der mir bekannten, palaearctischen Arten der Coleopteren-Gattung Crypticus Laireille. - Ent. Nachr. 22(10):145-151 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Entomologische Nachrichten\EN 22 1896.pdf"
Gebien, H. (1920): die Tenebrioniden Westafrikas, Archiv f. Naturgesch. 6. Heft, 7-10
Espanol, F. (1955): Los Crypticini Palearticos (Col. Tenebrionidae) - Revista Espanola de Entomologia, 31:7-38 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Espanol1955 Crypticini.pdf"
Erstellt am: 26.02.2017 · Letzte Aktualisierung: 10.03.2020 - 00:53:25
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