Gattung: Cymindis Latreille 1806

CarabidaeHarpalinaeLebiini
Von Arved Lompe (n. Reitter) - kann so nicht veröffentlicht werdenLiteraturverzeichnis ⇒
Mittelgroße Arten (5-13 mm) mit behaarter oder kahler Oberseite. Holarktisch vor allem in Steppengebieten verbreitet. In Europa ca. 40 Arten. [Abb. 1]
_baustell.gif
Abb. 1
Für die Arten der Kanarischen Inseln siehe ...Cymindis_Kan
#1
→ 2Erstes Fühlerglied deutlich verdickt und so lang wie oder länger als das dritte. Pleuren des Halsschilds dicht und grob punktiert; Basis der Flügeldecken meist nur bis zum 3. oder 1. Streifen gerandet, die Randung den Skutellarstreif nur bei 2 metallisch gefärbten Arten erreichend. Oberseite behaart.
→ 4-Erstes Fühlerglied schwach verdickt und meist nicht länger als das dritte, andernfalls die Basalrandung der Flügeldecken vollständig und die Oberseite nicht metallisch. Seiten des Halsschildes im vorderen Drittel nicht gewinkelt. Basis der Flügeldecken bis zum Skutellarstreif gerandet. Oberseite kahl oder behaart.
#2
Menas Motsch., 1864Erstes Fühlerglied auf der Oberseite ausgebuchtet; beim ♂ das letzte Glied der Lippentaster dreieckig erweitert [Abb. 2]. Flügeldecken ganz oder zum Teil metallisch grün oder blau [Abb. 3], parallel oder zylindrisch; die Basalrandung der Flügeldecken unterschiedlich. Untergattung
cymindis_dostojewskii_ts.jpg
Abb. 2
cymindis_miliaris_hab.jpg
Abb. 3
→ 3-Erstes Fühlerglied zylindrisch; beim ♂ das letzte Glied der Lippentaster nicht auffällig verbreitert [Abb. 4]. Seiten des Halsschildes im vorderen Drittel oft stumpf gewinkelt, Flügeldecken selten parallel; gelb oder schwarz, ohne metallische Färbung, mit oder ohne Makeln. Basalrandung der Flügeldecken unvollständig. (Tarus Clairv.)
cymindis_vaporariorum_ts.jpg
Abb. 4
#3
Tarulus Bedel, 1906Flügeldecken an der Basis nur bis zum 3. oder 4. Streifen gerandet. Halsschild mit kräftigen, scharf rechteckigen Hinterwinkeln, die Basis wenig gerundet, die Seiten vor den Hinterwinkeln herzförmig ausgeschweift. Untergattung
Baicalotarus-Flügeldecken an der Basis bis zum 1. normalen Streifen gerandet. Halsschild hoch, die beiden Seiten vorne stark, dann zur Basis stark und fast gerade verengt, die Basis stark gerundet, die Hinterwinkel klein. Baikalsee, Nordmongolei. Untergattung
#4
→ 5Halsschild von den Flügeldecken wenig abgerückt, nicht gestielt, Flügeldecken an der Basis mehr oder weniger ausgerandet, die Basallinie innen nach hinten gebogen und die abgerundeten Schultern dadurch über die Basismitte vortretend, die Zwischenräume der Punktstreifen meistens irregulär punktiert, seltener mit einer feinen Punktreihe. Flügel in der Regel vorhanden. Kinnzahn zugespitzt. Oberseite kahl oder behaart.
Chaetotarus Reitter-Halsschild von den Flügeldecken weit abgerückt, die Mittelbrust dazwischen fast gestielt, schmal, etwa so breit wie der Kopf und kaum breiter als eine Flügeldecke in ihrer Mitte. Flügeldecken breit elliptisch, ihre Basis nicht ausgerandet und die Basallinie nicht innen nach hinten gebogen, sondern gerade, die gerundeten Schultern nicht vorgezogen, oben mit feinen, aber stark punktierten Punktstreifen und die Zwischenräume mit einer gleich groben Punktreihe, diese aufstehend reihig behaart. Kinnzahn vorne abgestutzt. Endglied der Maxillartaster auch beim ♂ normal, nicht verbreitert. Oberseite lang abstehend behaart, Körper schwarz, glänzend, Anchomenus-ähnlich. Eine Art aus der Mongolei. Untergattung
#5
Cymindis_s .strMaxillartasterendglied beim ♂ dreieckig oder beilförmig. Kopf nicht oder wenig schmäler als der Halsschild, die Schläfen bis zur Halsabschnürung kurz, kürzer oder kaum so lang wie die Augen. Oberseite kahl oder behaart. Untergattung
→ 6-Endglied der Maxillartaster beim ♂ und ♀ gleichartig, zylindrisch mit abgestutzter Spitze. Oberseite behaart.
#6
IscariotesKlauen dünn, innen ungekerbt, glattrandig, Körper mehr oder weniger rotgelb. Asiatische Arten, von denen 2 bis Südrußland vorkommen. Untergattung (Psammoxenus Chaud.)
→ 7-Klauen normal, innen sehr fein sägezähnig.
#7
Tarsostinus Motsch.Die Schläfen hinter den Augen bis zur Halsabschnürung kurz, kaum so lang wie die Augen. Zumindest der schmale Seitenrand der Flügeldecken und deren Epipleuren rot oder gelb. Scheibe in der Regel mit hellen Makeln an der Schulter und oft noch vor der Spitze. Kopf viel schmäler als der Halsschild, Halsschild stark quer mit kräftig gerundeten Seiten und mehr weniger abgesetzten Rändern. Untergattung
Paracymindis Jedlicka, 1968-Die Schläfen hinter den Augen bis zur Halsabschnürung länger, oft doppelt so lang wie die Augen, Kopf länglicher, wenig schmäler als der Halsschild, Halsschild herzförmig, schmal, an den Seiten sehr schmal oder gar nicht verflachend abgesetzt; Flügeldecken oft mit der Länge nach vertiefter Naht. Körper dunkel gefärbt. Arten aus Vorderasien. Untergattung (Mastus Motsch.).
Enthaltene TaxaBaicalotarus Chaetotarus Cymindis_sIscariotes MenasParacymindis Tarsostinus Tarulus
Literaturverzeichnis
Reitter, E. (1923): Uebersicht der mir bekannten palaearktischen Cymindis-Arten. (Col. Carab.) - Wien. Ent. Z. 40(1-4):1-15 >>>Reitter1923a.pdf
Reitter, E. (1893): Übersicht der Arten des Subgen. Menas Motsch. Cymindis Latr; sectio. - Wien.Ent.Z. 12(2):65-67 >>>Reitter1893a.pdf
Müller, J. (1934): Carabiden-Studien. V. Teil. - Kol.Rdsch. 20(1-2):41-62 >>>Müller1934.pdf
Erstellt am: 18.11.2010 · Letzte Aktualisierung: 17.01.2020 - 18:27:38
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)