Gattung Danacea Laporte de Castelnau, 1836

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Dasytidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Oberseite dicht mit länglichen anliegenden hellen Schuppenhaaren bedeckt, die der ± grün metallisch schimmernden Oberseite ein graues oder gelbliches Aussehen geben. Wenn nicht anders erwähnt, sind die Fühler ganz oder an der Basis und die Beine rötlichgelb. Abstehende Börstchen fehlen. Oberlippe mindestens so lang wie breit, Mandibeln mit einfacher Spitze, hintere Klaue an allen Tarsen verkürzt, stummelartig, ♂ gewöhnlich kleiner als die ♀, Halsschild und Flügeldecken schmäler und ± parallel, beim ♀ nach hinten ± erweitert, Fühler beim ♂ schlanker. Die einander sehr ähnlichen Arten findet man auf Blüten. Im Süden Europas zahlreiche weitere Arten, insgesamt 124 in Europa, davon 105 in der Untergattung Danacaea und 19 in der Untergattung Allodanacaea.
#1
→ 2Halsschildbehaarung im mittleren Längsdrittel der Scheibe gerade nach vorn gerichtet [Abb. 1].
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Abb. 1
→ 4-Halsschildbehaarung anders.
#2
denticollis Baudi, 1861Die letzten Fühlerglieder und die Kiefertaster schwarz. Ziemlich große Art, deren Halsschildseiten in der Mitte stark stumpfwinklich vorspringen [Abb. 2]. 4,5-5,5 mm. Am Seitenrand der Alpen weit verbreitet, möglicherweise auch in Österreich und der nördl. Schweiz aufzufinden.
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Abb. 2
→ 3-Kiefertaster hell oder gebräunt. Fühler zur Spitze höchstens gebräunt. Halsschildseiten gleichmäßiger vorgewölbt [Abb. 1]. Kleiner, 3-4,2 mm.
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Abb. 1
#3
pallipes (Panzer, 1795)Fühler schlank, die 3 letzten Glieder kaum breiter als die mittleren, Glied 9 und 10 ± konisch, Halsschild nicht (♂) oder schwach quer (♀). Beschuppung der Oberseite besteht aus sehr dünnen Schuppenhaaren. Schildchen unauffällig und wenig dicht beschuppt. 1. Glied der schlanken Hintertarsen fast so lang wie Glied 2 und 3 zusammen. 3,2-4,2 mm. In Süd- und Mitteleuropa weit verbreitet, in Mitteleuropa im allgemeinen nicht selten, in der Ebene selten oder fehlend.
ambigua Mulsant & Rey, 1868-Fühler kürzer, die letzten Glieder merklich breiter als die mittleren, Glied 9 und 10 ± gerundet 4-eckig. Halsschild deutlich quer. Schuppenhaare der Oberseite etwas dicker, das Schildchen dicht hell beschuppt. 1. Hintertarsenglied viel kürzer als Glied 2 und 3 zusammen. Körper durchschnittlich kleiner und weniger schlank als pallipes. 3-3,7 mm. Am Seitenrand der Alpen weit verbreitet, möglicherweise auch bei uns in den Alpen festzustellen.
#4
→ 4aDie Härchen des ziemlich kurzen Halsschilds stoßen vor der Halsschildmitte in einer Linie zusammen, die die ganze Halsschildmitte überquert [Abb. 3].
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Abb. 3
→ 5-Die Härchen des Halsschilds laufen zumindest z. T. zu einem Punkt vor der Halsschildmitte zusammen [Abb. 4] oder es befinden sich nur auf dem inneren Teil der Halsschildvorderhälfte nach hinten gerichtete Schuppenhaare.
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Abb. 4
#4a
nigritarsis (Küst., 1850)Oberseite mit ziemlich schmalen, den Untergrund zwar wenig deckenden Schuppenhaaren, doch gewöhnlich deutlicher beschuppt als pallipes und morosa. Fühlerendglieder, Kiefertaster und Tarsen zur Spitze geschwärzt. Aedoeagus [Abb. 5]. 3,7-4,5 mm. In Europa ohne den Norden, in Mitteleuropa mit Ausnahme der Tiefebene und der höheren Alpengebiete, im allgemeinen nicht häufig.
Bild fehlt:
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Abb. 5
longiceps Mulsant & Rey, 1868-Kopf und Halsschild schmäler als bei nigritarsis (man vergleiche Tiere desselben Geschlechts, da die ♂ der Arten einen schmäleren Halsschild haben als die ♀). Die Endzipfel des Penis sind länger zugespitzt. Nach Pic soll die Art in Frankreich, Italien und Deutschland vorkommen. Lohse sah sie bisher nur aus Südfrankreich und Nordltalien, ein Fund aus Mitteleuropa wurde bisher nicht gemeldet, doch könnte die Art in der Schweiz zu finden sein.(amica Pic)
#5
marginata (Küster, 1850)Flügeldecken an den Seiten und an der Spitze, oft auch der Kopf und die Seiten des Halsschilds sowie die Hinterleibspitze rötlich. Mit 2,5 mm die kleinste Art der Gattung in Mitteleuropa. Aus Südosteuropa, wo die Art häufig ist, in die Slowakei einstrahlend, wohl auch im östlichen Õsterreich nachzuweisen.
→ 6-Oberseite einfarbig dunkel, 3,5-4,5 mm.
#6
cervina (Küster, 1850)Schenkel und Schienen schwarz oder dunkelbraun. Erstes und letzte Fühlerglieder ebenfalls dunkel. Art der Balkanhalbinsel. Angeblich in der Slowakei, doch wenig wahrscheinlich, da in Ungarn bisher noch nicht nachgewiesen.
→ 7-Schenkel und Schienen hell oder höchstens schwach gebräunt.
#7
serbica Kiesenwetter, 1863Von der Mitte des Halsschildsvorderrands ausgehend stehen nach hinten konvergierende Schuppenhaare, die vor der Halsschildmitte mit der übrigen überall nach vorn gerichteten Behaarung in einer schmalen Querlinie zusammenstoßen [Abb. 4]. Oberseite dichter gelblich beschuppt. Kiefertaster und Fühler zur Spitze geschwärzt. ♂: Flügeldecken vor der Spitze eingedrückt, jede Flügeldeckenspitze einzeln verrundet. Vom Balkan bis Ungarn verbreitet und bis in die Slowakei einstrahlend. Sicher auch im Burgenland aufzufinden.
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Abb. 4
morosa Kiesenwetter, 1863-Die Schuppenhaare des Halsschilds laufen sämtlich in Richtung auf einen Punkt knapp vor der Halsschildmitte [Abb. 6], Fühlerendglieder und letztes Tarsenglied sowie Schenkel gewöhnlich angedunkelt. Von den Karpaten bis ins Ostalpenland verbreitet, in Mitteleuropa in den montanen Gebieten der Slowakei, im südwestlichen Polen sowie im östlichen österreichischen Alpengebiet westlich bis Osttirol nachgewiesen, in der Schweiz sehr selten. Im Verbreitungsgebiet nicht häufig.
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Abb. 6
Enthaltene Taxaambigua cervina denticollislongiceps marginata morosa nigritarsis pallipes serbica
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