Flügeldecken einfarbig dunkelbraun bis schwarzbraun, Halsschild ebenfalls einfarbig dunkel- bis schwarzbraun (♂) oder hell rötlichgelb und dann hinter dem Vorderrand mit einem kleinen ovalen dunklen Fleck (♀). Mundteile, Fühlerbasis und Vorderbeine gelblich, beim ♀ auch noch Hinterschienen und Tarsen hell. 3. Fühlerglied wenig kürzer als das 2.. Halsschild im Umriß rechteckig mit verrundeten Ecken, Körper langoval. ♂ Genitalarmatur [Abb. 1]. 4,5-5 mm. Im Alpengebiet weit verbreitet, aber im allgemeinen nur einzeln; auch in Norditalien und der nördlichen Balkanhalbinsel. Bei >>>Flavohelodes flavicollis kann durch den durchscheinenden Kopf ein dunkler Fleck hinter dem Halsschildvorderrand vorgetäuscht werden; solche Stücke unterscheiden sich dann durch die Halsschildform leicht vom gredleri ♀.
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Halsschild längs der Mitte ± breit geschwärzt, die dunkle Färbung gegen die breit rotgelben Halsschildseiten scharf abgegrenzt, der schwarze Mittelfleck seitlich gewöhnlich winklig erweitert [Abb. 2]. Schwarz, 2., 3. und Basis des 4. Fühlergliedes gewöhnlich rotgelb, auch die Kniee der braunen Beine schmal aufgehellt. Flügeldecken braungelb, Naht, Seitenrand und Spitze geschwärzt, die Schwärzung läßt oft nur noch einen Schrägfleck hinter der Schulter hell; bei den ♀ Flügeldecken meistens ganz dunkelbraun bis schwarz. Halsschild an der Basis am breitesten, nach vorn gerundet verengt, beim ♂ etwa 1,6 x, beim ♀ bis 1,8 x so breit wie lang. 3. Fühlerglied beim ♂ sehr klein und kaum so lang wie breit, Glied 4 zur Spitze deutlich verdickt, beim ♀ Glied 3 schlanker, merklich länger als breit, kaum kleiner als Glied 2. ♂ Genitalarmatur [Abb. 3] [Abb. 4]. 4,5-5,3 mm. B: An kalten Bächen, daher vorzugsweise montan. D: In ganz West- und Mitteleuropa.


2. und 3. Fühlerglied etwa gleichlang [Abb. 5]. Kopf dunkel, Halsschild gelbbraun mit dunklem Mittelfleck, der kleiner oder ausgedehnter sein kann, so daß nur ein schmaler Seitenrand hell bleibt; der Fleck unscharf begrenzt. Flügeldecken einfarbig gelbbraun oder mit angedunkelter Spitze, ± breit verdunkelten Seiten und Naht oder bis auf eine Schultermakel dunkel. Gestalt durchschnittlich kleiner und etwas gerundeter als bei den folgenden Arten. ♂ Genitalarmatur [Abb. 6]. 3-5 mm. D: Montane Art in Mittel- und Südeuropa; in Mitteleuropa nur im Alpengebiet und dessen Vorland, selten.



♂: Platte des 8. Tergits mit einem an der Spitze in Seitenansicht hakenförmig gebogenen Fortsatz in der Mitte [Abb. 9]. Die halbkreisförmige Grube des 7. Sternits des ♂ tief, schmal und nach vorn in eine bis zum Vorderrand des Sternits reichende Rinne verlängert. Bei dieser Art scheint die Flügeldeckenspitze stets angedunkelt zu sein. Penis und Tegmen [Abb. 10]. 4-5 mm, die durchschnittlich kleinste und schlankste Art der Gruppe. D: In Süd- und Mitteleuropa weit verbreitet; von Frankreich bis Rumänien und südlich bis Griechenland und Sardinien gemeldet; in Mitteleuropa besonders im Osten: Gesicherte Funde aus der Tschechoslowakei, Pommern, Mark Brandenburg, Thüringen, Sachsen; auch bei München und (?) Hamburg. (=elongatus auct. nec Tourn., 1868)

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Spitzen der Distalfortsätze des 8. Tergits mit einem kleinen aus der übrigen Bedornung deutlich herausragenden kürzeren Apikaldorn (0,010 - 0,015 mm lang) [Abb. 11] [Abb. 14] [Abb. 15]. Penis und Paramere [Abb. 16]. 4,5-6 mm [Abb. 17]. D: Die häufigste Art der Gattung, in ganz Mitteleuropa überall.




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-Der Apikaldorn auf den Spitzen der Distalfortsätze des 8. Tergits ist deutlich länger (0,025 - 0,035 mm) [Abb. 18] [Abb. 15]. 4,5-5,8 mm. D: In Europa, den Norden ausgenommen, weit verbreitet. Anmerkung: Einen längeren Apikaldorn auf den Spitzen der Distalfortsätze (25-35 µm) soll die von Klausnitzer (1971) als pseudominutus beschriebenene Form haben; diese Maßangabe stimmt nicht mit seiner Abbildung [Abb. 18] überein: der Seitenlappen hat vor der Spitze eine Breite von ~45 µm [Abb. 15], der Dorn müßte also > 0,5 x so lang wie diese Breite sein, das ist aber nach der Zeichnung offensichtlich nicht der Fall. Nach Lohse in FHL Bd. 6 war nach den Abbildungen der Unterschied zwischen minutus [Abb. 14] und pseudominutus [Abb. 19] der fehlende Apikaldorn an der Spitze der Seitenlappen des 8. Tergits und die fehlenden Zähnchen an der Spitze des Penis bei minutus. Das ist sicher die Ursache vieler (auch meiner) Meldungen für pseudominutus. Im Nachtrag (FHL 13) verwendet Klausnitzer zur Trennung der Arten nur noch den Apikaldorn an der Spitze der Seitenlappen des 8. Tergits, der bei pseudominutus [Abb. 18] etwa doppelt so groß wie bei minutus [Abb. 11] sein soll; alle anderen Merkmale, die zuvor zur Trennung herangezogen wurden, haben sich als variabel herausgestellt. Nach Klausnitzer (1992, l.c.) könnte es sich wohl um Extremformen einer Art handeln. Im Paläarktenkatalog (2. Auflage, 2016) sind beide Formen aufgeführt. Nach Klausnitzer (private Mitteilung, 2025) ist das Problem noch nicht gelöst und weiter in Bearbeitung. var.?







♂: Genitalarmatur [Abb. 20], 8. Tergit [Abb. 21], Tegmen [Abb. 22]. 4,8-5 mm. Bisher nur nach 2 ♂ bekannt. D: Hessen: Umgebung Alsbach.


-♂: Die halbkreisförmige Grube des 7. Sternits flacher und breiter, die vordere Hälfte des Sternits ohne Eindruck; Genitalarmatur [Abb. 23], 8. Tergit [Abb. 13], Tegmen [Abb. 24]. 4,7-5,5 mm. D: Europa ohne den Norden und den Mittelmeerraum; Verbreitung in Mitteleuropa bisher nur lückenhaft bekannt: Tschechoslowakei, Eifel, Thüringen, Sachsen. In Õsterreich zu erwarten, da auch in Südtirol und Ungarn nachgewiesen. (=koelleri Klausn., 1970)

