Gattung Eucinetomorphus Perris, 1875

ColeopteraPolyphagaHeteromeraMelandryidae
Von Arved Lompe
Seidlitz, G. (1896): in Erichson, Naturgeschichte der Insecten Deutschlands - Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin. >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Erichson - Naturgeschichte der Insecten Deutschlands\Erichson Coleoptera V-2.pdf" p497
Peyerimhoff, P. de (1917): Nouveaux Coléoptères du Nord-Africain (vingt-septième note : Faune du massif des Mouzaïa). - Bulletin de la Société entomologique de France, 22(20):371-374 >>>https://doi.org/10.3406/bsef.1917.26191 oder >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Peyerimhoff1917 Eucinetomorphus trabuti .pdf"
Im Habitus an Orchesia erinnernd. Im Gegensatz zu diesen aber ungeflügelt. Neuere Literatur zu diesen wohl recht seltenen Tieren habe ich nicht finden können [Abb. 1].
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Abb. 1
Weitere, mir unbekannte Arten im Paläarkten-Katalog. ...99
#1
leprieurii Perris, 1875🗺ColeowebFlügeldecken sehr fein und sehr dicht (dichter als der Halsschild) gedrängt punktiert, die Zwischenräume der Punkte kleiner als diese, Oberseite schwarzbraun, dicht behaart. 3 mm. D: Nordafrika: Algerien, Tunesien. Beschreibung: [Abb. 2] "7. E. leprieuri. Lang. 3 Millionen Oval oder spitz elliptisch, oben konvex, schwarz oder schwarz-würzig, meist am Kopf, Brustkorb vorne, hinten mit würzig-rötlichen Elylaren; Die Schamhaare sind dünn, dicht, gepresst und zerbrechlich. Palpen und Fühler schalenförmig. Der Kopf ist leicht konvex und punktförmig. Prothorax quer, viel kürzer als die Breite der Basis, leicht vorne, an den Seiten weniger gerundet, sehr subtil alutaceös-punktiert, die Basis kaum bi- oder trisenuiert, die hinteren Winkel spitz, Elytra auf der Breite der Basis Der Brustkorb ist regelmäßig rundlich vergrößert, das Gelenk ist oval, die Spitze ist subakut, die Seiten sind leicht gerandet und sehr dicht punktiert und schuppig. Der Körper ist unten pechgrün, der Bauch ist rötlich und die Brust ist dicht gepunktet. Füße rüschenförmig. Ich habe dieses Insekt von meinem Freund Herrn Leprieur bekommen, der mehrere Individuen in Bône auf dem Edough-Berg fing und mich bat, es zu beschreiben."
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Abb. 2
→ 2-Flügeldecken etwas gröber und weniger dicht (so dicht wie der Halsschild) punktiert, die Zwischenräume so groß wie die Punkte, Oberseite weniger dicht behaart.
#2
asturiensis Reitter, 1881🗺ColeowebKörper kürzer und breiter, schwarzbraun. 2 mm. [Abb. 3]. D: Nordspanien: Asturien, Cancas (Mit Cancas ist wohl Cangas de Onis gemeint). Beschreibung: [Abb. 3] "3. Lederia asturiensis Reitter n. sp. - Länglich, an der Spitze stärker verengt, glänzend, sehr kurz weichhaarig, braun, Fühler und Beine rötlich, Kopf sehr fein, Prothorax sehr zerstreut punktiert, dieser etwas quer, vorne verengt, Basis auf beiden Seiten weniger gewunden, Flügeldecken kaum breiter als der Brustkorb, länglich eiförmig, Spitze subakut, konvex, dicht fein punktiert, Fühler dünn, schlank. Lang. 2-2,5 mill.."
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Abb. 3
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Abb. 3
ehlersi Heyden, 1884🗺Coleoweb-Körper gestreckter, gelb, die Basis des Halsschildes schwarz. 2,5 mm. D: Südspanien: Sierra d'Espuna. (Typus im DEI) Beschreibung: [Abb. 4] "5. Lederia ehlersi Heyden n. sp. Länglich, schmal, hinten spitz, etwas glänzend, ganz kurz kurz weichhaarig, der ganze Körper mit Füßen und Fühlern blass rostig, der Kopf auf der Brust sehr fein, die Flügeldecken weniger dicht punktiert als auf der Brust. Die Basis des Brustkorbs ist fast gerade, und die hinteren Winkel sind dann gerader. Die Basis der Flügeldecken ist breit brustförmig, dann schmaler, länglich-eiförmig und leicht konvex. - Länge 2,5 mill. L. asturiensis Reitter ist verwandt, aber der Körper ist länger, schmaler, die Farbe ist blasser, die Behaarung ist feiner, die Einstiche sind dichter, die Flügeldecken sind einfach und der Brustkorb ist dichter gepackt. Ein einzigartiges Exemplar meiner Sammlung wurde von Herrn Ehlers, zu dessen Ehren die Art gewidmet wurde, in der Sierra Espuna gefunden."
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Abb. 4
-Ich habe 1 Tier, das diesen Arten ähnlich ist, aber auf Grund der Unterschiede und des weit entfernten Fundortes (200 km zu ehlersi und 700 km zu asturiensis - immerhin handelt es sich um ungeflügelte Tiere), eine eigene Art sein könnte: ein ♀, völlig gelb [Abb. 5]; vermutlich immatur. Halsschild einfach punktiert, Flügeldecken mit großen hufeisenförmigen Punkten [Abb. 6] [Abb. 7]. Die Punktur der Flügeldecken sieht dadurch im Mikroskop dichter aus als die des Halsschildes. Kopf [Abb. 8]; Unterseite [Abb. 9]; Hinterbrust [Abb. 10]; Vorderbrust [Abb. 11]; Seitenansicht des Vorderkörpers [Abb. 12]; Habitus [Abb. 5]. 3 mm. D: Andalusien: Sierra, Nevada ca. 1450 m. [Abb. 1] (sp_nevada) ...sp-nevada
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 5
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Abb. 1
#99
lucidus Peyerimhoff, 1917🗺ColeowebHabitus und Fühler [Abb. 13]. D: Algerien. Beschreibung: [Abb. 14] "100. Orchesia (Clinocera) lucida, n. sp. - Länge 3,5-4 mm. - Spindelförmig, gepolstert, glänzend, kastanienbraun, mit rötlichen Fühlern und Füßen, oben und unten mit goldenen Haaren bekleidet. Der Kopf ist dicht punktiert, die kleinen Augen stehen sehr weit auseinander, die Glieder der Fühler werden zur Spitze hin allmählich dicker, die Keule ist undeutlich, das letzte Glied der Taster ist axtförmig. Halsschild eineinhalb mal breiter als lang, an der Basis die maximale Breite ausfüllend, mit hinteren Ausstülpungen dahinter, ziemlich dicht punktiert, nicht eingeprägt. Das Schildchen ist sehr klein. Coleoptera sind an der Basis des Pronotums ausgeglichen, vom hinteren Drittel bis zur Spitze abgeschwächt, einheitlich viel häufiger und stärker punktiert, in keiner Weise gewellt, die Naht eingedrückt, der Nahtstreifen flüchtig. Prosternalfortsatz breit, flach über die Hüfte ragend (1). Die Brust wie der Halsschild punktiert, Bauch dunkel, unpunktiert. Holzbewohner in den Bergen Klein Afrikas. Mouzaïa-Massiv, zwei im März und November gesammelte Exemplare, etwa 1.400 m. Höhe, in der Region Chènes-Zeen. Diese Art, die in Nordafrika zur Untergattung Clinocera Thoms gehört, gehört zu den Arten mit einer undeutlichen Fühlerkeule. Man erkennt sie leicht an ihrer deutlichen, ziemlich kräftigen Punktur, die ein wenig gequetscht, aber keineswegs rau ist und ihrem glänzenden Aussehen. Sie kann in der Nähe von O. blandula Brancs plaziert werden."
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Abb. 13
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Abb. 14
trabuti Peyerimhoff, 1918🗺Coleoweb-D: Algerien. Beschreibung: "Dieses Insekt unterscheidet sich auf den ersten Blick von E. leprieuri Perris durch sein glänzendes Aussehen, die deutliche Punktierung und die keulenförmigen Antennen. Andererseits ähnelt er sehr E. asturiensis Reitt, von dem ich ein Exemplar aus Cancas (Asturien) besitze, das aus der Sammlung von Paganetti stammt, aber er unterscheidet sich deutlich von ihm durch den sehr viel schmaleren Hinterkörper, das weniger breite Pronotum, die feinere und weiter auseinander liegende Punktierung und das dritte Glied der Antennen, das fast doppelt so kurz ist wie das zweite. Er würde sich noch stärker von E. ehlersi Heyd. aus Andalusien (Sierra de Espuna) unterscheiden, dessen Beschreibung die Elytren als spärlicher punktiert als das Pronotum darstellt, was hier genau umgekehrt ist." (Mit Cancas ist wohl Cangas de Onis gemeint.) Habitus und Fühler [Abb. 15]
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Abb. 15
Enthaltene Taxaasturiensis ehlersi leprieurii lucidus trabuti
Erstellt am: 04.12.2023 · Letzte Aktualisierung: 31.01.2025 - 01:41:43
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