Gattung Euryalea Rey (incl. Ocyota Sharp)

ColeopteraStaphylinidaeAleocharinaeAleocharini
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
In Gestalt und Färbung einer Ocalea ähnlich, doch durch 5-gliedrige Kiefertaster, normal kurze Beborstung der Schienen und die gerade nach hinten gerichtete Behaarung in den hinteren 3/4 der Halsschildmittellinie gut zu unterscheiden. Innerhalb der Aleocharini durch fehlende Bedornung der Vorder- und Mittelschienen ausgezeichnet. Von den Arten der übrigen im Körperbau ähnlichen Gattungen durch die charakteristische Behaarung der Flügeldecken, welche hinten neben der Naht fast horizontal nach außen gerichtet ist, leicht zu unterscheiden. Fühler schlank mit gestreckten Mittelgliedern. An den Lippentastern ist das 2. Glied nur 1/3 so lang wie das 1. und viel schmäler als dieses, die Zunge kurz, an der Spitze gespalten. Die Arten leben nach Art der Bledien im Boden und bevorzugen trockene, sonnige Plätze.
#1
brevicornis (Kr.)Groß: 4,5-6 mm. Hell gelbbraun bis braun, Kopf und Hinterleib meist angedunkelt; Fühlerbasis und Beine rötlichgelb. Glänzend, wenig dicht punktiert, fein behaart. Kopf mit ziemlich kleinen Augen, wenig schmäler als der kaum quere, nach hinten etwas ausgeschweift verengte Halsschild; Hinterleib auf den vorderen 3 vollständigen Tergiten mit tiefem basalen Quereindruck. Fühler mit schwach queren vorletzten Gliedern, Beine schlank, 1. Glied der Hintertarsen so lang wie die beiden folgenden Glieder zusammen. Im südlichen Mitteleuropa, vor allem im Südosten; verstreut und sehr selten, mehrfach in Maulwurfsnestern.
-Kleiner: 3,5-4,5 mm. Einheitlich schwarz gefärbt. ...2
#2
decumana (Er., 1839)Schwarz glänzend, robust gebaut, fein und wenig dicht punktiert, auffallend rauh, wenig dicht weißlich behaart. Fühler und Beine braungelb, Schenkel und Fühler zur Spitze angedunkelt. Kopf wesentlich schmäler als der Halsschild, dieser deutlich quer, fast 1/3 breiter als lang, Flügeldecken wesentlich breiter, an der Naht aber kaum länger als der Halsschild. Halsschild breit, Hinterleib auf dem 4. vollständigen Tergit mit einem fast ebenso kräftigen basalen Quereindruck wie auf den vorhergehenden Tergiten; dieser ebenso kräftig wie die vorhergehenden punktiert. 4-4,5 mm. Aus Westeuropa bis ins westliche Mitteleuropa verbreitet, aus der Pfalz beschrieben, aber in jüngerer Zeit nicht mehr bei uns, wohl aber in den Niederlanden gefunden.
murina (Er.)-Wie die vorhergehende Art gefärbt, aber etwas deutlicher und dichter punktiert, feiner und etwas dichter behaart. Körper kleiner und wesentlich schlanker, insbesondere der Kopf nur wenig schmäler als der kaum quere Halsschild. Die ersten 3 vollständigen Tergite mit sehr kräftig punktiertem kräftigen Quereindruck; der Quereindruck des 4. vollständigen Tergits wesentlich schwächer ausgeprägt und etwas feiner punktiert. Fühler nicht ganz so schlank, die vorletzten Glieder deutlich etwas quer. 3,5-4,2 mm. Süd- und südosteuropäisch. Bei uns bisher nur im südöstlichen Österreich sicher nachgewiesen.
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