Gattung: Globicornis Latreille

ColeopteraTarsen-5-5-5BrachymeraDermestidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Ganglbauer, L. (1904): Die Käfer Mitteleuropas IV in: Die Käfer Mitteleuropas, Hrsg. Gangelbauer, 4, Carl Gerold's Sohn, Wien, >>>"F:\taxa\coleo\scans\Ganglbauer4.pdf"
Durch 10-gliedrige Fühler, die Form ihrer 3-gliedrigen Endkeule und fehlende Fühlergruben an den Seiten der Vorderbrust von den in der Körperform ähnlichen Gattung Megatoma und Ctesias gut zu unterscheiden. 14 Arten in Europa.
In der Tabelle nicht aufgeführte Arten ...99
#1
→ 2Kleinere Arten von 2,2-4 mm. Fühlerendglied rundlich [Abb. 1]. Untergattung Globicornis s.str..
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Abb. 1
→ 7-Größere Arten von 3,5-5,5 mm. Fühlerendglied mit dreieckiger Grundform, beim ♂ sehr groß, langgestreckt [Abb. 2]. Untergattung Hadrotoma Er..
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Abb. 2
#2
→ 3Die Flügeldecken mit gleichförmiger Behaarung
→ 4-Die Flügeldecken mit feinerer dunkler Grundbehaarung und gröberer, heller, Querbinden bildender Behaarung.
#3
nigripes (F., 1792)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild durch +/- gedrängte Punktur fast matt [Abb. 3], Flügeldecken dicht punktiert, schwach glänzend [Abb. 4]; schwarz, neben der Naht und am Ende bräunlich.; schwarz behaart. Fühlerbasis und Tarsen heller gelbbraun. Fühlerendglied beim ♂ sehr groß und rund [Abb. 1] [Abb. 5]. 2,2-3,8 mm. B: Käfer auf Blüten und blühenden Stäuchern in der Nähe alter hohler Bäume, in denen sich die Larve entwickelt. D: Europa.
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 1
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Abb. 5
breviclavis🗺Coleoweb-Halsschild weitläufig punktiert, glänzend. Schwarz, die Flügeldecken oft mit rotbrauner Schulterbeule, bisweilen ganz braun, glänzend [Abb. 6]. Fühler, Taster und Beine rötlichgelb. Die Oberseite schräg niederliegend schwärzlich, die Unterseite fein und anliegend gelblich behaart. Der Kopf mäßig fein und ziemlich dicht punktiert. Fühlerendglied beim ♂ noch größer, etwas gestreckt [Abb. 7]. 2,5-3,5 mm. D: Bulgarien, Türkei, Kaukasus.
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Abb. 6
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Abb. 7
#4
→ 5Die Flügeldecken mit einer Querbinde oder mit zwei Querbinden aus hellen Haaren.
→ 6-Die Flügeldecken mit drei Querbinden aus hellen Haaren und/oder mit roten Quermakeln.
#5
fasciata (Fairm., 1859)🗺ColeowebOberseite gelblichgrau behaart, die Schuppenhaare auf der vorderen Hälfte jeder Flügeldecken zu einer halbkreisförmigen Binde verdichtet [Abb. 8]. Schwarz oder braunschwarz, feiner, dicht punktiert. Fühler hell, Endglied beim ♂ nicht auffällig vergrößert [Abb. 9]. 2,3-2,8 mm. D: Frankreich, Norditalien; aus dem westlichen Mitteleuropa (Rheinland, Hessen) wurden wenige Einzelfunde bekannt.
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Abb. 8
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Abb. 9
bifasciata🗺Coleoweb-Auch hinter der Mitte mit einer Querbinde aus hellen Haaren [Abb. 10]. Beim ♂ die Fühlerkeule etwas länger als die ihr vorangehenden Glieder zusammengenommen, ihre zwei ersten Glieder sehr kurz, das Endglied sehr groß, oblong, wenig zusammengedrückt, um mehr als die Hälfte länger als breit, stumpf zugespitzt [Abb. 11]. 2,5-3,5 mm. D: Frankreich, Sizilien, Spanien, Nordafrika.
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Abb. 10
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Abb. 11
#6
variegata🗺ColeowebHalsschild dicht, nabelig bis runzlig punktiert, glanzlos. Die Oberseite mit feiner und dünner, oft undeutlicher dunkler Grundbehaarung und mit viel gröberer und dichter stehender weißiichgrauer Behaarung, welche auf dem Kopf und Halsschild fleckig verteilt ist und auf den Flügeldecken drei Querbinden bildet [Abb. 12]. Die vordere Querbinde ist gegen die Schultern und gegen das Schildchen stark nach vorn gezogen. Beim ♂ die Fühlerkeule fast nur halb so lang als die ihr vorangehenden Glieder zusammen, kurz oval, ihr erstes Glied klein, wenig breiter als die Glieder der Geißel, das zweite doppelt so breit, aber gleichfalls sehr kurz, das Endglied groß, fast breiter als lang, leicht zusammengedrückt, stumpf abgerundet [Abb. 13]. 2,5-3 mm. D: Südeuropa.
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Abb. 12
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Abb. 13
picta🗺Coleoweb-Halsschild in der Mitte dicht und rauh, an den Seiten äußerst dicht runzelig punktiert, die Punkte scharf umrandet, aber ohne erhabenen Mittelpunkt; fein, nicht gröber als die Flügeldecken punktiert. Zumindest die vordere weiß behaarte Querbinde der Flügeldecken steht auf rotem Untergrund [Abb. 14] [Abb. 15]. Beim ♂ die Fühlerkeule kürzer als die ihre vorangehenden Glieder zusammen, die zwei ersten Glieder sehr kurz und quer, das Endglied groß, etwa so lang als breit, zusammengedrückt, asymmetrisch abgerundet [Abb. 16]. D: Ostmediterran, westlich bis Sizilien.
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
#7
emarginata (Gyllenhal, 1808)Fundmeldungen🗺ColeowebHabitus [Abb. 17]. Schwarz, fettglänzend, Oberseite schwarz behaart. Fühler und Tarsen rotbraun. Halsschild sehr dicht, fast gedrängt punktiert. Fühler beim ♂ mit großem, weniger schlank zugespitztem Endglied [Abb. 18] [Abb. 2], das etwa 1,5 x so lang ist wie die ersten beiden zusammen; beim ♀ ist das Basalglied der Fühlerkeule das größte [Abb. 19]. 3,5-5,5 mm. B: Lebt von Insektenresten unter Baumrinden, in hohlen Bäumen etc.; Käfer in Gesieben von trockenem Holzwerk, vielfach im Frühjahr an blühenden Sträuchern. D: Von Westsibirien und dem Kaukasus über fast ganz Europa verbreitet; in Mitteleuropa wohl überall; nicht häufig, aber nach Nordwesten zunehmend seltener oder fehlend. (=marginata (Payk., 1798))
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 2
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Abb. 19
corticalis (Eichh., 1863)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Habitus [Abb. 20]. Bräunlichschwarz, schwach glänzend, goldgelb behaart. Fühler an der Basis rotgelb, sonst so wie die Tarsen und manchmal auch die Schienen und Vorderschenkel bräunlichrot. Halsschildpunktur beim ♀ etwas weitläufiger und der Halsschild dann etwas glänzender [Abb. 21]. Fühler beim ♂ mit langem und schlank zugespitztem Endglied, das etwa doppelt so lang ist wie die ersten beiden zusammen [Abb. 22] [Abb. 23]; beim ♀ ist das Endglied der Fühlerkeule das größte [Abb. 24]. 3-4,6 mm. B: Lebensweise wie emarginata. D: Von Westasien fast über ganz Europa verbreitet, in Mitteleuropa wohl überall, wenn auch nur stellenweise und besonders im Westen selten.
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 24
#99
alpina Pic, 1912🗺ColeowebUntergattung Globicornis s.str. D: Frankreich.
tristis (Reitter, 1881)🗺Coleoweb-Habitus [Abb. 25]. Fühler des ♂ [Abb. 26]. 3 mm. D: Griechenland Italien.
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Abb. 25
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Abb. 26
quadrinaeva Reitter, 1908🗺Coleoweb-Untergattung Dearthrus Habitus [Abb. 25]. Fühler ♂ und ♀ [Abb. 27]. D: Südrußland, Kasachstan.
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Abb. 25
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Abb. 27
depressa (Mulsant & Rey, 1868)🗺Coleoweb-Untergattung Elania "Ziemlich gestreckt und gleichbreit, die Flügeldecken auf ihrer inneren Längshälfte flach, der Kopf schwarz oder braun, der Halsschild braun oder gelbbraun, die Flügeldecken, die Unterseite, die Fühler und Beine blaßgelb. Die Oberseite mit wenig dichter gelblichweißer Behaarung bekleidet. Der Kopf punktiert. Der Halsschild von vorn nach hinten in etwas gebogener Linie erweitert, mit ungerandeten Seiten und gerandeter Basis, an der Basis vor dem Schildchen stumpf, gegen die Hinterecken jederseits schwach bogenförmig ausgebuchtet, vorn stärker, hinten schwächer gewölbt, vor der Basis jederseits niedergedrückt, in den Hinterecken etwas erhoben, ziemlich grob, rauh und gedrängt punktiert. Die Flügeldecken wenigstens dreimal so lang als der Halsschild, bis zum hintern Viertel parallelseitig, hinten gemeinsam stumpf abgerundet, feiner und weniger rauh als der Halsschild punktiert, neben dem Schildchen mit einem kurzen Scutellarstreifen, ihre Epipleuren die Hinterecken der Hinterbrust nicht erreichend. 2,9-3,5 mm. Südfrankreich. Von Mulsant und Rey bei Avignon unter Silberpappelrinde aufgefunden." (Ganglbauer, ex Mulsant et Rey.) D: Südfrankreich
semilimbata Pic, 1906🗺Coleoweb-Untergattung Hadrotoma Habitus [Abb. 28]. Fühler des ♀ [Abb. 29]. 3-4,6 mm. D: Griechenland.
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Abb. 28
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Abb. 29
sulcata (Brisout de Barneville, 1866)🗺Coleoweb-Habitus [Abb. 30]. 3,7-4 mm. D: Frankreich, Italien, Spanien.
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Abb. 30
Enthaltene Taxaalpina bifasciata breviclavis corticalis depressa emarginata fasciata nigripes picta quadrinaeva semilimbata sulcata tristis variegata
Erstellt am: 01.06.2008 · Letzte Aktualisierung: 02.05.2025 - 11:29:32
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