Gattung: Gnathoncus Duval

ColeopteraPolyphagaHisteridaeSaprininae
Von Arved Lompe (n. S. Stockmann, K. Witzgall)
Stockmann, S. (1957): Beiträge zur Kenntnis der Koleopterenfauna Ostfennoskandiens 5. Die Gnathoncus-Arten Ostfennoskandiens. - Notulae Entomologicae, Helsinki, 37(3):67-76 >>>"F:\taxa\coleo\scans\stockmann1957 Gnathoncus.pdf"
Die Epipleuren der Flügeldecken haben 3 Längslinien. Stirn auch am Innenrand der Augen ohne Randstreifen. Die Arten werden meist in Hühnerställen und Vogelnestern gefunden. Die äußeren Merkmale sind sehr variabel und gehen zum Teil ineinander über, das betrifft besonders die Punktierung der Oberseite und die Länge des Nahtstreifens; die Bestimmung ist daher möglichst durch Genitaluntersuchung zu sichern.
#1
suturifer Reitter🗺ColeowebSuturalstreif kräftig, länger als die Hälfte der Flügeldecken. Um die Mitte des vorderen Flügeldeckendrittels (erweiterte Schildchenumgebung) auffallend fein punktiert. Schwarz, Beine braunrot. Penis [Abb. 1], 2,2-3,5 mm. Vorwiegend in den Nestern des Erdziesels. Aus dem Kaukasus beschrieben; in der Umgebung des Neusiedlersees nicht selten
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Abb. 1
→ 2-Suturalstreif verkürzt, in der Regel höchstens die Hälfte der Flügeldecken erreichend, andernfalls (buyssoni) Flügeldecken stark punktiert und zwischen der tiefen und dichten Punktur des Pygidiums deutlich mikroskulptiert. Die erweiterte Schildchenumgebung stärker punktiert.
#2
→ 3Flügeldecken hinten weitlaufiger punktiert, die Zwischenräume der Punkte größer als ihr Durchmesser [Abb. 2], auch hinten fast glatt, höchstens ganz am Hinterrand und in den Hinterecken einige Risse und Falten.
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Abb. 2
→ 4-Flügeldecken hinten dichter punktiert, namentlich gegen die Hinterecken zu fließt die Punktur stark zusammen, mit deutlichen Falten und Rissen in den Zwischenräumen der Punkte [Abb. 3].
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Abb. 3
#3
rotundatus (Kug., 1792)Fundmeldungen🗺ColeowebPunkte des Pygidiums in die Quere gezogen, die Punkte oft fein und wenig dicht stehend [Abb. 4] [Abb. 5]. Dunkelbraun mit rotbraunen Beinen. Suturalstreif 1/10-1/5 der Flügeldeckenlänge [Abb. 6]. Sehr oft ist der Suturalstreif unterbrochen und setzt sich schwächer wieder fort. Dunkelbraun mit rotbraunen Beinen. Körper wenig gewölbt. Die Einschnitte zwischen den Zähnen der Vorderschienen sind bei rotundatus tiefer als bei nidorum. ♂: 10. Tergit abgestutzt und ganz flach ausgerandet [Abb. 7], Penis [Abb. 8] [Abb. 9]. ♀: Ovipositor [Abb. 10]. Kleiner, 1,8-3 mm. Häufigste Art. (=nanus (Scriba)) (=punctulatus Thoms.)
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
nannetensis (Mars., 1862)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Punkte des Pygidiums rund [Abb. 11], dicht stehend. Schwarz mit dunkelbraunen Beinen. Zwischenräume der Pygidiumspunkte beim ♀ mit geringer, beim ♂ fast erloschener Mikroskulptur [Abb. 12] [Abb. 13]. Flügeldecken hinten zwischen der Punktur fast glatt. Suturalstreif 1/3-1/6 der Flügeldeckenlänge [Abb. 14]. Penis [Abb. 15] [Abb. 16]. Größer, 2,5-4 mm. Hauptsächlich in Vogelnestern, aber auch an Aas und faulenden Pilzen. Im allgemeinen ziemlich selten. Die Einschnitte zwischen den Zähnen der Vorderschienen sind bei nannetensis tiefer als bei buyssoni.
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
#4
communis (Marseul, 1862)Fundmeldungen🗺ColeowebSuturalstreif sehr kurz, 1/10 bis 1/6 der Länge der Flügeldecken. Dunkelbraun mit helleren Beinen. Mikroskulptur zwischen den Pygidiumspunkten kräftig [Abb. 17] [Abb. 18]. Flügeldecken hinten dicht punktiert, die Zwischenräume mit deutlichen Falten und Rissen [Abb. 19]. ♂: 10. Tergit tief winkelig ausgeschnitten [Abb. 20]; Penis [Abb. 21] [Abb. 22]. ♀: Ovipositor [Abb. 23]. 2-3,3 mm. Vereinzelt und selten, meist in Vogelnestern. (=schmidti Reitter, 1894)
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
→ 5-Suturalstreif lang, 1/3 bis 2/3 der Länge der Flügeldecken. Schwarz mit braunen Beinen.
#5
buyssoni Auzat, 1917Fundmeldungen🗺ColeowebPunkte des Pygidiums rund, eckig oder sehr schwach in die Quere gezogen [Abb. 24]. Mikroskulptur zwischen den Punkten auffallend stark [Abb. 25] [Abb. 26]. Der Suturalstreif hat 1/3-2/3 der Flügeldeckenlänge. Punkte am Flügeldeckenende durch deutliche Längsrunzeln verbunden [Abb. 3]. Punktur der Flügeldecken dicht [Abb. 27]. Schwarz, Beine braun. ♂: 10. Tergit gerundet abgestutzt, höchstens ganz flach ausgerandet [Abb. 28]; Penis [Abb. 29] [Abb. 30]. ♀: Ovipositor [Abb. 31]. Größer, 2,2-3,4 mm. In Vogelnestern häufig.
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
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Abb. 3
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Abb. 27
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Abb. 28
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Abb. 29
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Abb. 30
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Abb. 31
nidorum Stockmann, 1957Fundmeldungen🗺Coleoweb-Punkte des Pygidiums deutlich in die Quere gezogen [Abb. 32] [Abb. 33]. Mikroskulptur zwischen den Punkten schwach [Abb. 34]. Der Suturalstreif hat etwa halbe Flügeldeckenlänge und ist nicht unterbrochen [Abb. 35]. Flügeldecken hinten dicht punktiert. Die Zwischenräume der Punkte dort mit deutlichen Rissen und Falten. Schwarz mit braunen Beinen. Penis [Abb. 36] [Abb. 37]. Kleiner, 1,6-2,8 mm. In Vogelnestern, die sich in hohlen Bäumen befinden. Oft auch in Starenkästen. Seltenste Art der Gattung
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
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Abb. 35
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Abb. 36
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Abb. 37
Enthaltene Taxabuyssoni communis nannetensis nidorum rotundatus suturifer
Erstellt am: 09.10.2007 · Letzte Aktualisierung: 18.04.2022 - 13:46:03
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