Gattung: Helochares Mulsant

ColeopteraHydrophilidaeHydrophilinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse) }}}}}}Literaturverzeichnis ⇒
Ganz vom Aussehen eines Enochrus, jedoch durch ungekielte Mittelbrust, ungerandete Halsschildbasis und fehlenden Nahtstreif gut zu unterscheiden. 2. (drittletztes) Kiefertasterglied etwas nach innen (Außenrand konvex) gebogen, bei Enochrus nach außen (Innenrand konvex). Die äußeren Merkmale sind ziemlich variabel, aber mit etwas Übung gut zu erkennen; ♀ sind nicht immer eindeutig einzuordnen, daher sollte die Bestimmung durch Genitaluntersuchung von ♂ gesichert werden, wobei die Unterschiede auch hier sehr diffizil sind; die Größenangaben in den Zeichnungen sind aus dem Maßstrich abgeleitet und zu groß. Die ♂ haben an der Basis der Klauen einen Zahn [Abb. 1], bei den ♀ ist hier nur eine Verdickung [Abb. 2]. Die Gattung ist mit 159 Arten weltweit verbreitet, davon 15 Arten in der Palaearktis und 4 in Europa.
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Abb. 1
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Abb. 2
#1
nigritulus Kuwert, 1889🗺ColeowebGanz dunkel pechbraun, auch die Taster und Tarsen. 4-4,5 mm. V: Sizilien.
→ 1a-Zumindest die Beine und Tarsen hell.
#1a
lividus (Forst., 1771)Fundmeldungen🗺ColeowebOberseite sehr fein punktiert, glänzend [Abb. 3] [Abb. 4], die Abstände der Punkte größer als ihr Durchmesser. Flügeldecken mit je 2-3 kräftigen Reihen gröberer Punkte. Kopf rotgelb, Oberlippe fast immer hell gelb bis braungelb [Abb. 5]. Sternit 5 mit tiefer, halbkreisförmiger Ausrandung [Abb. 6]. Aedoeagus groß: ~1 mm, Parameren in der Mitte nach innen erweitert [Abb. 7] [Abb. 8]. 4,5-5,8 mm [Abb. 9]. B: Leicht thermophil, in detritusreichen, eutrophen Gewässern, selten. V: Südeuropa, südliches und westliches Mitteleuropa bis Südengland. Entgegen den Angaben bei Hansen (l.c.) auch in der Norddeutschen Tiefebene. (=griseus F.)
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
→ 2-Oberseite gröber punktiert, die Abstände der Punkte deshalb nur so groß wie ihr Durchmesser [Abb. 10] oder kleiner [Abb. 11]. Flügeldecken mit oder ohne Reihen gröberer Punkte. Kopf dunkler, Oberlippe überwiegend dunkel, schwarz- oder rotbraun. Sternit 5 seicht ausgerandet [Abb. 12].
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#2
punctatus Shp., 1869Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldeckenpunktierung weniger grob, die Abstände der Punkte im Mittel etwa so groß wie ihr Durchmesser [Abb. 13] [Abb. 10], mit deutlichen 2-3 Reihen größerer Punkte. Clypeus zumindest in der Mitte schwarz, meist nur ein roter Seitensaum verbleibend. ♂: Endglied der Fühler mindestens doppelt so lang wie breit [Abb. 14]. Aedoeagus groß: ~ 1 mm, Parameren etwas länger und an der Spitze nach innen lappig erweitert, das Mittelstück des Innensacks überragt die Paramerenbasis deutlich [Abb. 15] [Abb. 16]. 4,9-6,1 mm [Abb. 17]. B: In stehenden, oligotrophen, sauren Gewässern; in Niedersachsen häufig in Flachmooren. V: Nordwesteuropa von Nordspanien bis Jütland, England und Südirland, westliches Mitteleuropa.
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Abb. 13
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Abb. 10
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
obscurus (Müll., 1776)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldeckenpunktierung sehr grob, die Abstände der Punkte überwiegend kleiner als ihr Durchmesser [Abb. 18] [Abb. 11]; Reihenpunkte der Flügeldecken kaum oder gar nicht erkennbar. Clypeus einfarbig rötlich, in der Mitte nicht angedunkelt. Sternit 5 seicht ausgerandet [Abb. 12] [Abb. 19]. ♂: Endglied der Fühler kurz, weniger als 2 x so lang wie breit [Abb. 20]. Aedoeagus kleiner: <950 µm, Parameren kürzer und nach innen wenig erweitert, das Mittelstück des Innensacks überragt die Paramerenbasis nur wenig [Abb. 21] [Abb. 22]. 4,7-5,9 mm [Abb. 23]. B: In +/- eutrophen, schlammigen stehenden Gewässern, aber auch im Mooren. Sehr häufig. V: Europa von Südskandinavien und Südengland bis Oberitalien und Griechenland. Nicht im westlichen Mittelmeerraum. (=griseus F. sensu Ienistea 1978) Die Genitalunterschiede [Abb. 24] zwischen punctatus und obscurus sind - bis auf die Größe - sehr diffizil und gehen zum Teil ineinander über; für die Artverschiedenheit spricht aber die Lebensweise: punctatus scheint (nur ?) in anmoorigen, sauren Gewässern vorzukommen, obscurus dagegen sowohl in nährstoffreichen, schlammigen Gewässern als auch in Mooren.
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Abb. 18
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 24
Enthaltene Taxalividus nigritulus obscurus punctatus
Literaturverzeichnis
Kuwert, A. (1889): Helochares nigritulus n. sp. - Il Naturalista Siciliano 9(1):8-9 >>>"Kuwert1889 Helochares nigritulus.pdf"
Hansen M. (1982): Revisional notes on some European Helochares Muls. (Col., Hydrophilidae). - Ent. Scand. 13: 201 - 211. >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Hansen 1982 Helochares.pdf"
Giron, J.C & Short, A.E.Z. (2021): The Acidocerinae (Coleoptera, Hydrophilidae): taxonomy, classification, and catalog of species - Zookeys 1045:1-236 (doi: 10.3897/zookeys.1045.63810) >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Giron&Short2021 Acidocerinae.pdf"
Erstellt am: 09.10.2007 · Letzte Aktualisierung: 28.08.2022 - 19:53:14
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