Tribus Helopini

TenebrionidaeTenebrioninae
Von Arved Lompe (n. E. Reitter)
Reitter, E. (1922): Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren Heft 92 - Tenebrionidae 16. Teil Unterfamilie Helopinae I. - Wiener Entomologische Zeitung, 39(1-4):1-44 >>>"Reitter-Best-Tab-Heft92-93 Helopinae.pdf"
Das sind hier die alten Reitter'schen Tabellen, geringfügig angepaßt an spätere Bearbeitungen.
#1
→ 2Hinterbrust kurz, sehr selten etwas länger als die Hüfthöhlen der Mittelbeine. Flügeldecken an der Basis des 7. Zwischenraumes der Punktstreifen oder Punktreihen ohne Spur einer Schulterbeule. Halsschild in der Regel nicht oder wenig schmäler als die Flügeldecken.
→ 14-Hinterbrust viel länger als die Hüfthöhlen der Mittelbeine. Flügeldecken an der Basis des 7. Zwischenraumes der Punktstreifen oder Punktreihen mit einer kleinen Schulterbeule. Halsschild fast immer beträchtlich schmäler als die Basis der Flügeldecken. Körper geflügelt. Subtribus Nephodina
#2
EnoplopusVorderschenkel mit einem scharfen Zahne [Abb. 1]. Mentum beim ♂ oft mit einem kleinen, warzenförmigen Bürstenfleck. Körper sehr kurz und breit, gewölbt; Epipleuren der Flügeldecken sehr breit, aber vor der Spitze verkürzt. Subtribus Enoplopina, nur Gattung
enoplopus_reitteri_hab.jpg
Abb. 1
→ 3-Vorderschenkel unbewehrt, ♂ ohne Bürstenfleck auf dem Mentum.
#3
→ 4Basis der Flügeldecken allmählich abfallend, ohne senkrecht vertiefte Anschlagkante für die Basis des Halsschildes selten in der Mitte allein mit der Spur einer solchen, Halsschild auf der Basis der Flügeldecken verschiebbar, letztere ohne feine Umrandung der Naht. Alle Schienen gerade, Schulterwinkel abgerundet. Subtribus Hedyphanina
→ 5-Basis der Flügeldecken in der Mitte mit senkrecht abfallender Anschlagstelle für den Halsschild, dieser deshalb über die Deckenbasis nicht verschiebbar. Subtribus Helopina
#4
Catomus Alld.Die Augen auf der Dorsalfläche des Kopfes rundlich, wenig oder kaum breiter als Iang (ausgenommen der behaarte pilosulus Kr.). Epipleuren der Flügeldecken vor der Spitze schmal und die letztere nicht ganz erreichend. Vorderrand des Halsschildes vorgebogen. Meist kleinere Arten. Zahlreiche Arten im Nahen Osten und Nordafrika, 2 in Frankreich. (Heft 92 p. 7)
Hedyphanes Fisch.-Die Augen auf der Dorsalfläche des Kopfes stark quer. Epipleuren der Flügeldecken in ziemlicher Breite die Spitze der Flügeldecken erreichend. Vorderrand des Halsschildes abgestutzt oder ausgebuchtet. Meist grössere Arten aus Südostrussland, Transkaspien und dem Nahen Osten. (Heft 92 p. 7)
#5
→ 6Der dorsale Teil der Augen ist stark quer, meistens etwas schräg nach hinten geneigt, in der Regel doppelt so breit wie lang, der senkrecht davor stehende Wangenteil ist länger als die Augen und die Stirn zwischen den Augen in der Regel schmäler als der Vorderrand des Kopfschildes. Pleuren des Halsschildes punktiert, gekörnt oder körnig gerunzelt, niemals der Länge nach gestrichelt.
→ 10-Der dorsale Teil der Augen ist rundlich oder wenig breiter als lang, der senkrechte Teil der Wangen davor ist gewöhnlich kürzer als die Augen und die Stirn dazwischen ist wenigstens so breit wie der Clypeus am Vorderrande. Unterseite des Halsschildes (Pleuren) in der Regel mit feinen Längsstricheln, selten punktiert, oder körnig verrunzelt. (Vorderrand des Clypeus gerade abgeschnitten.) *) *) Euryhelops Reitt. aus der Mongolei lag Reitter damals nicht vor und Umfang und Stellung der Augen sind fraglich. Der Körper ist fein behaart, Kopf mit strichförmig abgesetztem Clypeus, Basis des Halsschildes in der Mitte ungerandet und das Schildchen in normaler Lage nicht sichtbar. Flügeldecken mit sehr breiten Epipleuren, welche die Spitze nicht erreichen. Pleuren des Halsschildes verrunzelt, nicht gestrichelt. Hierher Championi subaeneus Reitt. von Kan-ssu.
#6
→ 7Vorder- und Mittelschienen beim ♀ etwas, beim ♂ stärker gebogen.
Probaticus SdI.-Alle Schienen gerade, die Vorderschienen auch beim ♂ nicht gekeult und innen nicht gezähnelt. Bauch fast immer staubartig behaart. Endglied der Fühler beim ♀ in der Regel verkürzt.
#7
Erionura Reitt.Schulterwinkel einfach, Stirn jederseits mit einem Augenkiele, die schwanzförmige Spitze der Flügeldecken vom furchig vertieften Naht- und Seitenrandstreifen tief ausgehöhlt und die Spitze dicht behaart. Bauch fein behäart. Gross: 22- 28 mm. Griechenland.
→ 8-Schulterwinkel der Flügeldecken meistens durch eine kurze Verlängerung der Epipleuren gewinkelt, Stirn nur bei den echten Entomogonus - Arten. mit feineren Augenkielchen, die Flügeldecken selten mit schwanzförmiger Verlängerung, diese stets ohne Haarschopf.
#8
→ 9Flügeldecken in Reihen dicht punktiert, die Spitze oft etwas schwanzförmig verlängert, Mentum in der Mitte stumpf gekielt. Vorderschienen des ♂ zur Spitze meistens gekielt. Bauch kahl oder fast kahl.
Helops Fabr.-Flügeldecken gestreift, in den Streifen punktiert [Abb. 2], die Spitze stets einfach, Mentum vorne in einen konischen Höcker ausgezogen.
helops_rossii_hab.jpg
Abb. 2
#9
Entomogonus Fald.Epipleuren der Flügeldecken hinten ziemlich breit und vollständig die Spitze erreichend, letztere am Ende erweitert oder als parallelseitige Fläche ausmündend, Naht in der Regel hinten ungerandet, Naht und Seitenstreifen zur Spitze nicht stärker furchig vertieft. Seitenrandkante des Halsschildes von oben sichtbar. Arten aus Kleinasien und Levante
Raiboscelis Allard, 1876-Flügeldecken ohne Spitzenverlängerung, die Epipleuren vor der Spitze verkürzt oder daselbst verschmälert, oder schmal zuzammenlaufend, Naht- und Seitenstreifen an der Spitze kurz furchig vertieft, Naht hinten ungerandet, Seitenrandkante des Halsschildes von oben nicht sichtbar (? sind die Flügeldecken gemeint ?). Griechenland, Kleinasien; 1 Art bis N.Italien.
#10
Gunarus GozisAugen wenig gross, rund oder fast rund, Halsschild quer, die Pleuren in der Regel punktiert, die Naht der Flügeldecken hinten nicht umrandet. Die Mittelglieder der Fühler beim ♂ oft knotig verdickt. Körper klein, Oberseite mit Erzglanz. Mittelmeergebiet.
→ 11-Augen stark quer.
#11
→ 12Unterseite des Halsschildes (Pleuren) punktiert oder punktiert gerunzelt, selten der Länge nach gestrichelt, im letzteren Falle ist eine Punktur dazwischen erkennbar, Vorderrand des Halsschildes abgestutzt oder vorgerundet, niemals deutlich ausgerandet.
→ 18-Unterseite des Halsschildes (Pleuren) fein der Länge nach gestrichelt, dazwischen keine Punktur erkennbar. Flügeldecken mit Punktstreifen, selten mit Punktreihen. Hierher die meisten palaearktischen Arten. . Bei der hier von Reitter bearbeiteten Großgattung Cylindronotus wurden inzwischen die Untergattungen zu Gattungen aufgewertet.
#12
→ 13Flügeldecken mit punktierten Streifen, ihre Epipleuren vor der Spitze verkürzt, die Wangen vom Wangenwinkel nach hinten sehr schräg gestellt, den Innenrand der Augen berührend, der ganze Vorderrand der dorsalen Fläche der Augen frei. Pleuren des Halsschildes einfach punktiert. Körper von geringer Grösse.
Zophohelops Reitt.-Flügeldecken mit feinen Punktreihen, die Naht hinten fast immer ungerandet. Pleuren des Halsschildes punktiert-verrunzelt, dazwischen oft zum Teile gestrichelt. Die Wangen vor den Augen normal, vom Wangenwinkel nach abwärts gerade oder schräg gestellt, aber den dorsalen Vorderrand der Augen bis zur Mitte umfassend. Beim ♂ sind die Endglieder der Maxillartaster auffallend sehr stark dreieckig erweitert,18) die Fühler viel länger und dicker und die Vordertarsen in der Regel sehr wenig oder gar nicht erweitert. Die Arten sind schwarz, ohne Metallschein und bewohnen ziemlich zahlreich die zential-asiatischen Länder.
#13
Stenohelops Reitter, 1922Die Naht der Flügeldecken hinten fein umrandet. Fühler lang, fadenförmig, Kopf wenig schmäler als der Halsschild, dieser schmal, Körper langgestreckt, schmal. (Hierher die 3. Seidlitzsche Gruppe von Helops.)
Gunarellus Reitter, 1922-Die Naht der Flügeldecken hinten nicht umrandet. Fühler lang. Halsschild quer, von der Breite der Flügeldecken. Augen klein, quer. Körper gestreckt, bronzefarbig. Stenohelops subgen.
#14
Das 1. Glied der Hintertarsen ist viel kürzer als das Klauenglied. (Oberseite kahl. Hierher alle mit Tarpela Bates verwandten Gattungen aus Nord- und Südamerika und 3 aus Japan, die bisher als Tarpela beschrieben wurden und deren Charakterisierung an anderer Stelle erfolgen wird.
→ 15-Das 1. Glied der Hintertarsen normal gestreckt, so lang wie das Klauenglied, selten viel länger.
#15
→ 16Kopfschild gerade abgestutzt.
→ 17-Vorderrand des Kopfschildes ausgerandet.
#16
Nephodes Rosenh.Ober- und Unterseite dicht behaart. Augen dorsalwärts stark quer, die Wangen davor fast doppelt so lang als diese. Körper erzfarbig.
Allardius Ragusa.-Oberseite kahl; Halsschild vor der Basis mit einer Querfurche, die Scheibe mit einer abgekürzten flachen Mittelrinne. Augen sehr gross, dorsalwärts rundlich, die Wangen davor kaum länger als diese. Erstes Glied der Hintertarsen verlängert, beim ♂ fast so lang wie die restlichen Glieder zusammen Körper schwarz oder braun, fast glanzlos. Jeweils 1 Art aus Sizilien und Sardinien.
#17
Euboeus Alld.Kopfschild normal, durch einen seichten Quereindruck zwischen den Wangenwinkeln schwach abgesetzt. Vorderrand des Halsschildes ausgerandet; Flügeldecken mit Punktstreifen. Oberseite kahl, Unterseite samt den Beinen fein behaart. Schwarz.
Adelphinus Fairm.-Kopfschild kurz, durch eine tiefe, gebogene, dem Vorderrand genäherte, den Seitenrand durchsetzende Querfurche abgesetzt, die Ecken des Clypeus zahnförmig vorstehend. Halsschild vorne nicht ausgerandet. Endglied der Taster schwach beilförmig. N.Afrika und Transkaukasus.
#18
→ 182Vorderschienen beim ♂ auf der Innenseite mit einigen Kerbzähnchen.
→ 184-Vorderschienen beim ♂ und ♀ ohne Kerbzähnchen auf der Innenseite.
#182
Cylindronotus Faldermann, 1837Schläfen bis zum eingeschnürten Hals parallel (oft dicht hinter den Augen ein wenig eingeschnürt) und nicht die ganze dorsale Hinterseite der Augen umfassend. Halsschild nach vorne stark verengt; Flügeldecken fast immer matt, mit seitlich stark vortretenden Schulterwinkeln.
→ 183-Schläfen normal, den Hinterrand der Augen dorsalwärts backenartig umfassend und nach hinten verengt. Flügeldecken glänzend, die Schulterwinkel wenig vorstehend.
#183
Heloponotus ReitterVorder- und Mitteltarsen des ♂ stark erweitert, Nahtspitze der Flügeldecken oft ungerandet, die Zwischenräume hinten ohne Tuberkelreihen.
Odocnemis Allard, 1876-3' Vordertarsen schwach, die Mitteltarsen des ♂ nicht erweitert. Flügeldecken hinten meistens mit erkennbaren Körner- oder Höckerreihen, die Naht an der Spitze stets fein umrandet.
#184
→ 185Die Naht der Flügeldecken ist an der Spitze im weiteren Umfange beiderseits fein umrandet.
→ 190-Die Naht der Flügeldecken ist auch hinten ungerandet, selten an der äussersten Spitze der linken Seite mit einer einseitigen Randungsspur.
#185
Stenomax Alld.Bauch deutlich fein behaart, Flügeldecken meist mit kurzer, schwanzförmiger Verlängerung, der 8. Zwischenraum hinten hoch gekielt und mit dem Seitenrande verbunden.
→ 186-Bauch kahl oder nur undeutlich, staubartig behaart, oft aber beim ♂ das 1. oder das 1. und 2. Basalsternit mit einem gelben Haarflecken. Der 8. Zwischenraum der Streifen auf den Flügeldecken oft, aber weniger hoch gekielt.
#186
Odocnemis Allard, 1876Zwischenräume der Flügeldecken gegen die Spitze mit gereihten kleinen Höckerchen.
→ 187-Zwischenräume der Flügeldecken auch hinten ohne Reihen kleiner Höckerchen.
#187
→ 188Epipleuren der Flügeldecken schmal und zur Spitze allmählich verengt. Endglied der Fühler auch beim ♀ nicht verkürzt, mindestens so lang wie das vorhergehende Glied.
Helopogonus Reitt.-Epipleuren der Flügeldecken breit und weit vor der Spitze plötzlich verengt und schwindend. Endglied der Fühler beim ♀ etwas verkürzt, merklich kürzer als das zehnte. Körper breit, parallel.
#188
→ 189Die Fühler des ♂ sind wenig dicker als beim ♀, normal, in der Mitte nicht auffällig verdickt.
Helopocerodes Reitt.-Die Mittelglieder der Fühler beim ♂ auffallend verdickt. Halsschild meist nach vorne etwas stärker als zur Basis verengt. Arten aus Südrussland, Kaukasus, Persien und Armenien.
#189
Omaleis Alld.Halsschild zur Spitze nicht stärker als zur Basis verengt, Basis fast gerade. Körper schlank.
Nalassus Muls.-Halsschild zur Spitze viel stärker verengt als zur Basis, letztere doppelbuchtig. Körper gedrungen gebaut [Abb. 3].
nalassus_laevioctostriatus_hab.jpg
Abb. 3
#190
Xanthomus Muls., 1854Unterkante der Schenkel, dann die Innenseite der Schienen mit langen Haaren befranst. Körper gedrungen, gewölbt, geIb.
→ 191-Beine ohne lange Haarbewimperung. Körper dunkel, oft mit Metallglanz.
#191
Helopelius Reitt.Halsschild herzförmig, der Vorderrand und die Basis in flacher Rundung vorgezogen; Epipleuren der Flügeldecken vor der Spitze verkürzt.
→ 192-Halsschildvorderrand und die Basis nicht vorgezogen, sondern ausgebuchtet oder gerade abgestutzt.
#192
→ 193Epipleuren der Flügeldecken schmal verengt die Spitze erreichend, die Zwischenräume der Streifen ohne Tuberkelreihen.
Nesotes Allard, 1876-Epipleuren der Flügeldecken ziemlich fern von der Spitze verkürzt, Zwischenräume der Punktstreifen häufig mit einer Tuberkelreihe, Scheibe oft mit Punktreihen, im letzteren Falle sind vor der Spitze der Seitenstreif und die 7. Punktreihe streifig vertieft, beide den Spitzenrand parallel umrandend. Halsschild in der Regel nach vorne stärker verengt [Abb. 4]. Körperform sehr mannigfaltig. Arten von den Atlantischen Inseln und einige Arten aus Marokko und Algier.
nesotes_asper_hab.jpg
Abb. 4
#193
→ 194Flügeldecken mit punktierten Streifen , diese erreichen streifig die Spitze. Halsschild nicht kugelig gewölbt. Die Wangen vor den Augen bis zum Wangenwinkel viel kürzer als die Augen.
Diastixus Alld.-Flügeldecken mit weitläufigen Punktreihen, nur der Seitenstreifen ist an der Spitze streifig vertieft. Halsschild kugelig gewölbt, die Wangen vom Wangenwinkel zu den Augen reichlich so lang wie die Augen. Arten aus Spanien und Nordafrika.
#194
Nalassus Muls.Halsschild quer und nach vorne viel stärker als zur Basis verengt, Seitenrandkanten dick gerandet, Basis doppelbuchtig, Schulterwinkel der Flügeldecken eckig vorspringend. Körper kurz, gewölbt. Siehe
Helopondrus Reitt.-Halsschild nach vorne kaum oder nicht stärker als zur Basis verengt, mit feinen Seitenrandkanten, Basis mindestens gerade.
Enthaltene TaxaAdelphinus AllardiusCatomus Cylindronotus Diastixus EnoplopusEntomogonus ErionuraEuboeusGunarellus Gunarus Hedyphanes Helopelius Helopocerodes Helopogonus Helopondrus Heloponotus HelopsNalassusNephodesNesotesOdocnemis Omaleis Probaticus RaiboscelisStenohelops Stenomax XanthomusZophohelops
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 02.09.2022 - 12:41:05
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