Gattung Hoplia

ColeopteraLamellicorniaRutelidae
Von Arved Lompe (n. E. Reitter, J. Baraud, W. Machatschke)
Reitter, E. (1903): Bestimmungstabelle der Melolonthidae aus der europäischen Fauna und den angrenzenden Ländern. IV. Theil (Schluss): enthaltend die Rutelini, Hoplini und Glaphyrini - Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren, 51:111 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reitter-Best-Tab-Heft51 Melolonthidae IV.pdf"
Baraud, J, (1992): Coléoptères Scarabaeoidea d'Europe - Faune de France, 78:643 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Faune de France Scarabaeoidea.pdf"
Körper kurz, ganz oder teilweise mit farbigen oder metallisch glänzenden Schuppen oder schuppenartigen Borsten bedeckt, dazwischen oft ± lange Haare. Flügeldecken viel breiter als der Halsschild. Kopfschild quer, nach vorne verengt, Vorderrand ± ausgeschnitten. Der ganze Körper kräftig punktiert. Pygidium und hinterer Teil des Propygidiums von oben sichtbar. Beine kräftig. Vordere Klaue der Vorder- und Mitteltarsen lang, manchmal fast so lang wie die Tarsen und stets ± gespalten. Die einzige Klaue der Hintertarsen sehr lang und entweder gespalten oder einfach. Beim ♂ alle Tarsenglieder und die Hinterschienen stets viel stärker als beim ♀. 39 Arten der Gattung in Europa.
Hier nicht behandelte Arten, die in der Fauna Europaea (F.T. Krell) angegeben sind:
Algerien, Marokko, ? Spanien. ...aulica (L., 1767)
Ehemaliges Jugoslawien ...auriventris Apfelbeck, 1912
Spanien ...korbi Petrovitz, 1958
Türkei ...kunzii Schmidt, 1840
Griechenland ...laconiae Petrovitz, 1958
Spanien ...peronii Blanchard, 1850
Kurze Tabelle der mitteleuropäischen Arten >>>Hoplia_me
#1
→ 1aFühler 10-gliedrig, selten beim ♀ 9-gliedrig. Untergattung Decamera Mulsant.
→ 6b-Fühler bei beiden Geschlechtern 9-gliedrig. Untergattung Hoplia s.str..
#1a
→ 3bKlaue der Hintertarsen nicht gespalten.
→ 4b-Klaue der Hintertarsen in der Nähe der Spitzen gespalten [Abb. 1].
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Abb. 1
#3b
praticola Duft., 1805Fundmeldungen🗺ColeowebClypeus beim ♂ und ♀ mit abgerundeten Vorderwinkeln. Schwarz, Flügeldecken beim ♂ braunschwarz oder schwarz [Abb. 2], beim ♀ gelbbraun. Kopf dicht runzelig punktiert. Halsschild quer, in der Mitte am breitesten, nach vorn und hinten gerade verengt und dicht, kräftig verrunzelt, ohne Streifen. Oberseite mit breiten, ovalen Schuppen, beim ♂ dunkler und schütterer, beim ♀ dichter und heller. Zwischen ihnen etwa 3 x so lange Härchen wie die Schuppen. Fühler und Beine beim ♂ schwarz, 3. Außenrandzahn an den Vorderschienen manchmal schwach angedeutet, beim ♀ Fühler rotbraun und Vorderschienen mit 2 Außenrandzähnen. 9-11 mm. B: In den Vormittagsstunden auf verschiedenen Sträuchern (Rosa, Viburnum, Crataegus) oder im Gras. V-VI. ♀ sehr selten, verschwinden nach der Copula sofort wieder in der Erde. D: Mitteleuropa In Mittel- und Süddeutschland sporadisch und selten, zeit- und stellenweise häufiger. Fehlt im Norden. Hoplia occultans Mader, aus Franken (Feucht bei Nürnberg) beschrieben, sind nur größere (11-13 mm) ♀ der praticola, deren Schuppen auf den Flügeldecken breiter und dichter sind.
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Abb. 2
corniculata Reitter, 1890🗺Coleoweb-Clypeus beim ♂ und ♀ mit dreieckig zugespitzten, zahnartigen Vorderwinkeln. Kopf und halsschild lang abstehend behaart. Schwarz, Flügeldecken, Fühler und Beine rotbraun. 11-13 mm. D: Griechenland: Rhodos.
#4b
philanthus (Fuessly, 1775)Fundmeldungen🗺ColeowebKopf und Halsschild mit kurzen, kräftigen abstehenden Haaren, Flügeldecken mit verstreuten winzigen, anliegenden Härchen. Schildchen etwas länger als breit, an der Basis mit parallelen Seiten. Oberseite mit sehr kleinen, voneinander entfernt stehenden eiförmigen Schuppen bedeckt [Abb. 3], dazwischen anliegende Härchen, die nicht länger sind als die Schuppen. Schwarz oder schwarzbraun. Kopf dicht gekörnt, Halsschild knapp vor der Mitte am breitesten, quer, Seiten vor den stumpfwinkligen Hinterecken leicht geschweift. Halsschildoberseite dicht und fein punktiert-gekörnt. Pygidiumspitze abgestutzt. Vorderschienen mit Außenrandzähnen. Hinterschienen ziemlich lang. Aedoeagus [Abb. 4]. 8-9 mm. B: In hügeligen oder gebirgigen Gegenden. Schwärmen in den Vormittagsstunden. Auf Weiden an Fluß- oder Seeufern, jungen Obstbäumen, an den Zweigspitzen von jungen Kiefern, an Getreidehalmen, vereinzelt auch auf Blüten (Spiraea, Umbelliferen). Entwicklung 2-jährig. VI bis VIII. D: West- und Mitteleuropa, im Westen häufiger. (=farinosa auct., nec (L., 1761)
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 5b-Kopf und Halsschild mit langen, feinen, grauen, aufstehenden Haaren. Flügeldecken mit langen, geneigten, etwas gereihten Haaren. Schildchen gewölbt, so lang wie an der Basis breit.
#5b
corallipes Reitter, 1884🗺ColeowebVorderschienen dreizähnig. Clypeus fein und dicht punktiert. Die fahne der Fühlerkeule beim ♂ kürzer als die 6 vorhergehenden Glieder zusammen. 8-11 mm. D: Aserbeidschan.
fiorii Fracassi, 1906🗺Coleoweb-Vorderschienen zweizähnig. Clypeus mit großen verstreuten Punkten auf chagriniertem Untergrund. Fahne der Fühlerkeule beim ♂ länger als die vorhergehenden 6 Glieder. D: Italien.
#6b
→ 7bKlauen der Hintertarsen nicht gespalten (selten ganz leicht bei graminicola (F.), golovjankoi Jacobson und zaitzevi Jacobson).
→ 32-Klauen der Hintertarsen vor der Spitze gespalten.
#7b
→ 8bDer mittlere Zahn der Vorderschienen zur Seite gerichtet und dem basalen Zahn genähert [Abb. 5]. Selten nur 2-zähnig.
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Abb. 5
→ 14-Der mittlere Zahn der Vorderschienen nach vorne gerichtet, +/- parallel zum apikalen [Abb. 6]; der basale mitunter kaum erkennbar und die Schienen dann 2-zähnig erscheinend.
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Abb. 6
#8b
→ 9bDer Zwischenraum der vorderen Zähne ist an der Basis scharf gewinkelt [Abb. 5].
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Abb. 5
→ 10-Der Zwischenraum der vorderen Zähne ist an der Basis gerundet [Abb. 7].
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Abb. 7
#9b
coerulea (Drury, 1773)🗺ColeowebOberseite beim ♂ sehr dicht azurblau beschuppt; beim ♀ braun bis schwarz mit wenigen verstreuten blauen oder grünen Schuppen. Unterseite goldig beschuppt. Halsschild und Flügeldecken nicht deutlich behaart. Halsschild stark runzelig, hinter der Mitte am breitesten. Hinterrand jederseits neben den vorspringenden Hinterwinkel deutlich ausgebuchtet. Flügeldeckenseiten abgerundet. Hinterschienen breit, fast parallelseitig. 8-10 mm. D: Nordspanien, Frankreich, westliche Schweiz. Fehlt in Deutschland.
bioscae Galante, 1978🗺Coleoweb-Oberseite beim ♂ hell- oder gelbgrün beschuppt, matt; beim ♀ schwarz, oft mit rötlichen Flügeldecken; nur wenige verstreute gelbe oder rötliche Schuppen. 9-12 mm. D: Zentralspanien.
#10
bilineata (F., 1801)🗺ColeowebHalsschild jederseits der Mitte mit einem kahlen Längsband in der Beschuppung. Hinterschienen an der Spitze nach unten etwas stärker verbreitert als nach oben [Abb. 8]. 10-12,5 mm. D: Spanien.
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Abb. 8
→ 11-Halsschild vollständig beschuppt. Hinterschienen an der Spitze entweder gleich stark oder oben stärker als unten verbreitert.
#11
→ 12Basaler Außenzahn der Vorderschienen - von der Tarseneinlenkung betrachtet - vor der Mitte gelegen [Abb. 7] [Abb. 9]. Hinterschienen des ♂ an der Spitze gleich stark verbreitert [Abb. 10].
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Abb. 7
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Abb. 9
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Abb. 10
→ 13-Basaler Außenzahn der Vorderschienen hinter der Mitte gelegen [Abb. 11]. Hinterschienen des ♂ an der Spitze oben stärker als unten verbreitert [Abb. 12].
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Abb. 11
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Abb. 12
#12
attilioi Massa, 1979🗺ColeowebOberseite hell gelb oder gelblich-grün beschuppt. Vorderschienen 2-zähnig, manchmal die Andeutung eines Basalzahns vorhanden [Abb. 9]. Die Klaue der Hintertarsen an der Innenseite konvex erweitert [Abb. 13]. 8,5-9 mm. D: Italien: Sizilien.
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Abb. 9
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Abb. 13
pubicollis Küster, 1849🗺Coleoweb-Oberseite grün beschuppt. Vorderschienen deutlich 3-zähnig [Abb. 7]. Klauen der Hintertarsen innen nicht erweitert, gleichmäßig konkav. 7,5-9 mm. D: Frankreich: Korsika, Italien: Sardinien.
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Abb. 7
#13
freyi Baraud, 1967Kleiner: 7-8 mm. Basalzahn der Vorderschienen im oberen Drittel gelegen. Die Schuppen auf den Flügeldecken wenig dicht, gut voneinander getrennt. Hinterschienen an der Spitze nach oben wenig erweitert. 7-8 mm. D: Spanien. Nach A. Smetana (2006, Catalogue of Palaearctic Coleoptera Vol.3) Synonym von chlorophana .
chlorophana Erichson, 1848🗺Coleoweb-Größer: 9-12 mm. Basalzahn der Vorderschienen kurz vor der Mitte gelegen. Die Schuppen auf den Flügeldecken sehr dicht, zum Teil überdeckend. Spitze der Hinterschienen nach oben stark erweitert [Abb. 12]. D: Iberische Halbinsel.
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Abb. 12
#14
→ 15Zumindest die kleine Klaue der Vorder- und Mitteltarsen an der Spitze nicht gespalten, desgleichen manchmal auch die größere.
→ 18-Die kleine Klaue der Vorder- und Mitteltarsen an der Spitze gespalten.
#15
→ 16Pygidium und Bauch mit runden oder ovalen Schuppen +/- dicht besetzt. Vodertarsen in Höhe des Zwischenraums der vorderen Außenzähne eingelenkt. Klauen der Hintertarsen groß, auf der Oberseite mit einer - manchmal nur bei bestimmtem Lichteinfall sichtbaren - Längsrinne die manchmal an der Spitze in einem Schlitz endet.
→ 17-Pygidium und Bauch mit gestreckten Schuppen oder Schuppenhaaren spärlich besetzt [Abb. 14].
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Abb. 14
#16
graminicola (F., 1792)🗺ColeowebVorderschienen bei beiden Geschlechtern 2-zähnig. Die kleinen Klauen der Vorder- und Mitteltarsen extrem kurz und der benachbarten größeren so dicht anliegend, daß alle Tarsen nur mit 1 Klaue ausgestattet erscheinen. Unterseite und Pygidium mit metallisch grünen oder goldgrünen ovalen Schuppen dicht bedeckt. Schuppen auf den Flügeldecken schlank, dazwischen ohne vorragende Härchen. Hinterklauen in der Mitte mit feiner Längslinie, Spitze mit einem angedeuteten Spaltzahn. Körper schwarz- bis dunkelbraun, Beine braun, Fühler gelbbraun, Fächer dunkler. Halsschild vor der Basis jederseits mit einem feinen Quereindruck. 6-7 mm. B: Besonders auf Sandboden, Küstendünen, Flußufern, aber auch auf Brachfeldern und schütteren Wiesen, auf Gesträuch. V-VII. D: Osteuropa, Mitteleuropa, besonders im Osten bis zur Elbe im allgemeinen nicht selten. Im Westen nur stellenweise und selten.
golovjankoi Jacobson, 1914🗺Coleoweb-Vorderschienen bei beiden Geschlechtern 3-zähnig. Die kleine Klaue der Vorder- und Mitteltarsen mißt etwa 1/3 der großen. 6-7 mm. D: Weißrußland, Ukraine.
#17
brunnipes Bonelli, 1812Fundmeldungen🗺ColeowebKlauen der Hintertarsen auf der Oberseite mit einer - manchmal nur bei bestimmtem Lichteinfall sichtbaren - Längsrinne. Vordertarsen in Höhe der Spitze des äußeren Basalzahns der Vorderschienen eingelenkt. Ober- und Unterseite wenig dicht mit sehr kleinen lehmgelben anliegenden Schuppenhaaren bedeckt. Oberseite oft fast kahl [Abb. 15]. Die oft stark verkürzte, kleinere Klaue der Vorder- und Mitteltarsen deutlich erkennbar. Schwarzbraun. Halsschild hinter der Mitte am breitesten und nach vorn stärker als nach hinten verengt. Klaue der Hintertarsen ungespalten. 5-6,5 mm. D: Südosteuropa, südöstliches Mitteleuropa, bis Kärnten.
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Abb. 15
brevipes Medvedev, 1952🗺Coleoweb-Klaue der Hintertarsen ohne Längsrinne. 6,5-7,5 mm. D: Georgien. Das Erkennen der Längsrinne erfordert etwas Übung und gute Beleuchtung; sie ist am ehesten zu erkennen wenn die Klaue bei schrägem Lichtenfall um ihre Längasachse gedreht wird.
#18
dubia (Rossius, 1790)🗺ColeowebKopf und Halsschild mit feinen, langen, abstehenden Haaren.Auf den Sterniten dichte Behaarung und Schuppen vermischt. 6,5-7,5 mm. D: Süd- und Mittelitalien.
→ 19-Kopf und Halsschild wenig dicht und kurz behaart. Sternite jeweils mit einer einzigen Reihe von Borsten zwischen den Schuppen.
#19
→ 20Die Oberseite beim ♂ vollständig mit runden oder ovalen Schuppen dicht besetzt [Abb. 16]; beim ♀ (erkennbar an den schlanken Vordertarsen) oft mit +/- großen Kahlflecken dazwischen.
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Abb. 16
→ 27-Die Oberseite +/- dicht mit Schuppen besetzt, die sich aber kaum berühren, dazwischen auch beim ♂ immer die Oberfläche sichtbar.
#20
→ 21Beine bei beiden Geschlechtern gelbbraun.
→ 22-Beine schwarz oder dunkelbraun, manchmal beim ♀ rotbraun.
#21
flavipes Germar, 1824🗺ColeowebDie kleine Klaue der Vordertarsen halb so lang wie die große. Vorderschienen 3-zähnig. Oberseite mit grünen, goldenen oder blauen Schuppen besetzt. 7-8,5 mm. D: Bosnien-Herzegovina, Albanien, Griechenland.
mina Jacobson, 1914🗺Coleoweb-Die kleine Klaue der Vordertarsen nur 1/4 der großen messend. Vorderschienen 2-zähnig. Körper parallel. Die Oberseite mit grünen, permuttglänzenden Schuppen besetzt. 7-8,5 mm. D: Georgien, Aserbeidschan.
#22
→ 23Klaue der Hintertarsen ohne Längsrinne.
→ 25-Klauen der Hintertarsen auf der Oberseite mit einer - manchmal nur bei bestimmtem Lichteinfall sichtbaren - Längsrinne [Abb. 17]. Das Erkennen der Längsrinne erfordert etwas Übung und gute Beleuchtung; sie ist am ehesten zu erkennen wenn die Klaue bei schrägem Lichtenfall um ihre Längasachse gedreht wird.
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Abb. 17
#23
caucasica Kolenati, 1846🗺ColeowebVorderschienen 3-zähnig. Vordertarsen in Höhe des mittleren Außenzahns der Schienen eingelenkt. 7-8,5 mm. D: Kaukasus.
→ 24-Vorderschienen 2-zähnig. Vordertarsen in Höhe des vorderen Basalrands des apikalen Zahns eingefügt.
#24
parvula Krynicki, 1832🗺ColeowebZähne der Vorderschienen schlank, schräg nach vorne gerichtet. Behaarung des Halsschilds kurz spärlich; kurz und anliegend. Oberseite grün oder goldgrün, Unterseite grünlichgolden oder silbrig beschuppt. Klein, länglich-eiförmig. Schwarzbraun bis schwarz (nur an schuppenfreien Stellen erkennbar). Fühler schwarz. Kopf ziemlich lang behaart. Halsschild in der Mitte am breitesten, Vorderecken spitz, Hinterecken stumpf; hell bewimpert. Zwischen den Schuppen auf den Flügeldecken sehr kleine, wenig vorstehende Haare. Vordertarsen bei beiden Geschlechtern an der Basis des Endzahnes eingelenkt. Die kleine Klaue an den 4 Vordertarsen überragt kaum die Mitte der benachbarten größeren. 6,5-8,5 mm. B: Auf den Küstendünen an Gräsern und Weiden, VI-VII. D: Osteuropa vom Baltikum bis Bulgarien. Im Küstengebiet der Ostsee stellenweise und zeitweise nicht selten.
herminiana Apfelbeck, 1912🗺Coleoweb-Zähne der Vorderschienen kurz und dick, fast rechtwinklig nach außen gerichtet. Behaarung des Halsschilds ziemlich dicht und lang, abstehend. 5,5-7 mm. D: Bosnien-Herzegovina, Nordgriechenland.
#25
minuta (Panzer, 1789)🗺ColeowebKleine Art: 5-7 mm. D: Italien.
→ 26-Größere Arten: 7-11 mm.
#26
ciscaucasica Medvedev, 1952🗺ColeowebVordertarsen bei beiden Geschlechtern in Höhe des vorderen Basalrands des apikalen Zahns eingefügt. 7-8 mm. D: Südrußland.
argentea (Poda, 1761)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Vordertarsen beim ♂ in Höhe des Vorderrands des mittleren Zahns eingefügt [Abb. 18], eine Spur weiter hinten beim ♀ [Abb. 19]. Unterseite goldig, Oberseite gelb oder grün [Abb. 20], seltener zimtbraun [Abb. 21] oder metallisch goldgrün beschuppt. Kurz, walzenförmig. Schwarz oder schwarzbraun, nur Flügeldecken heller braun. Fühler schwarzbraun. Halsschild stark gewölbt und mit ovalen Schuppen bedeckt; dazwischen längere Haare. Flügeldecken wie der Halsschild beschuppt, Schulterbeule kräftig. Seiten kurz bewimpert. 9-11 mm. B: In Gebirgsgegenden und deren Vorland. V-VII an Waldrändern, auf Wiesen auf Blüten. D: Südosteuropa und südliches Mitteleuropa. Von Bayern bis Baden im allgemeinen häufig bis sehr häufig. (=farinosa (Linné))
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
#27
→ 28Vorderschienen 2-zähnig, manchmal ein 3. Zahn rudimentär vorhanden.
→ 29-Vorderschienen 3-zähnig. Oberseite des Halsschilds beschuppt und mit langen oder kurzen, +/- gut sichtbaren Haaren besetzt.
#28
uniformis Reitter, 1885🗺ColeowebOberseite mit kleinen gelben, gleichmäßigen Schuppen wenig dicht besetzt, ohne eingestreute Haare beim ♂. 8,5-9,5 mm. D: Griechenland.
walterrossii Sabatinelli, 1991🗺Coleoweb-Oberseite mit gelblich-grün-blauen Schuppen und dazwischen lang abstehenden Haaren ziemlich dicht besetzt. 6 mm. D: Italien.
#29
zaitzevi Jacobson, 1914🗺ColeowebKopf und Halsschild dicht mit eine Mischung aus langen und kurzen Haaren besetzt. Oberseite mit grünen, silbernen oder braunen, metallglänzenden Schuppen. 9 mm. D: Nach 1 Exemplar aus der Ukraine beschrieben.
→ 30-Halsschild mit kuzen Haaren und der Kopf mit eingestreuten längeren Haaren besetzt.
#30
cylindrica Reitter, 1903🗺ColeowebSchuppen der Oberseite länglich, ohne Metallschimmer. Körper gestreckt, etwas parallel, stark gewölbt und damit fast zylindrisch. 9 mm. D: Kaukasus.
→ 31-Körper groß, gedrungen, wenig gewölbt. Kopf ohne Schuppen, lang behaart. Halsschild und Flügeldecken mit runden oder ovalen Schuppen.
#31
rossica Medvedev, 1952🗺ColeowebFlügeldecken mit ovalen Schuppen, dicht aber nicht gedrängt, dazwischen mit einigen hoch aufgerichteten gelben Haaren. D: Nach 1 Exemplar aus Südrußland beschrieben, Verbleib des Typus unbekannt.
paganettii Müller, 1907🗺Coleoweb-Flügeldecken mit verstreuten runden Schuppen und kurzen, braunen, schräg abstehen Haaren dicht besetzt. 6,5 mm. D: Italien: Kalabrien, Sizilien.
#32
→ 33Oberseite mit lang- oder kurzovalen Schuppen meistens dicht besetzt.
→ 35-Oberseite mit Haaren und verstreuten Schuppenhaaren besetzt [Abb. 22].
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Abb. 22
#33
→ 34Hinterbrust, Bauch und Beine ziemlich dicht lang und fein behaart. Beine beim ♂ schwarzbraun, beim ♀ rotbraun bis gelbbraun.
dilutipes Reitter, 1890🗺Coleoweb-Hinterbrust unbehaart, Bauch nur mit einer Reihe kurzer Borsten; Pygidium und Beine mit kurzen, dicken, verstreuten Haaren. Beine gelbbraun bei beiden Geschlechtern. Oberseite mit grünen oder bräunlichgrünen, seltener braungrünen, oft metallischen Schuppen dicht bedeckt. Schuppen auf der Unterseite goldig und dicht. Zwischen den Schuppen der Oberseite eine spärliche Behaarung. 7,5-8,5 mm. B: In Ungarn auf verschiedenen Blüten nicht selten. D: Südosteuropa, südöstliches Mitteleuropa.
auriventris Apfelbeck, 1912-Hierher Nach F.T. Krell (2013, Fauna Europaea) noch eine weitere Art von der Balkanhalbinsel. Nach A. Smetana (2006, Catalogue of Palaearctic Coleoptera Vol.3) Synonym von dilutipes.
#34
pollinosa Krynicki, 1832🗺ColeowebKopf und Halsschild lang behaart, die Flügeldecken mit kurzen, abstehenden Haaren. 7,5-9 mm. D: Südrußland, Kaukasus.
fissa Reitter, 1890-Kopf und Halsschild kurz behaart, die Flügeldecken mit sehr kurzen Haaren. Sehr ähnlich argentea, aber gespaltenen Hinterklauen. 11 mm. D: Kroatien.
#35
subnuda Reitter, 1903🗺ColeowebDie sehr verkürzte kleine Klaue der Vorder- und Mitteltarsen dicht an die benachbarte größere angelegt. Dadurch scheinbar die Tarsen nur mit 1 Klaue. Dunkel- bis schwarzbraun, Flügeldecken braun bis dunkelbraun. Beine dunkelbraun, beim ♀ manchmal fast rotbraun. Kopf grob körnelig verrunzelt. Kopfschild kurz, Rand aufgebogen, Vorderecken breit abgerundet. Halsschild stark gewölbt, Seiten abgerundet, Vorderecken fast rechtwinklig, jederseits vor der Basis mit einer flachen Querfurche. 6-8 mm. D: Pannonische Art, bis Mitteldeutschland. Slowakei, Ungarn. Nach Smetana, A. (2006, Catalogue of Palaearctic Coleoptera Vol.3) Synonym von hungarica.
→ 36-Die kleine Klaue der Vorder- und Mitteltarsen mindestens 1/3 so lang wie die große.
#36
→ 37Halsschild jederseits an der Basis mit flacher Querfurche die hinten wulstig begrenzt ist. Die große Klaue der Vordertarsen ziemlich kurz. Unterseite mit wenig dichten Haarschuppen.
→ 38-Halsschild ohne Querfurche vor der Basis. Die große Klaue der Vordertarsen sehr lang.
#37
hungarica Burmeister, 1844Fundmeldungen🗺ColeowebDer mittlere Zahn der Vorderschienen quer nach außen gerichtet [Abb. 23], senkrecht zur Längsachse der Schienen. Pygidium und Unterseite ohne eingestreute runde Goldschüppchen. Breit, braun, Kopfschildseiten parallel, Vorderrand fein ausgerandet. Dicht und kräftig punktiert. Halsschildseiten nach vorn stärker als nach hinten verengt. Vorderecken spitz, Hinterklaue an der Spitze fein eingeschnitten. 8-9 mm. D: Isoliertes Vorkommen im südwestlichen Mitteleuropa, sonst Südosteuropa, nordwestlich bis in die Umgebung von Wien bis Krems.
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Abb. 23
christinae Baraud, 1967-Der mittlere Zahn der Vorderschienen zeigt nach vorne, parallel zum Apikalzahn. 5-7 mm. D: Frankreich, Spanien. Nach A. Smetana (2006, Catalogue of Palaearctic Coleoptera Vol.3) Synonym von hungarica.
#38
→ 39Pygidium und Unterseite mit runden oder ovalen Schuppen dicht besetzt, auf der Hinterbrust ziemlich dicht untermischt mit feinen, langen Haaren.
brunnescens Reitter, 1903🗺Coleoweb-Pygidium und Unterseite fein behaart, untermischt mit kleinen Schüppchen, die auf den Sterniten größer und dichter sind. Oberseite fein behaart, auf Pygidium und Bauch zwischen den feinen Haaren kleine oder größere (Bauch) ovale Goldschüppchen eingestreut. Dunkelbraun. Alle anderen Merkmale wie bei hungarica. 8 mm. D: Diese Art wurde nach einem ♂ aus Mitteleuropa beschrieben. Machatschke hält sie für ein stärker beschupptes ♂ von hungarica, dem die Quereindrücke (ein variables Merkmal!) fehlen.
#39
nigrina Reitter, 1885🗺ColeowebGrößer: 7-9,5 mm. ♂ schwarz mit dünnen dunklen Haaren. ♀ dunkelbraun mit hellen Beinen; Schuppen der Oberseite klein, goldgelb, an den Seiten des Halsschids rund und größer. Unterseite mit blaßgoldenen Schuppen, beim ♀ dichter. D: Albanien, Griechenland.
stenolepis Apfelbeck, 1912🗺Coleoweb-Kleiner: 5-6 mm. Beine bei beiden Geschlechtern schwarz. Die Schuppen der Oberseite etwas länger und dünner, gleichmäßig verteilt. Aedoeagus kleiner und schlanker. D: Albanien, Griechenland.
Enthaltene Taxaargentea attilioi auriventris bilineata bioscae brevipes brunnescens brunnipes caucasica chlorophana christinae ciscaucasica coerulea corallipes corniculata cylindrica dilutipes dubia fiorii fissa flavipes freyi golovjankoi graminicola herminiana hungarica mina minuta nigrina paganettii parvula philanthus pollinosa praticola pubicollis rossica stenolepis subnuda uniformis walterrossii zaitzevi
Erstellt am: 26.09.2015 · Letzte Aktualisierung: 04.12.2023 - 00:44:56
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