Gattung Macronychus Müll

ColeopteraElmidae
Von Arved Lompe (n. A.W. Steffan)
Diese Gattung ist durch die kurzen, nur 7-gliedrigen Fühler, die Skulptur der Oberseite und die sehr langen, kräftigen, an der Basis weit voneinander getrennten Beine von allen anderen Elminthinen so verschieden, daß sie jenen auch als eigene Tribus Macronychini gegenübergestellt wird Halsschild schmäler als die Flügeldecken, länger als breit; an den Seiten hinter der Mitte leicht gerundet erweitert, nach vorn stark verengt; an der Basis vor dem Schildchen ausgerandet und jederseits tief ausgebuchtet; mit spitzwinkligen Hinterecken und kurz vorspringenden spitzwinkligen Vorderecken, ohne Längsrippen, dafür in der hinteren Hälfte jederseits mit Beule oder Höcker. Flügeldecken langgestreckt, hinter der Mitte erweitert; der 3. Zwischenraum hinter der Basis etwas erhaben oder zu kräftigem Höcker erhöht, der 9. Zwischenraum auf ganzer Länge kielförmig. 1 Art in Europa, weitere im Osten Asiens.
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quadrituberculatus Müll., 1806Tarsenglied so lang wie die Schienen, Klauenglied so lang wie die übrigen 4 Glieder zusammen, gegen das Ende stark erweitert, Klauen sehr lang und kräftig [Abb. 1]. Fühler mit keulenförmig verdicktem Endglied, das länger als die 4 vorangehenden ist. Halsschild hinter der Mitte mit 2 großen beulenförmigen, oben behaarten Höckern, vor denselben mit seichter Querfurche [Abb. 2]. Auf den Flügeldecken jederseits der 3. Zwischenraum hinter der Basis zu einem kräftigen, länglichen, oben behaarten Höcker ausgebildet und der 9. Zwischenraum kielförmig erhaben, dazwischen in der vorderen Hälfte ziemlich flach, hinten leicht gewölbt. Schienen zur Spitze hin mit streifenartigem Haarbesatz. Genitalorgane [Abb. 3]; Parameren des Aedeagus sehr klein und reduziert. 2,8-3,3 mm. Früher verbreitet in Flüssen der Mittelgebirge und des Tieflandes in der ·Barben-Zone·, an untergetauchtem, faulendem Holz, in Stromschnellen, manchmal vergesellschaftet mit Potamophilus acuminatus und Stenelmis canaliculata; vor allem in Westeuropa, auch im hessisch-thüringischen Bergland und Mittelelbegebiet. Heute selten bis sehr selten: in Bayern noch mehrere rezente Nachweise, in Sachsen nur noch in der Neiße bei Muskau (1968) in Baden-Württemberg am Kaiserstuhl und in Österreich nur aus der Rabnitz (Burgenland) nachgewiesen.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
Erstellt am: 03.11.2013 · Letzte Aktualisierung: 03.11.2013 - 12:12:58
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