Gattung Neuraphes Thoms.

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Scydmaeninae
Von Arved Lompe (n. H. Franz)Literaturverzeichnis ⇒
Gemeinsam mit der Gattung Scydmoraphes innerhalb der Stenichnini durch die Form des Halsschilds gut gekennzeichnet. Dieser seitlich von der Basis bis gegen die Längsmitte scharf gerandet, mit scharfen Hinterecken, vorne meist seitlich stark nach abwärts gebogen, vor der Basis mit Grübchen oder einer Querfurche, die häufig von einem Längskiel durchsetzt wird. Kopf mit sehr kurzer, größtenteils vom Halsschild überdeckter Halspartie und sehr kurzen Schläfen. Flügeldecken oval, mit zwei nicht immer scharf getrennten, tomentierten Basalgrübchen; beim ♂ häufig mit gegen die Spitze furchenförmig vertiefter Naht und im Apikalbereich mit einem Grübchen, einem kleinen Höcker oder einer Gruppe mit feinen Haaren besetzter Punkte. Körper meist ziemlich gestreckt. Aedoeagus sehr einfach gebaut, ohne Parameren. Körperlänge 1,1-2,0 mm. Die Neuraphes-Arten leben in Waldstreu, Moos und humoser Erde, einige auch bei Ameisen. Zahlreiche weitere Arten im Süden Europas.
#1
→ 2Kopf beiderseits zwischen den Augen mit einem Grübchen. Untergattung Neuraphes s. str..
→ 11-Kopf zwischen den Augen ohne Grübchen. Untergattung Pararaphes.
#2
elongatulus (Müll.Kunze, 1822)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild ziemlich grob und dicht punktiert, sein Mittelkiel von der Basis weit nach vorne reichend. ♂ ohne sekundäre Geschlechtsauszeichnung. Braunschwarz, Extremitäten gelbrot. Aedoeagus [Abb. 1]. 1,4-1,5 mm. D: Nord- und Mitteleuropa.
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Abb. 1
→ 3-Halsschild glatt oder sehr fein und zerstreut punktiert, sein Mittelkiel nicht so weit nach vorne reichend. ♂ mit oder ohne sekundäre Geschlechtsauszeichnung.
#3
slovenicus Mach.🗺ColeowebFühler sehr langgestreckt, das 3., 4. und 6. Glied mehr als doppelt, das 5. fast dreimal so lang wie breit. Flügeldecken grob punktiert, lang abstehend behaart, beim ♂ vor der Spitze beiderseits der Naht mit einer Gruppe feiner Härchen. Aedoeagus beutelförmig, Präputium (ausstülpbarer Innensack des Penis) mit kurzem dreieckigem Apikalzahn [Abb. 2]. Braunschwarz, Extremitäten gelbrot. Körperlänge 1,6 mm. D: Karpatorußland.
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Abb. 2
→ 4-Fühler gedrungener gebaut, ihre mittleren Glieder nie doppelt so lang wie breit.
#4
angulatus (Müll.Kunze, 1822)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild seitlich unter dem Seitenrand dicht und lang behaart, die Haare nach oben gebogen [Abb. 3]. Schwarzbraun, Extremitäten gelbrot [Abb. 4]. Aedoeagus [Abb. 5] [Abb. 6]. Große Art, 1,7-1,8 mm. D: Nord- und Mitteleuropa.
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 5-Halsschild seitlich ohne auffällig lange Behaarung.
#5
pinkeri Franz🗺ColeowebGroße Art: 1,8-1,85 mm. Schwarzbraun, die Extremitäten rotbraun, fein anliegend behaart. Kopf mit sehr großen Interoculargruben, der Zwischenraum zwischen diesen schmal, an der engsten Stelle kielförmig. Fühler mit sehr undeutlich abgesetzter 5-gliedriger Keule. ♂ unbekannt. D: Monte Viso.
→ 6-Kleinere Arten, unter 1,4 mm, wenn größer (bis 1,6 mm), dann Zwischenraum zwischen den Interoculargruben so breit wie der Durchmesser eines Grübchens.
#6
→ 7Flügeldecken des ♂ vor der Spitze mit einer besonderen Auszeichnung.
→ 8-Flügeldecken des ♂ vor der Spitze ohne besondere Auszeichnung.
#7
carinatoides Reitter, 1909Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken des ♂ vor der Spitze an der Naht leicht furchenförmig eingedrückt, zu beiden Seiten leicht wulstförmig erhoben und knapp vor der Spitze mit einem rundlichen, von hinten eingestochenen Grübchen versehen [Abb. 7]. Kastanienbraun, die Extremitäten gelbrot. Aedoeagus [Abb. 8] [Abb. 9]. 1,2-1,4 mm. D: West- und Mitteleuropa. (=carinatus auct., FHL)
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
carinatus (Muls., 1861)🗺Coleoweb-Flügeldecken des ♂ vor der Spitze beiderseits der Naht mit einer Gruppe dicht stehender Punkte, in denen feine Härchen inserieren. Körper pechschwarz, Extremitäten rotgelb. Dem elongatulus ähnlich, aber kleiner (1,3-1,4 mm). Fühler gedrungener gebaut, ihre mittleren Glieder nicht länger als breit. Halsschild nicht punktiert, vor der Mitte kaum erweitert, die Oberseite des Körpers chagriniert, nur schwach glänzend, Flügeldecken lang und schräg abstehend behaart. Aedoeagus annähernd beutelförmig, mit einer langen, doppelt S-förmigen und einer kurzen, sichelförmig geschwungenen Chitinleiste [Abb. 10]. D: Deutschland, Tschechoslowakei, Österreich, Trento. Eine sehr seltene Art. (=besucheti Franz) (=imitator Blattny)
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Abb. 10
#8
rubicundus (Schaum, 1841)Fundmeldungen🗺ColeowebInteroculargrübchen viel weiter voneinander getrennt als der Durchmesser eines Grübchens, an ihrem Innenrand mit einem deutlichen kleinen Höcker; die Grübchen klein, halb so groß wie der Augendurchmesser, am Hinterrand der Augen gelegen [Abb. 11]. Fühler schlank, die vorletzten Glieder nur wenig breiter als lang. Rostrot, die Extremitäten nur wenig heller gefärbt [Abb. 12]. 1,45-1,60 mm. ♂: Aedoeagus beutelförmig, distal wenig erweitert, in seinem Inneren im distalen Viertel einige stumpfe Chitinzähne und eine annähernd ovale, im basalen Drittel perforierte Chitinplatte [Abb. 13] [Abb. 14]. ♀: Spermatheka [Abb. 15]. D: West- und Mitteleuropa.
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
→ 9-Interoculargrübchen nicht weiter voneinander entfernt als der Durchmesser eines Grübchens, am Innenrand ohne deutliches Höckerchen. Fühler gedrungen gebaut, die vorletzten Glieder viel breiter als lang.
#9
Pechschwarz mit rötlichgelben Extremitäten, Flügeldecken lang und schräg abstehend behaart. 1,4 mm. Aedoeagus annähernd beutelförmig, mit einer langen, doppelt S-förmigen und einer kurzen, sichelförmig geschwungenen Chitinleiste [Abb. 10]. B: Bei Formica spec. (rufa-Gruppe). D: Tessin und Gardasee. Siehe carinatus LZ >>>7 Anmerkung: Der Franz unbekannte elongatulus var. glabricollis Mach. soll einen fast unpunktierten Halsschild haben, so daß man bei Bestimmung solcher Stücke hierher gelangen könnte. Von carinatus muß sich var. glabricollis durch bedeutendere Größe und gestrecktere Fühler unterscheiden. Glied 3-6 sind bei carinatus annähernd quadratisch, bei elongatulus beträchtlich länger als breit.
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Abb. 10
→ 10-Rotbraune, selten pechbraune Arten, im letzteren Falle kleiner (1,2-1,4 mm). Feiner und mehr anliegend behaart. Aedoeagus anders geformt.
#10
ruthenus Mach., 1925Fundmeldungen🗺ColeowebSchlankere, dem rubicundus ähnliche Art von rotbrauner Farbe, aber die Interoculargrübchen fast so groß wie der Augendurchmesser [Abb. 16]. 1,35 mm. Aedoeagus beutelförmig, distal stark erweitert [Abb. 17] [Abb. 18] [Abb. 19]. D: Deutschland, Slowakei, Karpatorußland.
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
talparum Lokay, 1920Fundmeldungen🗺Coleoweb-Gedrungener gebaute Art von gelbbrauner bis schwarzbrauner Färbung. 1,2-1,4 mm. Aedoeagus spitz eiförmig, nach oben gekrümmt [Abb. 20]. D: Nord- und Mitteleuropa.
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Abb. 20
#11
capellae Reitt.🗺ColeowebFlügeldecken des ♂ vor der Spitze ohne besondere Auszeichnung. Kopf ± deutlich punktiert, gleichförmig flach gewölbt. Halsschild länger als breit, Flügeldecken ziemlich stark gewölbt. Körper rotbraun, 1,4-1,5 mm. Aedoeagus [Abb. 21]. D: Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Krain, Kroatien, Trento.
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Abb. 21
→ 12-Flügeldecken des ♂ vor der Spitze mit verschiedenen Auszeichnungen.
#12
plicicollis Rtt., 1879Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken des ♂ apikal mit einer Gruppe von kürzeren, dicht gestellten Härchen, die sich ziemlich weit vor der Spitze und seitlich der Naht befinden. Augen groß, seitlich stark vorstehend, Halsschild länger als breit, seine Scheibe stark gewölbt, glatt. Flügeldecken breit eiförmig, mit langer, hoch erhobener Humeralfalte, grob punktiert, lang und schräg abstehend behaart. Rostrot. 1,3 mm. Aedoeagus beutelförmig mit verkehrt C-förmiger Chitinversteifung, die sich an beiden Enden in der Richtung des C in einem flachen Bogen fortsetzt [Abb. 22]. D: Nord- und Mitteleuropa, Balkanhalbinsel.
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Abb. 22
→ 13-Flügeldecken des ♂ an der Naht gegen die Spitze der Länge nach ± deutlich eingedrückt, beiderseits des Eindruckes wulst- oder kielartig erhoben. Vor der Spitze neben der Naht mit einem Grübchen oder einer höckerartigen Erhebung.
#13
coronatus Sahlb., 1881Fundmeldungen🗺ColeowebHinterrand des Scheitels in der Mitte in beiden Geschlechtern zu einem dreieckigen Horn erhoben, vor diesem zwischen den Fühlerhöckern flach eingesenkt [Abb. 23]. Schwarzbraun, die Extremitäten rotbraun, ziemlich anliegend behaart. Aedoeagus [Abb. 24] [Abb. 25]. 1,6-1,7 mm. D: Boreomontan verbreitet, einerseits aus Fennoskandien, andererseits aus der Auvergne, den Alpen, dem Schwarzwald, Böhmerwald, Harz, den Sudeten, Karpaten und Gebirgen Bosniens bekannt.
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
toumayeffi Besuchet🗺Coleoweb-Wie der vorige, aber Kopf stärker eingesenkt, dahinter mit einer großen, dreieckigen, an ihrer Spitze abgerundeten Lamelle. Heller gefärbt und Augen deutlich kleiner als bei coronatus. Aedoeagus [Abb. 26]. D: Schweiz.
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Abb. 26
→ 14-Hinterrand des Scheitels anders gebildet.
#14
frigidus Holdh.🗺Coleoweb austriacus Mach.Hinterrand des Scheitels zu einer scharfen, an den Vorderrand des Halsschilds anschließenden Leiste erhoben. Kopf zwischen dieser und den Fühlerhöckern plan, körnig punktiert. Mittlere Fühlerglieder wenig länger als breit. Aedoeagus [Abb. 27]). Braunschwarz, Extremitäten braunrot. 1,45-1,55 mm. D: Ostalpen. Stammform. Mittlere Fühlerglieder deutlich länger als breit. Aedoeagus [Abb. 28]). Sonst wie die Stammform. D: Ostalpen. frigidus ssp.
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Abb. 27
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Abb. 28
→ 15-Scheitel mit einem Kielchen oder ohne Erhabenheit.
#15
→ 16Scheitel mit einem Längskiel.
→ 17-Scheitel ohne Erhabenheit.
#16
caviceps Croiss.🗺ColeowebScheitel mit einem hohen und scharfen, nach hinten ansteigenden Kiel, beiderseits desselben eben, glatt und stark glänzend. Halsschild punktiert (f. typ.) oder glatt (a. laminatus Gglb.). Aedoeagus dorsalwärts gekrümmt [Abb. 29]. Rostrot. 1,6-1,7 mm. D: Südalpen von den Karawanken bis zu den Alpes Maritimes, Kroatien (Agram).
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Abb. 29
weiratheri Mach.🗺Coleoweb-Scheitel mit einem flachen, fast nur wulstartigen Kiel, vorne beiderseits desselben mit seichter Grube. Halsschild und Flügeldecken kräftig punktiert. Aedoeagus gerade, ein nach vorn konisch verengtes Rohr bildend [Abb. 30]. Pechschwarz, Extremitäten rotbraun. 1,6-1,7 mm. D: Steirische und Nordtiroler Alpen.
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Abb. 30
#17
→ 18Scheitel am Hinterrand in der Längsmitte mit einem breit-dreieckigen Eindruck.
→ 19-Scheitel ohne oder nur mit einem undeutlichen Eindruck.
#18
semicastaneus Reitt.🗺ColeowebHalsschild kräftig und grob punktiert. Rotbraun gefärbt. Kleinere Art von 1,6-1,7 mm. Aedoeagus gerade, langgestreckt, Penisspitze am Hinterrand beiderseits im Bogen tief ausgeschnitten [Abb. 31]. D: Kärnten, Venezianer Alpen, Piemont, Toskana.
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Abb. 31
planiceps Reitt.🗺Coleoweb-Halsschild ziemlich fein zerstreut punktiert. Kastanienbraun gefärbte, größere Art, 2,0 mm. Aedoeagus gedrungener gebaut [Abb. 32]. D: Westalpen, Apennin, südwärts bis Kalabrien.
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Abb. 32
#19
praeteritus Rye, 1872Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild vor der Basis ohne Mittelkiel, der die Querdepression vor der Basis unterbricht [Abb. 33]. Kastanienbraun, Extremitäten rötlichgelb. Aedoeagus gedrungen gebaut, nur um etwa ein Drittel länger als breit [Abb. 34] [Abb. 35]. 1,3-1,35 mm (f. typ.) oder nur 1,2-1,25 mm (a. bohemicus Mach.). D: West- und Mitteleuropa.
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Abb. 33
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Abb. 34
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Abb. 35
→ 20-Halsschild vor der Basis in der Längsmitte mit einem deutlichen Mittelkiel oder einer Längsfalte, die die Querdepression vor seiner Basis unterbricht.
#20
parallelus (Chaud.)🗺ColeowebDie ganze Oberseite netzmaschig skulptiert (50-fache Vergrößerungl). Körper flach, Halsschild nur flach gewölbt. Flügeldecken des ♂ mit furchig vertiefter Naht und an der Spitze neben der Naht mit großem, den Flügeldeckenhinterrand erreichenden Grübchen, dieses mit einem Kranz gegen die Grube gekrümmter Haare umstellt. Aedoeagus in der Anlage trapezförmig, nach hinten erweitert, der Apex in eine kurze, abgerundete Spitze ausgezogen [Abb. 36]. D: Mähren, Slowakei, Õsterreich, Deutschland.
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Abb. 36
→ 21-Oberseite glatt, stark glänzend. Halsschild stärker gewölbt. Flügeldecken des ♂ mit meist weniger deutlich furchig vertiefter Naht und kleineren, die Spitze nicht erreichenden Grübchen.
#21
→ 22Größere und breitere Arten von mehr als 1,4 mm. Halsschild so lang wie breit oder wenig länger als breit.
→ 26-Kleinere und schlankere Arten von unter 1,3 mm. Halsschild wesentlich länger als breit.
#22
pechlaneri Mach.🗺ColeowebGrößere Art von 1,9-2,0 mm. Pechschwarz bis pechbraun, Extremitäten rotgelb, Oberseite ziemlich kurz und anliegend behaart. Scheitel fein, körnig punktiert, etwas uneben. Mittelkiel des Halsschilds weit über die Querdepression nach vorne reichend. Flügeldecken des ♂ beiderseits vor der Spitze nur mit einem kleinen Höckerchen. Aedoeagus distal glockenförmig erweitert, nach oben gebogen, Präputium mit langem, geradem, in der Mitte in flachem Bogen eingeschnürtem, hinten breitem, im Bogen abgerundetem Chitinzahn [Abb. 37]. D: Monte Pari (Trento).
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Abb. 37
→ 23-Kleinere Arten unter 1,6 mm, rotbraun bis gelbbraun gefärbt. Scheitel stets glatt und glänzend.. Flügeldecken des ♂ vor der Spitze mit einem deutlichen Grübchen.
#23
→ 24Grübchen an der Spitze der Flügeldecken des ♂ oval, den Flügeldeckenrand erreichend.
→ 25-Grübchen an der Spitze der Flügeldecken des ♂ rund, den Flügeldeckenhinterrand nicht erreichend.
#24
styriacus Franz🗺ColeowebGrößer (1,55-1,6 mm), gestreckter, dichter und abstehender behaart. Die Grube an der Spitze der Flügeldecken des ♂ außen und hinten mit hoch erhobenem, vorne und innen mit ebenem Rand, um diesen ein Kranz feiner, gerader Härchen. Penisspitze stumpfwinkelig-dreieckig [Abb. 38]. D: Steiermark.
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Abb. 38
emonae Reitt.🗺Coleoweb-Kleiner (1,4 mm), gedrungener gebaut, weniger dicht und nicht so steil abstehend behaart. Die Grube an der Spitze der Flügeldecken des ♂ allseits scharf umrandet, mit einem Kranz gegen die Grube eingekrümmter Haare umstellt. Penisspitze in flachem Bogen abgestutzt [Abb. 39]. D: Krain (Laibach).
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Abb. 39
#25
strupii Mach.🗺ColeowebRostrot, das Mittelkielchen des Halsschilds stumpf, die Basis nicht erreichend. Flügeldecken etwas abstehend behaart. Aedoeagus kaum länger als breit, nach hinten stark erweitert [Abb. 40]. D: Kroatien, Kärnten, Trento, Schweiz (Tessin). (=ornatus Gglb. nec Reitt.)
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Abb. 40
cassoviensis Mach.🗺Coleoweb-Schwarzbraun bis pechbraun, das Mittelkielchen des Halsschilds scharf, bis zur Basis reichend. Flügeldecken anliegend behaart. Aedoeagus doppelt so lang wie breit, nach hinten nur schwach erweitert [Abb. 41]. 1,6 mm. D: Ostkarpaten, Ungarn, Dalmatien, Bulgarien.
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Abb. 41
#26
klickai Mach.🗺ColeowebFühler gedrungen gebaut, ihr 7. Glied deutlich, die folgenden stark quer. Kleine Art von 1,1-1,2 mm. Hell rotgelb gefärbt. Aedoeagus [Abb. 42]. D: Böhmen, Tirol.
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Abb. 42
→ 27-Fühler gestreckter, ihr 7. Glied kugelig, die folgenden nicht so stark quer.
#27
→ 28Kastanienbraun gefärbte Arten.
→ 29-Gelbrot gefärbte Arten.
#28
knabli Mach.🗺ColeowebKörperlänge 1,22 mm. Kopf viel breiter als lang, mäßig dicht und fein punktiert, Augen groß, Schläfen kürzer als der Augendurchmesser, Halsschild nur um die Hälfte länger als breit. Aedoeagus länglich tütenförmig, mit kurzem, distal erweitertem, am Ende abgestutztem Apikalzahn. B: Hochalpin. D: Nordtirol, Südschweiz und im französischen Jura.
indigena Hölzel🗺Coleoweb-Körperlänge 1,15 mm. Kopf fast so lang wie breit, glatt, nur die Stirn mit 2 nach vorne divergierenden Längseindrücken. Augen sehr klein, beim ♂ aus 5, beim ♀ nur aus 1 Facette bestehend, Länge der Schläfen ein Vielfaches des Augendurchmessers betragend, Halsschild um die Hälfte länger als breit. D: Südhang der Koralpe in 1400 m Höhe.
#29
coecus Reitt.🗺ColeowebEtwas größer, 1,2-1,3 mm. Augen beim ♂ klein und flach, beim ♀ fehlend. Kopf so lang wie breit, die Schläfen lang, nach hinten schwach verengt. Fühler gestreckter, 2. Glied fast so lang wie die 3 folgenden zusammengenommen, 8. Glied fast so lang wie breit. Aedoeagus ventral [Abb. 43]. D: Alpen von Niederösterreich, Südsteiermark, Südkärnten, Trento. (=holdhausi Blattny)
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Abb. 43
schwarzenbergi Blattny-Etwas kleiner, 1,1-1,2 mm. Augen groß, in beiden Geschlechtern stark vorgewölbt. Kopf viel breiter als lang, Schläfen kurz, nach hinten stark konvergierend. Fühler gedrungener gebaut, 2. Glied nicht viel länger als die beiden folgenden zusammengenommen, 8. Glied deutlich breiter als lang. Aedoeagus lateral [Abb. 44]. D: Böhmen, Niederösterreich, Salzburg (Kaprunertal), Krain, Velebit. coecus Anmerkung: Nach Machulka gibt es zwischen coecus und schwarzenbergi hinsichtlich der Größe der Augen Zwischenformen. Im Bau des Aedoeagus stimmen beide Formen überein. . ssp.
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Abb. 44
Enthaltene Taxaangulatus austriacus capellae carinatoides carinatus cassoviensis caviceps coecus coronatus elongatulus emonae frigidus indigena klickai knabli parallelus pechlaneri pinkeri planiceps plicicollis praeteritus rubicundus ruthenus schwarzenbergi semicastaneus slovenicus strupii styriacus talparum toumayeffi weiratheri
Literaturverzeichnis
Machulka (1931): Casopis, Ceskosl. Spol. Ent. 28:73 ff
Machulka (1938): Casopis, Ceskosl. Spol. Ent. 35:106 ff
Hölzel (1956): Nachrichtenbl. Bayer. Ent. 5:52 ff
Franz, H. (1961): Eos 37:415 ff
Franz, H. & Besuchet, C. (1971): Scydmaenidae in: Käfer Mitteleuropas, Hrsg. Freude, Harde, Lohse, 3:271, Goecke & Evers, Krefeld, >>>"F:\taxa\coleo\scans\_FHL-03.tif"
Erstellt am: 12.06.2013 · Letzte Aktualisierung: 13.08.2024 - 20:09:32
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