Untergattung Ocydromus Clairville 1806 (= Perigonium De Monte 1947; = Synechoperyphus Netolitzky 1943)

CarabidaeTrechinaeBembidiiniBembidion
Von Arved Lompe (n. G. Müller-Motzfeld)
Siehe auch >>>Peryphus sensu Müller
Siehe auch >>>Nepha sensu Müller
Einschließlich Peryphiolus Jeannel 1941; Peryphus Stephens 1829; Peryphanes Jeannel 1941; Euperyphus Jeannel 1941; Asioperyphus Vysoky 1986; Ocyturanes Müller-Motzfeld, 1986.
Diese Untergattungen sind nach äußeren Merkmalen nicht eindeutig abzugrenzen. Sie wurden daher in einer gemeinsamen Artentabeile zusammengefaßt; bei jeder Art ist die Untergattung vermerkt, zu der sie gehört.
#1
→ 2Flügeldecken einfarbig schwarz mit grünem oder blauem Metallschimmer, Spitze der Flügeldecken oft unscharf aufgehellt
→ 12-Flügeldecken mit hellen, ± scharf umrandeten größeren Flecken, ganz oder ausgedehnt hell oder mit dunkler Zeichnung auf hellem Grund
#2
→ 3Auch in der Mitte des Halsschildes ist die Mikroskulptur deutlich, Mikroskulptur der Flügeldecken aus feinen Querlinien gebildet
→ 4-Halsschildmitte glatt, glänzend, die Mikroskulptur dort stark unterdrückt, Mikroskulptur der Flügeldecken in deutliche Netzmaschen auflösbar oder ganz fehlend
#3
decorum (Zenk., 1801)Kopf am Hinterende der Stirnfurchen mit einer Gruppe deutlicher Punkte, Hinterwinkelfältchen des Halsschildes reduziert, Stirnmitte ± glatt, ohne Mikroskulptur. Habitus [Abb. 1] Aedoeagus [Abb. 2]. Größer: 5,5-6 mm. Montan bis subalpin, Nordafrika, West-, Südost-, Mitteleuropa; in Südeuropa, Kleinasien, Kaukasus und Mittelasien durch andere Rassen vertreten; bevorzugt Uferschotter. (Ocydromus)
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Abb. 1
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Abb. 2
monticola Sturm, 1825-Kopf unpunktiert, aber auch in der Stirnmitte mit deutlichen Netzmaschen besetzt, Hinterwinkelfältchen scharf. Habitus [Abb. 3]. Aedoeagus [Abb. 4]. Kleiner: 4,5-5,5 mm; montan, West-, Mittel- und südliches Nordeuropa, östlich bis Südfinnland und Kaukasus; schattige Fluß- und Bachufer (Peryphiolus)
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Abb. 3
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Abb. 4
#4
fulvipes Sturm, 1827Seitenrand der Flügeldecken an der Schulter mit mehr als 4 Borstenpunkten. Halsschild sehr schlank, Halsschildbasis nach hinten leicht konvex gerundet, Hinterwinkel seitlich etwas nach vorn gerückt. Habitus [Abb. 5]. Groß: 6,5-7,5 mm; montan in den Alpen, Sudeten, Karpaten; nicht häufig (Euperyphus)
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Abb. 5
→ 5-Seitenrand der Flügeldecken an der Schulter nur mit 4 Borstenpunkten, Halsschild stets viel breiter als lang, Basis gerade abgestutzt, Hinterwinkel des Halsschildes einen + rechten Winkel bildend, kleiner: 3-6,5 mm
#5
→ 6Flügeldecken ohne Mikroskulptur, vollkommen glatt, selten sind an der äußersten Spitze der Flügeldecken einige Maschen erkennbar, Schenkelbasis und Fühler ab 2. oder 3. Glied geschwärzt
→ 7-Flügeldecken zumindest am Hinterende mit deutlicher Mikroskulptur, wenn ausnahmsweise ganz glatt, dann Fühlerbasis ausgedehnter aufgehellt und Beine ganz gelb
#6
dalmatinum Dej.Größer: 5-6,2 mm, etwas breiter, Fühler ab 3. Basalglied geschwärzt, Punkte der Flügeldeckenstreifen etwas feiner. Habitus [Abb. 6]. Südosteuropa, Kleinasien, Kaukasus, in Mitteleuropa nur in Tschechien und Osterreich. (Peryphanes)
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Abb. 6
latinum Net., 1911-Kleiner: 4,5-6 mm, schlanker, Fühler ab 2. Basalglied geschwärzt, Punkte der Flügeldeckenstreifen gröber. Habitus [Abb. 7]. Westeuropa, Italien, Istrien, im südwestlichen Mitteleuropa (bei Schaffhausen). (Peryphanes) dalmatinum ssp.
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Abb. 7
#7
balcanicum Apfelb.Fühler meist schon vom ersten Glied an geschwärzt, Seiten der Flügeldecken ± parallel, Punktstreifen stärker punktiert, Oberseite schwarz mit blauem Metallschimmer, Schenkel ausgedehnt geschwärzt, Basalgruben des Halsschildes tief. Mit aufgehellter Schenkelspitze und hellem 1. Fühlerglied die f. basirufum Holdhaus, 1910. Habitus [Abb. 8]. Klein: 3-4,5 mm; Südosteuropa, in Mitteleuropa? (Kärnten, Osttirol) (Ocyturanes)
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Abb. 8
→ 8-An den Fühlern mindestens das 1. Glied vollkommen hell, Metallschein der Oberseite mehr grünlich, Basalgruben des Halsschildes flacher. Wenn Schenkel ähnlich ausgedehnt geschwärzt, dann Tiere größer (4-5,3 mm).
#8
→ 9Taster und zum Teil die Mittelschenkel an der Basis ausgedehnt geschwärzt, Fühler ab 3. Glied geschwärzt, Augen stärker vorgewölbt, ihr Hinterrand vom Kopf steil abgesetzt, ohne Schläfen.
→ 10-Beine und Taster ganz hell, höchstens die Schenkelbasis etwas getrübt, Fühler frühestens ab 4. Glied geschwärzt, Augen flacher, ihr Hinterrand nicht senkrecht vom Kopf abgesetzt, sondern mit diesem durch kurze, in Aufsicht ± schräg verlaufende Schläfen verbunden
#9
incognitum Müll., 1931Mikroskulptur der Flügeldecken überall deutlich, Schenkel, Taster und Fühler stark und ausgedehnt verdunkelt, Halsschildhinterwinkel stärker abgesetzt, von deletum nur durch Genitalpräparation sicher zu trennen. Habitus [Abb. 9]. 4-5 mm. Montan bis hochalpin in den Alpen und Südkarpaten. (incert. subgen.)
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Abb. 9
-Mikroskulptur der Flügeldecken zumindest in der Mitte stärker unterdrückt. Taster, Fühler und Beine stärker aufgehellt. Habitus [Abb. 10]. 4-5,3 mm. Europa, Nordafrika, Kaukasus, Kleinasien, im Flachland nur lokal und selten, Lehm- und Tonböden. (nitidulum (Marsham, 1802) nec (Schrank, 1781)) (Peryphanes) ...deletum Serv., 1821
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Abb. 10
#10
stephensii (Crotch, 1866)Groß: 5-6,5 mm, Flügeldeckenspitze oft rötlich durchscheinend, Schultern etwas abgeflacht, Flügeldecken überall mit sehr feinen, quergestreckten Maschen besetzt, Beine hell rötlichbraun, Schenkelmitte oft getrübt. Habitus [Abb. 11]. Nord-, Mittel-, Südost- und nördliches Südeuropa, nach Süden seltener, bevorzugt feuchte Lehm- und Tonböden. (Peryphanes)
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Abb. 11
→ 11-Kleiner als 4,5 mm, Taster und Beine gelbbraun, Mikroskulptur der Flügeldecken aus weniger quergestreckten Maschen, undeutlicher oder ungleichmäßig verteilt
#11
brunnicorne Dej.Halsschildseiten zur Basis weniger verengt, Augen gewölbter. Mit milleri oft verwechselt, auch im Genital der Männchen keine tiefgreifenden Unterschiede. Habitus [Abb. 12]. 4-4,5 mm. Genaue Verbreitung ungeklärt; Südosteuropa. (Peryphanes)
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Abb. 12
milleri Duval, 1851-Halsschildseiten zur Basis stärker verengt, Augen flacher. Habitus [Abb. 13]. 4-4,5 mm. Südliches Mitteleuropa, Südosteuropa, in Ton- und Lehmgruben. (Peryphanes)
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Abb. 13
milleri Duval, 1851-Mikroskuiptur überall auf den Flügeldecken gleichmäßig, entweder deutlich oder stark unterdrückt bis glatt, Augen größer; südliches Mitteleuropa nordöstlich bis Thüringen. ssp.
carpathicum Müller, 1918-Mikroskulptur auf die Hinterhälfte der Flügeldecken beschränkt, Augen kleiner; Zittauer Gebirge, Böhmisch-Schlesisches Bergland. (kulti Fass.) ssp.
#12
→ 13Flügeldecken auf der Vorderhälfte ohne deutliche Aufhellung, nur auf der Hinterhälfte der Flügeldecken mit ± scharf abgegrenzten hellen Makeln oder diese zu einer gemeinsamen Apikal-Lunula oder einer bandförmigen Zeichnung vereint
→ 16-Flügeldecken mit Schulter- und Spitzenmakeln oder mit dunkler Zeichnung auf hellem Grund, ganz hell oder mit heller Vorderhälfte
#13
→ 14Kopf am Hinterende der Stirnfurchen mit einer Gruppe ± scharfer Punkte, diese teilweise bogenförmig vom Scheitel abgesetzt; Halsschild schlanker, gewölbter, ohne Mikroskulptur
→ 15-Kopf ohne deutliche Punktierung, Halsschild breiter und mit deutlich erkennbarer Mikroskulptur
#14
transsylvanicum BielzKörper stärker zylindrisch gewölbt, Halsschild und Flügeldecken ohne Mikroskulptur, Flügeldeckenstreifen sehr grob punktiert, die Apikalmakeln weit vor der Spitze liegend und oft von dunklerem Hof umgeben, Oberseite mit grünlichem Metallschimmer, habituell dem Subgenus Synechostictus ähnelnd. Habitus [Abb. 14]. 4-5 mm. Südkarpaten, Kroatien. (Ocydromus)
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Abb. 14
modestum (F., 1801)-Körper etwas flacher, Mikroskulptur der Flügeldecken aus feinsten Querriefen gebildet, Oberseite blauschwarz, im hinteren Drittel der Flügeldecken mit unregelmäßigem roten Querband. Habitus [Abb. 15]. Aedoeagus [Abb. 16]. 4-5 mm. Montan von den Pyrenäen bis zum Balkan, in Mitteleuropa nach Süden und Osten häufiger. (Ocydromus)
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Abb. 15
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Abb. 16
#15
lunatum (Duftschmid, 1812)Flügeldeckenspitze mit gemeinschaftlicher heller, halbmondförmiger Makel, Flügeldeckenstreifen vorn gröber punktiert und nach hinten erlöschend; Halsschild massiger, mit scharfem Hinterwinkelfältchen. Habitus [Abb. 17]. 5,5-6,5 mm. Von Nord- und Mitteleuropa bis Sibirien, im nördlichen Mitteleuropa nur sehr lokal, unter der Vegetation frisch umgelagerter Sedimente. (Asioperyphus)
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Abb. 17
terminale Heer, 1841-Flügeldecken mit getrennten, ± scharf umgrenzten Apikalmakeln, Flügeldeckenstreifen feiner punktiert, aber tiefer eingegraben und weiter nach hinten reichend; Halsschild schlanker, flacher, mit reduziertem Hinterwinkelfältchen. Habitus [Abb. 18]. 5,5-6,5 mm. Montan; Alpen, Kaukasus. (Peryphus)
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Abb. 18
#16
Flügeldecken mit unscharf begrenzter heller Vorderhälfte, hinten schwarz mit metallischem Schimmer, Schenkel ± geschwärzt, Fühlerbasis rotbraun; Seitenrand der Flügeldecken an der Schulter mit mehr als 4 Borstenpunkten. Habitus [Abb. 19]. Groß: 7-9 mm. Montan an Gebirgsflüssen in den Pyrenäen, Alpen, Nordapennin und Karawanken, selten (Euperyphus) ...eques Sturm, 1825
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Abb. 19
→ 17-Flügeldecken anders gefärbt, Seitenrand an der Schulter nur mit 4 Borstenpunkten; kleiner: <6,5 mm
#17
saxatile Gyll., 1827Kopf am Hinterende der Stirnfurchen mit einer Gruppe deutlicher Punkte, Flügeldeckenstreifen auch am Hinterende tief eingegraben, Seitenrandkehle des Halsschildes relativ breit, Flügeldecken braunschwarz mit großer, unscharf begrenzter Schultermakel und kleiner, runder Apikalmakel, beziehungsweise mit verwaschener Kreuzzeichnung, Kopf und Halsschild mit Metallschimmer, Flügeldeckenmikroskulptur aus feinen Querlinien gebildet. Habitus [Abb. 20]. 4-5 mm. Nord-, Mittel-, Osteuropa, im Kaukasus, in Mittelasien und Sibirien durch andere Rassen ersetzt, in Mitteleuropa an Meeresküsten (? Kalkbindung), im Binnenland sehr lokal (Chiemsee, Salzburg). (Ocydromus)
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Abb. 20
→ 18-Kopf ohne deutliche Punktierung, Flügeldeckenstreifen hinten erlöschend, nur Naht- und Spitzenstreif tiefer eingeprägt
#18
obscurellum (Motsch.)< 5 mm und die Mikroskulptur der Flügeldecken beider Geschlechter (Vorsicht bei ♀ des viel größeren B. maritimum, siehe unten) aus gröberen, fast isodiametrischen Maschen gebildet, Kopf und Halsschild schwarz mit Metallschimmer; Flügeldecken hellgelb mit ankerförmiger, dunkler Zeichnung und dunklem Seitenrand [Abb. 21]. Aedoeagus [Abb. 22]. 4,5-5 mm. Osteuropa, Mittelasien, Sibirien, Nordamerika, Vorposten-Vorkommen in Dänemark und Südschweden. (Peryphus)
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Abb. 21
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Abb. 22
→ 19-Mikroskulptur der Flügeldecken aus stärker quergestreckten Maschen oder feinen Querriefen; wenn mit gröberen Netzmaschen (♀ von B. maritimum), dann größer: 5-5,5 mm
#19
→ 20Halsschild schlanker, seine Basis meist deutlich konvex gebogen, so daß die Hinterwinkel etwas schräg stehen, Halsschildseitenrandkehle sehr schmal, bei senkrechter Betrachtung von oben an den Vorderwinkeln verschwindend
→ 22-Halsschild breiter, mit breiter Seitenrandkehle, diese an den Vorderwinkeln verschmälert, aber nicht verschwindend, Halsschildbasis gerade abgestutzt.
#20
fluviatile Dej., 1831Halsschild sehr schlank und stark gewölbt [Abb. 23], ohne Mikroskulptur, in den Hinterwinkeln ist ein kurzes Fältchen deutlich erkennbar; alle Flügeldeckenstreifen (auch der 7.) mit gröberer Punktierung, Flügeldecken mit gut kontrastierter dunkler Kreuzzeichnung auf hellem Grund [Abb. 24]. Aedoeagus [Abb. 25]. 5,5-6 mm. West-, Mittel-, Südeuropa, an lehmigen Ufern, sehr lokal. (Peryphus)
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
→ 21-Halsschild weniger schlank, flacher, wenigstens am Rand mit deutlicher Mikroskulptur, Hinterwinkelfältchen stark reduziert oder ganz fehlend; Flügeldeckenstreifen feiner punktiert, der 7. oft völlig reduziert
#21
→ 21aTaster stärker verdunkelt, Schenkelbasis geschwärzt, Kreuzzeichnung der Flügeldecken stärker kontrastiert, 7. Flügeldeckenstreifen stets deutlich, kaum schwächer als der 6.; 4,5-5,2 mm; vom südlichen Westeuropa bis Südosteuropa
testaceum (Duft., 1812)-Taster höchstens an der Spitze verdunkelt, Beine einfarbig hell rotbraun, Flügeldecken mit sehr verwaschener, kreuz- oder ankerförmiger, dunkler Zeichnung auf rostfarbenem Grund, der Hinterrand der Zeichnung besser vom helleren Untergrund abgesetzt als der Vorderrand, 7. Flügeldeckenstreifen stark reduziert oder ganz erloschen. Habitus [Abb. 26]. Aedoeagus [Abb. 27]. 4,5-5,5 mm. Montan in West-, Mittel- und Südeuropa, im Flachland von Mitteleuropa nur alte Funde. #21a Apikalmakeln völlig reduziert; 4,5 5,2 mm; vom südlichen Westeuropa bis Südosteuropa; Nominatrasse. (Peryphus) ...scapulare Dej., 1831 (Peryphus)
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Abb. 26
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Abb. 27
oblongum Dejean 1831-Flügeldecken mit stark kontrastierter heller Vierfleckung, bzw. mit dunkler Kreuzzeichnung und dunklem Seitenrand, Balkan, Norditalien. ssp.
tergluense Netolitzky, 1918-Flügeldeckenzeichnung weniger kontrastiert, verwaschener, Halsschild schmaler und schlanker, Tiere im Osten kleiner; Kärnten, Ostalpen, Bayern, Tirol. ssp.
lomnickii Netolitzky 1918-Habitus [Abb. 28]. Flügeldeckenzeichnung ebenfalls verwaschen, aber Halsschild breiter und kürzer, Flügeldeckenstreifen stärker punktiert, Zwischenräume gewölbter. Entlang der Karpaten von Polen bis Rumänien. ssp.
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Abb. 28
#22
bruxellense Wesm., 1835Mikroskulptur der Flügeldecken aus feinsten Querriefen gebildet, die bei 50-facher Vergrößerung nicht in Maschen auflösbar sind; Halsschild auch in der Mitte mit deutlicher Mikroskulptur, matt, Halsschildbasis stark punktiert, 7. Flügeldeckenstreifen entwickelt, Schenkel ausgedehnt und Fühler vom 2. Glied an verdunkelt. Habitus [Abb. 29]. 4-5,5 mm. Nord-, Mittel-, nördliches Südeuropa, Sibirien, in Mitteleuropa stellenweise häufig, nur im Südwesten selten, bevorzugt bindige Böden und Schlick. (Peryphus)
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Abb. 29
→ 23-Halsschildmitte glänzend, ohne deutliche Mikroskulptur, Mikroskulptur der Flügeldecken in Maschen auflösbar
#23
→ 24Flügeldeckenstreifen und Halsschildbasis gröber punktiert, 7. Flügeldeckenstreifen vorn nicht schwächer als der 6., Beine und Taster gelbbraun, Fühlerbasis meist ausgedehnter aufgehellt
→ 25-Flügeldeckenstreifen feiner punktiert, Zwischenräume flacher, 7. Flügeldeckenstreifen höchstens sehr fein angedeutet, wenn ebenso deutlich wie der 6., dann Flügeldecken flach und der 6. ebenfalls nur sehr fein punktiert, Halsschildbasis runzelig oder fast glatt, selten mit erkennbarer Punktierung
#24
subcostatum Motsch. javurkovae (Fassati, 1944)Kleiner: 4,5-5,5 mm; Halsschild etwas schlanker, Hinterwinkelfältchen in der Regel stärker reduziert und verrunzelt, Flügeldeckenstreifen an der Basis gröber punktiert, die Flügeldeckenzwischenräume an der Basis stärker (oft fast kielartig) gewölbt; eine sichere Trennung von teracolum ist nur nach Genitalpräparation möglich. Habitus [Abb. 30]. Montan in Südosteuropa, Kaukasus, Kleinasien. In Mitteleuropa (Österreich, CSSR) und Südosteuropa nur die folgende Rasse: (Peryphus) ssp.
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Abb. 30
tetracolum Say, 1823 → 24a-Größer: 4,9-6,3 mm; Halsschild massiger, Schultern deutlicher vorstehend, Kreuzzeichnung in der Regel kontrastreicher. Habitus [Abb. 31]. Individuen mit reduzierten Hinterflügeln und verrundeten Schultern ähneln sehr dem B. subcostatum; Halsschildhinterwinkelfältchen scharf; West-, Mittel-, Nord-, Osteuropa In Mitteleuropa wurden neben der Nominatrasse verschiedene Formen beschrieben, deren taxonomischer Status umstritten ist, darunter als mögliche geographische Rassen: (Peryphus)
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Abb. 31
#24a
uralense Fassati 1944Fühler mit nur 2 hellen Basalgliedern, Schenkelbasis angedunkelt; von Osteuropa bis in das östliche Mitteleuropa ssp.
pseudouralense Fass.-7. Punktstreifen der Flügeldecken nur sehr fein eingeprägt; Salzburg. ssp.
#25
maritimum Steph., 1839Fühler zum Ende nur schwach getrübt, Beine und Taster ganz hell, auf den Flügeldecken ist der seitliche Ast der Kreuzzeichnung stark reduziert, so daß Schulter- und Apikalmakel zusammenfließen, der dunkle Nahtsaum vorn breit, in der Mitte zu einem rautenförmigen zertralen Fleck erweitert, Mikroskulptur der Flügeldecken aus kurzen Maschen, bei ♀ fast isodiametrisch, Hinterwinkelfältchen wenig deutlich. Habitus [Abb. 32]. 5-5,5 mm. halophile atlantische Art, in Mitteleuropa nur im Bereich der Nordseeküste und am Unterlauf der Elbe. (Peryphus)
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Abb. 32
→ 26-Fühler ab 3./4. Glied oder Schenkelbasis oder Taster geschwärzt
#26
distinguendum Duval, 18527. Flügeldeckenstreifen immer deutlich, oft nur als zarte Punktreihe ausgeprägt, aber nicht schwächer als der 6., Flügeldeckenzwischenräume flach, Halsschild insgesamt etwas größer und flacher, Schultermakeln der meist gut kontrastierten Kreuzzeichnung etwas weiter nach hinten reichend, Färbung der Extremitäten sehr variabel, meist schon das 2. Fühlerglied und die Schenkelbasis geschwärzt, aber auch mit 3 hellen Fühlergliedern und ganz hellen Beinen. Nur durch Genitalpräparation sicher von femoratum und cruciatum zu trennen. Habitus [Abb. 33]. 5,5-6,5 mm. Montan in den Pyrenäen, Alpen, Karpaten, Kaukasus. (Peryphus)
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Abb. 33
→ 27-7. Flügeldeckenstreifen schwächer als der 6., meist ganz erloschen, kleiner; 4,2-6,2 mm; Halsschild kleiner, Schultermakeln in der Regel nicht auffallend größer als die Apikalmakeln
#27
femoratum Sturm, 1825Fühler wenigstens ab Ende des 3. Basalgliedes getrübt, vorletztes Tasterglied und Schenkelbasis ausgedehnt geschwärzt, Halsschild relativ klein mit breiter Basis, diese ± glatt oder runzelig, selten sind einzelne Punkte erkennbar; 7.Flügeldeckenstreifen reduziert oder fehlend, Zeichnung der Flügeldecken sehr variabel: helle Vierfleckung auf dunklem Grund, dunkle Kreuzzeichnung oder dunkle Zentralmakel auf hellem Grund, Nahtstreif vorn in der Regel nur sehr schmal verdunkelt, 1-2 Zwischenräume [Abb. 34]; 4,2-5,2 mm; von Europa bis Sibirien, in Mitteleuropa eine der häufigsten Arten. (Peryphus)
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Abb. 34
cruciatum Dejean, 1831 → 27a-Fühler mit wenigstens 3 ganz hellen Basalgliedern, Halsschild zur Basis etwas stärker verengt, Halsschildbasis oft deutlicher punktiert. Habitus [Abb. 35]. 4,3-6,2 mm. Südwestpalaearktis von Europa bis zum Himalaya; polytypische Art, deren Rassengliederung noch sehr verworren ist. (andreae auct nec F., 1789) In Mitteleuropa die folgenden Rassen: (Peryphus)
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Abb. 35
#27a
polonicum J.Müll.Klein, schlank, helle und wenig kontrastierte Flügeldeckenzeichnung, schlankerer Halsschild mit glatter oder nur leicht verrunzelter Basis, Vorderast der Kreuzzeichnung hinter der dreieckigen Verdunkelung am Scutellum sehr schmal (1-2 Zwischenräume), Flügeldeckenseiten ± parallel. Habitus [Abb. 36]. Von Osteuropa bis zum Baltikum, in Mitteleuropa nur an den Küsten der Ostsee und östlichen Nordsee, auf Geschiebelehm und -Mergel. bualei ssp.
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Abb. 36
baenningeri Netol.-Klein, mit breitem Halsschild, Flügeldecken meist etwas bauchig gewölbt, mit ausgedehnter Kreuzzeichnung, diese aber weniger dunkel, die Spitzenmakeln oft isoliert stehend, Gebirgsrasse der Alpen (Schweiz, Tirol, Salzburg, Steiermark, Kärnten). ssp.
bualei Duv.-Größer, stärker kontrastiert gefärbt, Vorderast der Kreuzzeichnung oft mehr als drei Zwischenräume einnehmend; Halsschildbasis oft mit erkennbarer Punktierung; boreomontan, Nordwest-, Mittel-, Südosteuropa; in Mitteleuropa von den Alpen, Karpaten, Sudeten bis zum Riesengebirge, aus Sachsen und Thüringen nur sehr fragwürdige alte Meldungen. ssp.
Enthaltene Taxabaenningeri balcanicum brunnicorne bruxellense bualei carpathicum cruciatum dalmatinum decorum distinguendum femoratum fluviatile fulvipes incognitum javurkovae latinum lomnickii lunatum maritimum milleri modestum monticola oblongum obscurellum polonicum pseudouralense saxatile stephensii subcostatum tergluense terminale testaceum tetracolum transsylvanicum uralense
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 03.07.2019 - 16:32:49
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