Gattung Omophlus

ColeopteraPolyphagaHeteromeraAlleculinae
Von Arved Lompe (n. E. Reitter, Z. Kaszab)
Reitter, E. (1906 ): Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren - Heft 57 Enthaltend Alleculidae - 1. Theil Omophlini - Verhandlungen des naturforschenden Vereines in Brünn, 44:115-175 >>>"Reitter-Best-Tab-Heft57 Alleculidae I Omophlini.pdf"
Körper gestreckt, meist parallel, Oberseite schwach behaart oder kahl, Unterseite lang behaart. Schwarz, Flügeldecken gelbbraun oder bei Arten aus Südeuropa auch schwarz. Kopf flach, Augen vorragend, quer, vorn kaum ausgerandet, Wangen schmal, Schläfen parallel. Das Endglied der Kiefertaster leicht verdickt und das Ende schräg abgestutzt. Fühler fadenförmig oder schnurförmig. Halsschild quer, ringsum gerandet. Flügeldecken mit Punktreihen, die Zwischenräume meist genau so stark punktiert wie die Reihen. Beine lang, kräftig, Tarsen einfach, Vorderhüften konisch, in der Mitte aneinanderstoßend. Es wurden nur die in der Fauna Europaea aufgeführten Arten aufgenommen; in Zweifelsfällen ist die Originalliteratur heranzuziehen!
Weitere europäische Arten, die ich nicht kenne:
Griechenland ...candiota Obenberger, 1917
#1
→ 2An der Basis der inneren Krallen des ♂ mit einem gut erkennbaren Zähnchen [Abb. 1], die Kralle ist auch ± erweitert . Untergattung Odontomophlus Seidl.
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Abb. 1
→ 16-Die Krallen des ♂ einfach, nicht erweitert und ohne Zahn [Abb. 2]. Untergattung Omophlus s. str.
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Abb. 2
#2
→ 3Epipleuren der Flügeldecken ziemlich breit, bis zu den Hinterhüften (oft bis zum 3. Sternit) wenig verschmälert, dann plötzlich stark verschmälert und schwindend.
→ 10-Epipleuren der Flügeldecken gewöhnlich schmäler, allmählich verschmälert und allmählich schwindend.
#3
ochraceipennis Faldermann, 1837🗺ColeowebEpipleuren der Flügeldecken bis zum 3. Abdominalsternit breit und dann schnell verengt und schwindend. Die seitliche obere Erweiterung des Seitenrandes der Flügeldecken weit hinter die Mitte reichend. Kopf und Halsschild kahl, das Klauenglied des ♂ an den Vordertarsen innen winkelig verbreitert, die innere Klaue an der Basis mit einem schlanken Zahne. Schwarz, Flügeldecken gelbbraun, die Basis der Fühler und die Spitze der Schienen rötlich (Stammform), oder Fühler und Schienen ganz schwarz. 8-11mm. Türkei, Kaukasus, Russisch-Armenien.
→ 4-Epipleuren der Flügeldecken bis zu den Hinterhüften etwas verschmälert, dann plötzlich stark verschmälert und schwindend. Die obere seitliche Erweiterung des Seitenrandes der Flügeldecken viel schmäler und nur bis zur Mitte reichend. Schwarz, Flügeldecken braungelb.
#4
emgei Reitter, 1891🗺ColeowebHalsschild sowie auch der Kopf oben unbehaart; Epipleuren der Flügeldecken breit und nicht ganz nach außen gewendet; die Vorderschienen verbreitert. Die Basis der Fühler, die Vorderschienen und Tarsen gelb, Körper gestreckter. Halsschild doppelt so breit als lang, fein, an den Seiten runzelig punktiert, der gerundete, breit aufgebogene Seitenrand verrunzelt und mit gröberen Punkten besetzt, der Außenrand von einer feinen Längsrunzel begleitet. Epipleuren der Flügeldecken his zu den Hinterhüften allmählig verschmälert, dann plötzlich verjüngt und schwindend. Die innere Klaue der Vordertarsen beim ♂ mit einem einfachen Basalzahne, das Klauenglied der Vordertarsen beim ♂ innen stark winkelig erweitert. 10 mm. Griechenland.
→ 5-Kopf und Halsschild +/- deutlich behaart.
#5
→ 6Analsternit des ♀ einfach; die Epipleuren der Flügeldecken horizontal gestellt, oder wenig schräg nach außen gewendet. Körpergröße von 9--13 mm Länge. Hierher 2 Arten aus Kreta.
→ 7-Analsternit beim ♀ mit einem Ausschnitte am Spitzenrande, oder schnabelförmig ausgezogen; Epipleuren der Flügeldecken hinten ganz senkrecht gestellt. Große Arten von 11-21 mm.
#6
sulcipleuris Seidlitz, 1896🗺ColeowebDas Klauenglied der Vordertarsen beim ♂ stark, innen fast winkelig erweitert. Die schmale Fortsetzung der Epipleuren der Flügeldecken tief gefurcht. 9-13 mm. Kreta.
infirmus Kirsch, 1869🗺Coleoweb-Das Klauenglied der Vordertarsen beim ♂ nur schwach nach innen gerundet erweitert. Die schmale Fortsetzung der Epipleuren eben, oder nur schwach ausgehöhlt, Flügeldecken schwächer gerunzelt. 9-10 mm. Kreta.
#7
→ 8Analsegment des ♀ am Ende lang schnabelförmig ausgezogen.
→ 9-Analsternit des ♀ nicht schnabelförmig verlängert, aber in der Mitte des Hinterrandes mit einem deutlichen mäßig großen Ausschnitte. Unterseite und Schenkel lang weich behaart.
#8
compressus Seidlitz, 1896🗺ColeowebDie schnabelförmige Verlangerung des Analsternits beim ♀ nur ganz schwach ausgerandet. Epipleuren der Flügeldecken nicht so breit als bei lepturoides, Flügeldecken grob punktiert, Vordertarsen des ♂ wie bei lepturoides. 14-15 mm. Griechenland: Euboea.
furca Seidl.🗺Coleoweb-Die schnabelförmige Verlängerung des Analsternits beim ♀ mit großem, tiefem, rundlichem Ausschnitte. Epipleuren der Flügeldecken breit. Fühler des ♀ kurz, des ♂ viel länger, normal. Unterseite und Schenkel wenig lang behaart. Das Klauenglied der schlanken Tarsen beim ♂ nur sehr schwach zur Spitze erweitert, der Zahn der inneren Klaue klein. Die tiefe Ausrandung des Analsternits beim ♂ erweitert sich zum Teil auf das vorhergehende 5. Sternit. 15-21 mm. Syrien, Libanon, Isreael.
#9
lepturoides (F., 1787)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken kahl, beim ♂ das Klauenglied der Vordertarsen nur schwach zur Spitze erweitert, das 2. bis 4. Tarsenglied nicht breiter als lang, die Aushöhlung des Analsternits greift auch das vorhergehende Sternit an, das am Hinterrande tief ausgerandet erscheint [Abb. 3]. ♀: Das letzte Hinterleibsternit am Ende plötzlich und tief ausgerandet, der Rand des Ausschnitts ist scharf, Pygidium in eine einfache Spitze ausgezogen, mit scharfem Seitenrand, das Ende abgestutzt. Halsschildscheibe behaart. Flügeldecken spärlich, aber grob punktiert. Die Scheibe des Halsschilds sehr fein und spärlich, Kopf dichter punktiert. 11-16 mm. In Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitet, in Österreich aus den östlichen Ländern, in Deutschland aus dem Südwesten bekannt.
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Abb. 3
pilosellus Kirsch.🗺Coleoweb-Flügeldecken wenigstens beim ♀ zur Spitze mit oft sehr kleinen, sparsamen Härchen besetzt; beim ♂ das Klauenglied der Vordertarsen nach innen stark gerundet erweitert, das 2. bis 4. Tarsenglied quer; die glatte Aushöhlung des Analsternits übergreift meistens nicht deutlich auf das vorletzte Sternit; dieses nur schwach und breit ausgebuchtet. 12-16 mm. Dalmatien, Sizilien, Kleinasien.
#10
→ 11Fühler beim ♂ an der Basis (Glied 2 und 3) gelb oder braun, beim ♀ meistens schwarz, aber das Analsternit des ♀ mit einem Grübchen.
→ 14-Fühler beim ♂ und ♀ schwarz, Analsternit des ♀ ohne Grübchen.
#11
→ 12Kopf und Halsschild kahl, oder nur der Kopf schwach, undeutlich behaart. Unterseite wenig lang behaart, die Schenkel kurz und fast anliegend behaart.
turcicus Kirsch, 1869Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kopf und Halsschild fein greis behaart, Unterseite und die Hinterkante der Schenkel wenig dicht aber lang weich behaart. Halsschild doppelt so breit als lang, die Seiten dichter und stärker punktiert, schmal abgesetzt, beim ♂ oben sehr kurz, beim ♀ länger behaart; schwarz, Flügeldecken gelbbraun, sehr grob punktiert, beim ♂ nicht deutlich, beim ♀ hinten spärlich behaart; beim ♂ Glied 2 and 3 der Fuhler, die Palpen bis auf die Endhälfte des letzten Gliedes, die Vorderschienen längs der Innenseite und die Vordertarsen bräunlichgelb. Klauenglied des ♂ innen zur Spitze stark gerundet erweitert , Analsternit des ♀ mit starkem Grübchen. 9-12mm. Griechenland, Mazedonien.
#12
flavipennis Kuster, 1850🗺ColeowebVorletztes (5.) Sternit beim ♂ in der Mitte mit einem großen, flachen Grübchen, Klauenglied des ♂ zur Spitze ziemlich stark erweitert; Forcpes dick, am Ende mit kurzem Haken. Körper beim ♂ und ♀ schlank. 8-12 mm. Dalmatien, Türkei, Kleinasien, Armenien, Kaukasus.
→ 13-Vorletztes (5.) Sternit auch beim ♂ ohne Grübchen. Forceps schlank, mit langem, schlankem, schwach gebogenem Haken.
#13
atticus Reitter, 1906🗺ColeowebHalsschild reichlich doppelt so breit als lang, vorne breit und flach ausgebuchtet, die Seiten breit abgesetzt und auf gebogen und daselbst dicht punktiert und verrunzelt, fast matt. Klauenglied des ♂ schlank, innen zur Spitze schwach gerundet erweitert; Analsternit des ♀ mit tiefem runden Grubchen, Hinterrand einfach. Dem flavipennis ähnlich, aber kürzer und gedrungener gebaut, Halsschild mit breiteren, gerundeten, stärker runzelig punktierten Seiten (ahnlich wie bei rugicollis) und die Geschlechtsauszeichnungen verschieden. Schwarz, Flügeldecken gelbbraun, beim ♂ Glied 2 und 3 der Fühler, die Palpen bis auf die Apikalhälfte des letzten Gliedes, sowie der größte Teil der wenig starken Vorderschienen und Tarsen braungelb. 9-11 mm. Attica und Euboea.
dispar A. Costa, 1847🗺Coleoweb-Halsschild nicht ganz doppelt so breit als lang, vorne nicht deutlich ausgebuchtet, die Seiten schmaler abgesetzt, punktiert, aber nicht gerunzelt, glänzend. Klauenglied des ♂ kurz, zur Spitze innen stark gerundet verbreitert, Analsternit des ♀ mit einem längsfurchenartigen Grübchen, welches das ganze Sternit durchsetzt, an der Spitze mit einer sehr kleinen, gerundeten, schnabelförmigen, langer und dunkler behaarten Verlängerung. Schwarz, Flügeldecken gelbbraun, beim ♂ Glied 2 und 3 der Fühler, die Palpen bis auf das dunkle letzte Glied, die kräftigen Vorderschienen und die Vordertarsen braungelb. 9-11 mm. - Italien: Sizilien.
#14
→ 15Halsschild in der Mitte sparsam und meist fein punktiert.
melitensis Baudi, 1877🗺Coleoweb-Halsschild klein und quer, dicht und gleichmäßig, ziemlich grob punktiert, die Seiten nur fein linienförmig gerandet, nicht abgesetzt und aufgebogen, Flügeldecken grob und gedrängt punktiert, mit wenig groben punktierten Streifen, die Epipleuren schmal, das Klauenglied der Vordertarsen beim ♂ zur Spitze schwach erweitert. 9-10 mm. Malta.
#15
fallaciosus Rottenberg, 1870🗺ColeowebFlügeldecken kahl, Kopf und Halsschild kurz behaart, Unterseite wenig lang, die Schenkel fast anliegend behart. Vorletztes Abdominalsternit beim ♂ am Spitzenrande ausgebuchtet, aber oben einfach, eben, nicht mit großer, glatter Grube. Der hintere Teil der Aushöhlung des Analsternits beim ♂ reicht vollständig bis zum Hinterrande des vorletzten Sternites, das Klauenglied der Vorderfüße beim ♂ zur Spitze stark erweitert und hier am breitesten. Schwarz, Flügeldecken gelbbraun. Halsschild fein, weitläufig punktiert, die Seiten schmal abgesetzt und aufgebogen, Vorderrand schwach ausgebuchtet, Flügeldecken mit groben Punktstreifen und fein punktierten Zwischenräumen. Nach Seidlitz mündet das Analsternit des ♀ am Hinterrande in eine senkrecht gestellte Kante aus. 9-11 mm. Sizilien.
falsarius Kirsch, 1869🗺Coleoweb-Flügeldecken in den Punkten äußerst fein und kurz, mikroskopisch behaart, Kopf und Halsschild meistens länger behaart, auch die Unterseite und die Schenkel lang und dicht behaart. Vorletztes Abdominalsternit beim ♂ in der Mitte mehr minder grubenförmig oder halbmondförmig vertieft, die Grube am Grunde geglättet. Die ♂ haben normal lange, die ♀ kurze dicke Fühler mit kurzen Mittelgliedern, das Analsternit des ♀ ganz einfach. Kopf und Halsschild lang abstehend behaart, letzterer quer, an den Seiten schmal abgesetzt und aufgebogen, das Klauenglied der Vordertarsen beim ♂ zur Spitze stark erweitert. 11-12 mm. Kleinasien, Mesopotamien, Armenien.
#16
→ 17Kopf und Hinterleib mit grauen Haaren bedeckt; wenn die Scheibe des Halsschilds behaart ist, dann ist auch er grau behaart. Größere, breitere Arten.
→ 25-Kopf, Halsschild und Hinterleib mit schwarzen Haaren bedeckt oder wenigstens die abstehende Behaarung schwarz. Kleinere, schmälere Arten.
#17
nigrinus Reitter, 1889🗺ColeowebFlügeldecken schwarz, grob gerunzelt und punktiert. Unterseite kurz behaart, Kopf und Halsschild mit erkennbarer feiner, spärlicher Behaarung, die Flügeldecken kahl, beim ♀ die ganze Oberseite unbehaart; Analsternit des ♀ einfach. Ganz schwarz und glänzend. Gedrungenere und breitere Art. 9-12 mm. Insel Karpathos der südlichen Sporaden.
→ 18-Flügeldecken hellbraun.
#18
→ 19Halsschild stark quer, fast doppelt so breit als lang oder breiter, am Vorderrande deutlich breit ausgebuchtet, die Seiten breit abgesetzt und aufgebogen; Flügeldecken kahl. Analsternit des ♀ in der Mitte des Spitzenrandes mit einem kleinen Ausschnitte. Meist größere Arten.
→ 22-Halsschild schwach quer, niemals ganz doppelt so breit als lang, und die Seiten nur schmal abgesetzt und aufgebogen, oftmals nur fein linienförmig gerandet.
#19
caucasicus Kirsh, 1869🗺ColeowebFlügeldecken mit dichter und feiner, seichter Punktur, die Punkte in den Streiten gröber. Hierher Arten aus dem Kaukasus und Armenien. Halsschild beim ♂ sowie der Kopf lang abstehend greis behaart, beim ♀ nur kurz behaart oder kahl, in der Mitte fein und spärlich punktiert, oft fast glatt. Flügeldecken zur Spitze schwach erweitert. Beine schwarz, nur die Spitzen der Vorderschienen und meistens auch die Tarsen dunkel rostbraun. Analsternit des ♀ mit deutlichem, kleinen Ausschnitte am Spitzenrande. Körper kürzer und gedrungener, besonders beim ♀. 10-13mm. Kaukasus, Südrußland, Armenien, Transcaspien.
→ 20-Flügeldecken zwischen den Punktstreifen, welche oft nur angedeutet sind, kräftig und normal tief punktiert. Kopf und Halsschild mit längerer, abstehender, die ♀ mit viel kürzerer Behaarung, oder fast kahl erscheinend.
#20
proteus Kirsch🗺ColeowebHalsschild weniger als doppelt so breit wie lang, an den Seiten zwischen der gedrängteren und stärkeren Punktur am Grunde fast glatt, innen neben der einfachen Randkante ohne feine glatte Linie. Die Vordertarsen des ♂ sind schwach, aber deutlich erweitert, viel breiter als die mittleren. Unterseite lang und dicht behaart. Körper gestreckt, schlank; die ♀ kaum breiter als die ♂. Das Pygidium beim ♀ am Ende beiderseits fingerartig eingedrückt, in der Mitte mit einem schmalen, schnabelförmigen Fortsatz, der oben scharfe Ränder hat [Abb. 4]. 9-11 mm. Meist auf blühendem Gesträuch. Südosteuropa und im südöstlichen Mitteleuropa, östlich bis Iran verbreitet. In Niederösterreich und im Burgenland häufig, aus Deutschland nicht bekannt.
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Abb. 4
→ 21-Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, an den Seiten in der vertieften Längsstelle runzelig punktiert, am Grunde zwischen der Punktur hautartig retikuliert, neben der Randkante mit einer glatten Langslinie, ihr innerer Rand als zweite äußerst feine Randkante erscheinend. Vordertarsen des ♂ kaum oder äußerst schwach verbreitert. Das Pygidium des ♀ am Ende in der Mitte in eine Spitze ausgezogen, beiderseits eingedrückt, oben aber ohne scharfen Rand [Abb. 5].
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Abb. 5
#21
longicornis Bertol.🗺ColeowebDie Fühler des ♂ sehr lang und zur Spitze nicht verbreitert, wenig kürzer als der Körper, ihr 9. und 10. Glied fast dreimal so lang als an der Spitze breit. Flügeldecken überall mit angedeuteten Streifen. Körper gestreckt, beim ♀ viel breiter als beim ♂. Unterseite lang und dicht abstehend behaart. 9-10,5 mm. Vom südöstlichen Mitteleuropa bis zum Kaukasus verbreitet, auch in Südtirol.
rugosicollis (Brullé)🗺Coleoweb-Die Fühler des ♂ den halben Körper wenig überragend, zur Spitze, wie beim ♀, schwach verdickt, ihr 9. und 10. Glied wenig mehr als doppelt so lang als an der Spitze breit; Flügeldecken meist nur vorne mit schwachen Spuren von Streifen. Körper, besonders beim ♀ kurz und breit gebaut, die Unterseite wenig lang behaart. 10-12 mm. Auf blühendem Gesträuch, aber auch auf Gräsern; an Getreide schädlich. In Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitet, stellenweise sehr gemein; in Niederösterreich und Burgenland selten, aus Deutschland bisher nicht nachgewiesen.
#22
→ 24Flügeldecken höchstens an der Basis mit einigen Härchen, sonst kahl, auch in der Punktur ohne mikroskopische kleine Härchen. Halsschild beim ♂ und ♀ transversal, nicht ganz doppelt so breit als lang, beim ♂ oft klein und der Kopf demnach fast so breit als der Halsschild.
→ 23-Flügeldecken +/- deutlich behaart, wenigstens in den Punkten am Grunde mit einem mikroskopischen Härchen besetzt.
#23
propagatus Kirsch, 1869Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild quer, 1,75 x so breit als lang [Abb. 6], beim ♂ länger, beim ♀ kurz greis behaart, die Seiten nur schmal abgesetzt und aufgebogen; viel schmäler als die Flügeldecken, nach vorne nicht stärker verengt, Kopf des ♂ samt den Augen wenig schmäler als der Thorax, Flügeldecken stark punktiert [Abb. 7]. Unterseite lang, wenig dicht behaart, die Analzangen des ♂ an der Spitze etwas abgestumpft und vorletztes Sternit hinten tief dreieckig eingedrückt. 10-12 mm. Zypern.
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Abb. 6
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Abb. 7
pilicollis (Menetries, 1832)🗺Coleoweb-Halsschild schwach quer, wenig breiter als lang, beim ♂ länger, beim ♀ kürzer greis behaart, Seiten des Halsschildes nur schmal oder gar nicht abgesetzt und aufgebogen, Kopf kaum (♂) oder nur sehr wenig schmäler als der Thorax. Das 3. Fühlerglied beim ♂ ist nur sehr wenig länger als das 4. Kopf und Halsschild lang abstehend, weich, die gelbbraunen Flügeldecken fein und kurz, fast anliegend, an den Schultern länger wollig behaart, die Härchen, im Profile gesehen, kurz, aber etwas geneigt erscheinend, an der Spitze oft etwas länger werdend. Schwarz, Flügeldecken braungelb, die Spitzen der Schienen und Tarsen rostbraun. Vorderschienen und Tarsen schlank. 8-10 mm. Kaukasus, Südrußland.
#24
brullei Kirsh, 1869🗺ColeowebFlügeldecken zur Spitze schwach aber deutlich erweitert, fast kahl, stark und dicht punktiert. Kopf und Halsschild fein, wenig dicht punktiert und ziemlich lang behaart, Halsschild klein aber stark quer, seitlich sehr schmal abgesetzt, der Kopf sammt den Augen beim ♂ fast so breit als der Halsschild, beim ♀ schmäler, die Fühler beim ♂ die Mitte des Körpers etwas überragend, beim ♀ kürzer. Unterseite lang weich behaart, alle Schienen und Tarsen schmal. Analsternit des ♀ am Spitzenrande mit einem langen schlitzartigen Ausschnitte, der nach hinten fast die Mitte des Segmentes erreicht. 8-12,5 mm. Griechenland (Attica).
orientalis Mulsant, 1856🗺Coleoweb-Flügeldecken zur Spitze nicht verbreitert, kahl; feiner punktiert. Kopf viel schmäler als der Halsschild, dieser quer, die Seiten etwas breiter abgesetzt und aufgebogen, beide lang greis behaart. Fühler des ♂ sehr lang. Analsternit nach Seidlitz beim ♀ am Spitzenrande mit kleinem Ausschnitte. 8-11mm. Südrußland, Ukraine (Krim), Kaukasus.
#25
→ 26Halsschild nur mit aufstehenden schwarzen Haaren besetzt oder kahl.
→ 28-Halsschild außer den langen schwarzen, oft auf den Rand beschränkten Haaren, mit feiner grauer oder gelblicher Grundbehaarung auf der Scheibe.
#26
→ 27Flügeldecken sehr kurz schwarz behaart, die Behaarung oft nur im Profile erkennbar.
curtus Kuster, 1850🗺Coleoweb-Flügeldecken mit aufstehenden langen, schwarzen Haaren besetzt, oder fast kahl. Halsschild quer, flach mit breit abgesetztem und aufgebogenem Seitenrand, vorn nicht schmäler als hinten. Analsternit des ♂ wie bei agrapha, die Seitenteile aber kürzer, glatt. 8-9 mm. Griechenland, Jonische Inseln.
#27
subalpinus (Menetries, 1832)🗺ColeowebFlügeldecken niederliegend schwarz behaart, Halsschild zur Basis verengt, stark punktiert, mit fein gerandeten Seiten. Südrußland und Kaukasus. Häufig in subalpiner Region.
agrapha Reitter, 1890🗺Coleoweb-Flügeldecken dicht und fein, sehr kurz, im Profile gut sichtbar abstehend behaart. Klein; Unterseite, Kopf und Halsschild lang schwarz behaart, quer, die Seiten nur schmal abgesetzt, Analsternit beim ♀ einfach, oder flach gerinnt, die Seitenteile desselben bilden beim ♂ an der Spitze abgerundete, aber flach ausgehöhlte, glatte Lappen, welche nach hinten divergieren. 9-10 mm. Griechenland: Veluchi; Kleinasien?
#28
→ 29Halsschild quer, dicht punktuliert, auch auf der Scheibe mit schwarzen Haaren besetzt, Kopf beträchtlich schmäler als der Halsschild. Flügeldecken mit äußerst feiner anliegender Behaarung.
→ 30-Halsschild fast quadratisch, oder sehr wenig breiter als lang, außerordentlich dicht und fein punktuliert, Kopf beim ♂ kaum schmäler als der Halsschild, Flügeldecken mit dichter und ziemlich feiner Punktur.
#29
pubescens (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebFühler etwas länger (♂) oder etwas kürzer (♀) als die halbe Körperlänge [Abb. 8]. Seitenrand des Halsschilds flach und breit. Gestalt größer. Schienen und Tarsen meist heller braun. Schienen und Schenkel nicht verdickt. Das letzte Hinterleibssternit des ♀ in der Mitte kurz ausgeschnitten, beim ♂ stark eingedrückt, die Ränder des Eindruckes sehr scharf [Abb. 9]; ♀ Pygidium [Abb. 10], Analsternit [Abb. 11]. 8-11 mm. An blühendem Gesträuch, auch an Kornähren. In Süd- und Mitteleuropa verbreitet, in Deutschland und auch in Österreich in den östlichen Ländern nicht selten. (rufitarsis (Leske, 1785), betulae (Hbst., 1783)) In der Fauna Europaea ist rufitarsis als eigene Art angeführt.
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
lividipes Muls., 1856Fundmeldungen🗺Coleoweb-Fühler des ♂ länger als die halbe Körperlänge, dagegen beim ♀ nur 1/3 der Körperlänge. Seitenrand des Halsschilds sehr schmal oder die Wölbung erstreckt sich bis zum Rand. Schulterbeule der Flügeldecken schwach entwickelt. Gestalt kleiner. Schienen und Schenkel dicker. Das letzte Hinterleibsternit beim ♀ in der Mitte tief ausgerandet, beim ♂ neben dem Eindruck schwächer gerandet [Abb. 12]. 5-8 mm. Meist an blühenden Gräsern. In Süd- und Mitteleuropa verbreitet. In Süd- und Mitteldeutschland sehr selten, im östlichen Õsterreich an Wärmestellen ebenfalls selten.
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Abb. 12
#30
hirtus Seidlitz, 1896🗺ColeowebHalsschild auch auf der Scheibe einzeln lang schwarz behaart, Flügeldecken überall mit spärlich gestellten langen, schwarzen Haaren zwischen der sehr feinen gelben, anliegenden Grundbehaarung. 8-9 mm. Kreta, Sizilien.
picipes (F.)🗺Coleoweb-Halsschild nur an den Seiten und am Vorderrande lang schwarz bewimpert. Scheibe des Halsschilds sehr fein und anliegend behaart, die Haare sind in verschiedenen Richtungen angeordnet. Flügeldecken fein gelblich behaart, dazwischen höchstens an der Basis mit wenigen längeren Haaren. Fühlerbasis, Schienen und Tarsen braungelb. 7-10 mm. In Südeuropa verbreitet, auch in Südkärnten nachgewiesen, aus Deutschland nicht bekannt.
Enthaltene Taxaagrapha atticus brullei caucasicus compressus curtus dispar emgei fallaciosus falsarius flavipennis furca hirtus infirmus lepturoides lividipes longicornis melitensis nigrinus ochraceipennis orientalis picipes pilicollis pilosellus propagatus proteus pubescens rugosicollis subalpinus sulcipleuris turcicus
Erstellt am: 12.06.2013 · Letzte Aktualisierung: 03.12.2024 - 14:34:06
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