Gattung: Phyllodrepa Thoms.

ColeopteraStaphylinidaeOmaliinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Ocellen deutlich, Halsschild nur mit schwach angedeuteten oder fehlenden Dorsaleindrücken. Hintertarsen mindestens halb so lang wie die Hinterschienen, ihr letztes Glied so lang wie die 4 vorhergehenden Glieder zusammen. Endglied der Kiefertaster nicht oder kaum dünner als das vorhergehende Glied. Mittelbrust zwischen den Mittelhüften ungekielt. Größtenteils gestreckte, flach gewölbte oder flache Arten. In der Tabelle wird auch auf die früher zu Phyllodrepa gerechneten, heute aber ausgegliederten Arten verwiesen.
Man findet die Phyllodrepa-Arten vielfach an blühenden Sträuchern, doch dürften Nester und Tierbauten der eigentliche Lebensraum der meisten Arten sein.
#1
Hypopycna Mulsant & Rey 1880Kiefertaster kurz, Endglied kegelförmig, schmäler als das vorhergehende Glied. Fühler mit 7 größeren Endgliedern. Stirn stark gewölbt, Augen seitlich stark vorspringend. Hierher nur 1 sehr seltene Art des südöstlichen Mitteleuropa. Siehe Gattung
→ 2-Kiefertaster gestreckt, Endglied spindelförmig und nicht schmäler als das vorletzte, Stirn und Augen flach.
#2
→ 3Kopf vor den Ocellen ohne Längseindrücke, helle oder unter 3 mm lange Arten
→ 4-Kopf mit 2 jeweils von den Ocellen ausgehenden schräg oder gerade nach vorn verlaufenden kurzen Furchen oder Längseindrücken. Größere, meist schwarze Arten von mindestens 3 mm Länge.
#3
Dropephylla Mulsant & Rey, 1880Gestreckte, parallelseitige, meist flache Arten, deren Flügeldecken länger als zusammen breit sind. Kopf breiter als eine Flügeldecke. Die Oberseite ist meist fein und etwas aufstehend behaart. Siehe Gattung
Hapalaraea Thomson 1858-Querüber gewölbte, etwas ovale Art, einer Acrulia ähnlich, Kopf etwa von der Breite einer Flügeldecken, diese kaum länger als zusammen breit. Siehe Gattung
#4
→ 5Flügeldecken mäßig kräftig und etwas unregelmäßig reihig punktiert, höchstens im letzten Drittel oder am Ende etwas längsrissig. Kopf hinter den großen Augen stark abgeschnürt.
→ 7-Flügeldecken schwächer und verworrener punktiert, zwischen den Punkten mit grober, nadelrissiger Skulptur.
#5
melanocephala (F., 1787)Fundmeldungen🗺ColeowebHinterleib ziemlich kräftig und dicht punktiert, undeutlich chagriniert. Körper dunkelrot, Kopf, Flügeldeckenende und Hinterleibsspitze dunkel pechbraun. Aedoeagus [Abb. 1]. 4-5 mm. An Saftflüssen, Pilzen und in Vogelnestern; verbreitet, aber selten, vorzugsweise im Herbst.
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Abb. 1
→ 6-Hinterleib feiner punktiert, deutlich chagriniert, Körper dunkler gefärbt.
#6
salicis (Gyll., 1810)Fundmeldungen🗺Coleoweb4-5 mm. Hinterleib fein und ziemlich dicht punktiert. Körper pechbraun mit hellen, rötlichen Flügeldecken; Kiefertaster, Fühler und Beine einfarbig gelblichrot. Aedoeagus [Abb. 2]. Sehr verbreitet, aber selten; mehrfach von ausgeblühten Salixbüschen geklopft.
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Abb. 2
translucida Kr.🗺Coleoweb-2,2 mm. Hinterleib glänzend, erloschen punktiert, aber deutlich chagriniert. Kastanienbraun, Flügeldecken etwas heller gelbbraun, am Schildchen angedunkelt, Fühler zur Spitze angedunkelt, Beine braungeib. Lohse sah nur den Typus aus Schlesien, nach seiner Ansicht eine gute Art und keine Form von nigra.
#7
floralis (Payk., 1789)Fundmeldungen🗺ColeowebKiefertaster schwarz, die äußerste Spitze des letzten Gliedes heller. An den Fühlern meist Glied 4, seltener auch Glied 3 und die Fühlerspitze etwas rötlich. Kopf mit deutlichen, aber kurz gerundeten Schläfen [Abb. 3]. Aedoeagus [Abb. 4]. [Abb. 5] 3,5-4,5 mm. Gemeine Art. Auf Blüten, aber auch in Hühnerställen und an Fenstern
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
→ 8-Fühler zumindest an der Basis, meist aber ganz und Kiefertaster rostrot oder rotgelb.
#8
nigra (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺ColeowebEiner kleinen salicis außerordentlich ähnlich, wie diese nur auf dem ersten freiliegenden Tergit mit Tomentflecken. Fühler zur Spitze angedunkelt. Flügeldecken an der Basis kräftiger als in der Hinterhälfte und kräftiger als bei den beiden folgenden Arten punktiert. Die nadelrissige Skulptur weniger deutlich. Aedoeagus [Abb. 6]. 3-3,5 mm. Weit verbreitet, aber selten In Mäusegängen, Ameisenbauten, Wespennestern, sowie an gleichen Orten wie floralis gefunden
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Abb. 6
→ 9-Wie floralis auf dem 1. und 2. Tergit mit Tomentflecken. Fühler einfarbig rotgelb.
#9
puberula Bernh., 1903Fundmeldungen🗺ColeowebGrößer, 3,5-4,5 mm [Abb. 7]. Halsschild dicht punktiert, der Untergrund sehr deutlich chagriniert. Punktur der Flügeldecken wenig aus der starken Mikroskulptur hervortretend. Oberseite etwas deutlicher behaart als bei den vorhergehenden Arten. Die feine Punktur des Hinterleibs im Gegensatz zu sämtlichen anderen Arten der Gruppe etwas körnig. Aedoeagus [Abb. 8]. In Vogelnestern, Hühnerställen, überall, aber selten
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Abb. 7
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Abb. 8
melis Hansen, 1940🗺Coleoweb-Kleiner, 3-4 mm. Untergrund der Halsschildmitte stellenweise nicht chagriniert, glatt, in geringer Ausdehnung unpunktiert. Halsschildseiten, Flügeldecken und Hinterleibsspitze in ± größerer Ausdehnung rötlich gelbbraun. Aedoeagus [Abb. 9]. In Dachsbauten absolut regelmäßig und oft in Anzahl
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Abb. 9
Enthaltene TaxaDropephyllafloralis HapalaraeaHypopycnamelanocephala melis nigra puberula salicis translucida
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 26.09.2020 - 23:59:15
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