Gattung Anaspis - Untergattung Pinassa Ermisch, 1950

ColeopteraPolyphagaHeteromeraScraptiidaeAnaspis
Von Arved Lompe
Ermisch, K. (1963): XIII. Anaspis (Pinassa) proteus Woll. und imitator n.sp. 35. Beitrag zur Kenntnis der Mordelliden - Commentationes Biologicae, 25(2):108-111 >>>"Ermisch1963 Anaspis imitator.pdf"
Ermisch, K. (1964): Anaspis (Pinassa) eversi n. sp. von der Kanareninsel Fuerteventura - Entomologische Blätter, 60(1):18-19 >>>"Ermisch1964 Anaspis eversi.pdf"
#1
→ 1aArten von den Atlantischen Inseln.
lindbergi Franciscolo, 1956-Mir unbekannte Art aus Zypern.
#1a
→ 1bFühler mit höchstens 2 geschwärzten Endgliedern Kopf schwarz oder gelb mit angedunkeltem Scheitel, Halsschild gelbrot mit einer nach vorne offenen, halbmondförmigen schwarzen Querbinde, Flügeldecken gelbrot mit großer dreieckiger Schildchenmakel die sich bis zu den Schultern erstreckt, in der Mitte eine meist unterbrochene schwarze Querbinde und vor der Spitze ein schwarzer Nahtfleck [Abb. 1] [Abb. 2]. Die schwarzen Flecken können vegrößert oder verkleinert sein, so daß (selten) fast schwarze und fast gelbe Tiere vorkommen. Die ganze Oberseite fein gelb behaart. Die Spitze der Kiefertaster und die Spitzen der Schienen und Tarsenglieder geschwärzt.
anaspis_proteus_hab.jpg
Abb. 1
anaspis_sp_gomera_hab.jpg
Abb. 2
eversi Ermisch, 1964-Fühler gelb mit 5 geschwärzten Endgliedern. Soweit bekannt der Körper völlig schwarz, Beine und Taster gelbrot, die Schenkel mehr oder weniger gebräunt, die Mittel- und Hinterschienen im hinteren Viertel oder bis zur Mitte geschwärzt. Die Auszeichnungen auf den Segmenten des Abdomens beim ♂ sind anders als bei proteus und imitator: das 1. und 2. Segment zeigt keine Auszeichnungen, das 3. Segment, das nur 1/2 so lang wie das 2. Segment ist, besitzt in der Mitte des Hinterrandes einen flachen, halbkreisförmigen Eindruck, der glänzender als die Umgebung ist, seitlich davon sind etwas längere und dichter stehende Härchen schräg nach innen gekämmt. Das 4. Segment zeigt an der gleichen Stelle nur die Andeutung eines solchen Eindrucks. Das 5. Segment ist an der Spitze bis zur reichlichen Hälfte bogig ausgeschnitten, dahinter bis zur Basis sehr sanft etwas furchig vertieft [Abb. 3]. 2,15-2,5 mm. D: Kanarische Inseln: Fuerteventura, Lanzarote.
anaspis_eversi_abd.gif
Abb. 3
#1b
→ 1cKleinere Art. 2-3 mm. ♂: 1.-4. Sternit ohne Auszeichnung [Abb. 4]. Vorletzte Fühlerglieder schwach quer (♀) bis quadratisch (♂), schwach keulig verdickt [Abb. 5] [Abb. 6].
anaspis_proteus_abd.gif
Abb. 4
anaspis_proteus_f.jpg
Abb. 5
anaspis_proteus_f1.jpg
Abb. 6
imitator Ermisch, 1963-Größere Art: 2,7-3,7 mm. ♂: auch die vorderen Segmente mit Auszeichnungen [Abb. 7]. Vorletzte Fühlerglieder in beiden Geschlechtern länger als breit, fadenförmig [Abb. 8]; in einer späteren Arbeit (1964) stellt Ermisch die Fühler völlig anders dar [Abb. 9]. ♂: am 1. Sternit vor der Mitte des Hinterrandes eine schwach beulige, körnige Erhöhung, die mit längeren Härchen besetzt ist [Abb. 7]; vor der Mitte des Hinterrandes ist das 2. und 3. Segment halbkreisförmig eingedrückt, der Eindruck verflacht sich nach hinten, beiderseits desselben steht eine Gruppe längerer, nach hinten gerichteter Härchen; auf dem 4. Segment sind keine Auszeichnungen festzustellen; das 5. Segment ist bis etwa zur Mitte ziemlich parallelseitig ausgeschnitten, die Endlappen sind gekörnt und mit Wimperhärchen besetzt; das 6. Segment ist dreieckig ausgeschnitten. D: Madeira. Anmerkung. Ermisch (l.c.) hat in den Zeichnungen der Artbeschreibung offensichtlich die Artnamen verwechselt. Ich folge hier den Beschreibungen im Text.
anaspis_imitator_abd.gif
Abb. 7
anaspis_imitator_f.gif
Abb. 8
anaspis_f.gif
Abb. 9
anaspis_imitator_abd.gif
Abb. 7
#1c
proteus Wollaston, 1854Fundmeldungen🗺Coleoweb♂: 5. Sternit an der Spitze bis über die Mitte bogig ausgeschnitten [Abb. 10]; das 6. flachbogig ausgerandet [Abb. 11]. Aedoeagus [Abb. 12]. D: Kanarische Inseln?, Madeira, Azoren.
anaspis_proteus_ster.jpg
Abb. 10
anaspis_proteus_m_ster.jpg
Abb. 11
anaspis_proteus1.jpg
Abb. 12
sp_gomera-♂: 5. Sternit nur im hinteren Drittel bogenförmig ausgeschnitten [Abb. 13]. Aedoeagus [Abb. 14]. Um 2,2 mm. Es handelt sich wohl um eine andere, unbeschriebene Art. D: Ende Februar auf La Gomera gefunden. Ob proteus tatsächlich auf den Kanarischen Inseln vorkommt, bleibt zu prüfen.
anaspis_sp_gomera_ster.jpg
Abb. 13
anaspis_sp_gomera.jpg
Abb. 14
Enthaltene Taxaeversi imitator lindbergi proteus sp_gomera
Erstellt am: 30.12.2010 · Letzte Aktualisierung: 29.09.2025 - 11:53:45
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)