Familie Pyrochroidae

ColeopteraPolyphagaHeteromera
Von Arved Lompe (n. Z. Kaszab)
Kopf vorgestreckt und abgeflacht, hinten eingeschnürt, Hals schmal und zylindrisch. Augen schwach vorragend, vorn ausgerandet. Fühler vom 3. Glied an stark gesägt oder mit langem Anhängsel oder +/- schnurförmig.. Halsschild scheibenförmig, Seiten gerundet, ohne Rand, breiter als der Kopf, jedoch schmäler als die Flügeldecken. Letztere ohne Punktreihen, nach hinten erweitert, abgeflacht, der Hinterleib vollkommen bedeckt. Vorderhüften kegelförmig, in der Mitte aneinanderstoßend, Hüftenhöhlen der Vorderbeine hinten breit offen. Beine lang und dünn, vorletztes Glied aller Tarsen erweitert und 2-lappig. Krallen einfach, nicht gespalten. Mit 5 frei sichtbaren Hinterleibsterniten, selten beim ♂ auch ein 6. sichtbar. Die Imagines findet man vorwiegend an blühendem Gesträuch am Waldrand, an gefällten oder durch Windbruch liegenden Baumstämmen, an dürren Ästen usw.. Ihre auffälligen Larven [Abb. 1] [Abb. 2] werden oft unter der losen Rinde abgestorbener Laubbäume gefunden, wo sie sich von anderen Insekten ernähren; forstwirtschaftlich deshalb nützlich; zuweilen kannibalisch, wenn sie unter der Rinde keine anderen Insekten finden.
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Abb. 1
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Abb. 2
Eine kurze Tabelle der Larven der europäischen Arten siehe. ...4
#1
→ 2Fühler gekämmt oder stark gezähnt.Körper breit und flach, Flügeldecken stets rot [Abb. 3]. Unterfamilie Pyrochroinae
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Abb. 3
→ 3-Fühler +/- schnurförmig. Unterfamilie Pedilinae
#2
Pyrochroa Fabr.Kopf am Scheitel ohne Eindrücke, Schläfen lang, nach hinten erweitert, eckig vorragend [Abb. 4]. Stirn mit einem tiefen, quadratischen oder hufeisenförmigen Eindruck (♂) oder nur mit einem flachen Quereindruck (♀). Die Fühler des ♀ gesägt, beim ♂ gekämmt [Abb. 5], die Fortsätze nicht länger als die Glieder selbst. Flügeldecken flach, mit anliegender Behaarung. Mittelhüften beieinander stehend.
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Abb. 4
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Abb. 5
Schizotus Newm.-Scheitel hinten mit 2 großen, tiefen Gruben, welche hinten leistenförmig begrenzt sind (♂) [Abb. 6] [Abb. 7], oder am Hals mit einer scharfen Querfurche (♀). Schläfen hinter den Augen kurz und abgerundet, schmal, an der Stirn keine scharfen Eindrücke. Fühler des ♀ gesägt, beim ♂ gekämmt [Abb. 8], die Fortsätze vom 3. Glied an wenigstens so lang wie 2 Glieder zusammen, sehr dünn und wollig behaart. Flügeldecken mit Spuren von breiten, flachen Rippen [Abb. 9]. Die Behaarung nicht ganz anliegend. Mittelhüften in der Mitte einander nicht berührend.
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
#3
Pilipalpus Fairmaire 1876Augen ganzrandig, Schläfen kurz. Endglied der Kiefertaster stark beilförmig. Bei den Hautflügeln fehlt die 4. Ader. Seitenlappen der Aedeagi an der Spitze dreiästig. Weibchen unbekannt: Tribus Pilipalpini Nur 1 Gattung aus Chile.
Pedilus Fischer 1822-Augen ausgerandet. Schläfen meist deutlich. Endglied der Kiefertaster nicht beilförmig. Bei den Hautflügeln ist die 4. Ader vorhanden. Seitenlappen der Aedeagi an der Spitze getrennt. Der Griffel entspringt an der Spitze der 2-gliedrigen Coxite des Opipositors. Nur 1 in Nordamerika, Asien und Osteuropa vertretene Gattung.
Enthaltene TaxaPedilus Pilipalpus PyrochroaSchizotus
Erstellt am: 31.12.2010 · Letzte Aktualisierung: 25.01.2025 - 13:57:52
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