Untergattung Testediolum Ganglbauer 1892)

CarabidaeTrechinaeBembidiiniBembidiinaBembidion
Von Arved Lompe (n. W. Marggi & C. Huber)
Marggi, W. & Huber, C. (1993 ): Diagnose und Faunistik von Bembidion-Arten der Untergattung Testediolum Ganglbauer Col., Carabidae) der Schweizer Alpen - Mitteilungen der Schweizerischen Entomologischen Gesellschaft, 66: 439-455
Eine sichere Determination der Arten ist nur nach dem männlichen Genital möglich!
#1
→ 3Flügeldecken des ♀ in größerer Ausdehnung, des ♂ an der Spitze genetzt *) *) Hierher wäre wegen der ganz schwarzen Fühler auch das Müller unbekannte B. argaeicola Gglb. zu stellen, das aber verwandtschaftlich sicher in die Nähe des planipenne gehört. Von pyrenaeum und seinen Rassen schon durch die flach verrundeten Schultern und die an der Basis hellen Schienen leicht zu unterscheiden. Weitere Details ...Peryphus Dejean, 1821 - LZ 24, Anmerkung
-Flügeldecken des ♀ höchstens an der Spitze genetzt, die des ♂ vollkommen glatt. (Halsschild ziemlich schmal und stark herzförmig, Spitzenstreif der Flügeldecken meist undeutlich.) Siehe B. seriatum, substriatum und turcicum unter ...Nepha Motsch. 1864
#3
→ 4Oberseite meist bronzefarben oder dunkel erzfarben, selten blau (glaciale ab.), dann aber der Halsschild breit herzförmig und der Spitzenstreif scharf eingeschnitten
-Oberseite blau, Halsschild schmal herzförmig, Flügeldecken mit undeutlichem Spitzenstreif. Siehe B. turcicum unter ...Nepha Motsch. 1864
#4
→ 5Weniger gestreckte Arten vom europäisch-asiatischen Festland mit breiterem Halsschild
agile Duval-Schlanke Art von Korsika und Sardinien mit schmalem Halsschild. Derselbe ist meist kaum breiter als der Kopf, herzförmig, mit rechtwinkeligen, an der Basis etwas abgeschrägten Hinterecken. Augen flacher, Fühler schlanker als bei B. glaciale und pyrenaeum *). Flügeldecken wenigstens beim ♀ gleichmäßig polygonal-isodiametrisch genetzt. Oberseite schwarz, mit schwachem Erzschimmer; Schienen meist etwas bräunlich. 3,5-4,2 mm. V: Korsika, Sardinien *) Im Kopf- und Fühlerbau stimmt diese Art mit. den kaukasisch-asiatischen Testediolum-Arten besser überein als mit glaciale und pyrenaeum Es ist nicht unmöglich, daß B. agile die westlichste Form des kaukasischen armeniacum darstellt, von dem es sich fast nur durch den schmäleren Halsschild unterscheidet.
#5
→ 6Kopf breit, mit stark gewölbten Augen und kürzeren Fühlern. Flügeldecken beim ♂ an der Spitze, beim ♀ überall, fast gleichmäßig, polygonal-isodiametrisch genetzt.
-Kopf schmäler, mit kleineren Augen und schlankeren Fühlern als glaciale; Flügeldecken feiner genetzt, beim ♀ und ♂ die Netzung im apikalen Drittel deutlich, nach vorne allmählig feiner oder fast unterdrückt, die Netzmaschen bisweilen schwach quergestreckt. Oberseite schwärzlich, ± erzglänzend. Halsschildseiten vor der Mitte in flacherer Kurve gerundet und nach hinten schwächer verengt als bei pyrenaeum. 4-5 mm. Ungefleckte Stücke von kokandicum Siehe ...Peryphidium Tschitschérine, 1895
#6
→ 8Halsschild stark quer, mit breiterer Basis, dieselbe wenig schmäler als der Vorderrand. Oberseite meist bronzefarben, aber auch bläulich. B. glaciale und seine Verwandten.
→ 7-Halsschild schmäler, stark herzförmig, an der Basis viel schmäler als der Vorderrand, (fast wie bei B. substriatum). Westeuropäische Formen.
#7
→ 12Kleine, gedrungenere, meist bronzefarbige Form mit Flügeldeckenstreifen von wechselnder Stärke; die eingeschnürte Basalpartie des Halsschildes sehr kurz, die Hinterecken daher klein und meist nicht scharf abgesetzt. 3,5-4 mm. Pyrenäen und Westalpen.
montanum Rambur, 1838Fundmeldungen-Größere und schlankere, schwach grünlich schimmernd, mit feinenStreifen auf den Flügeldecken. Die eingeschnürte Basalpartie des Halsschildes länger und schärfer abgesetzt. 4-4,5 mm. V: Sierra Nevada.
pyrenaeum carpetanum Sharp, 1901-ähnlich montanum, jedoch von diesem durch weniger lang abgesetzte Basalpartie des Halsschildes unterschieden. V: Sierra Guadarrama.
#8
→ 9Eine sichere Determination der Arten ist nur nach dem männlichen Genital möglich! Flügeldecken auch in der Mitte nahezu parallel [Abb. 1], Seitenrand schmal, Schultern deutlicher ausgeprägt, große Arten, 4-5 mm (glaciale-Gruppe).
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Abb. 1
→ 11-Flügeldeckenseiten oval gerundet, Flügeldeckenseitenrand breiter aufgebogen, Schulterbeulen weniger deutlich oder ganz verrundet, kleinere Arten, 3-4,2 mm (pyrenaeum-Gruppe).
#9
glaciale Heer, 1837FundmeldungenHalsschildseiten deutlicher vor den Hinterwinkeln ausgeschweift, Spitze des Aedoeagus breit verrundet [Abb. 2]. V: Alpen, Karpaten, Balkan; hochalpin.
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Abb. 2
→ 10-Halsschildseiten weniger deutlich ausgeschweift [Abb. 3]; dadurch wirkt der Halsschild oft stärker quer als bei glaciale. Penisspitze schlanker mit nach unten rechts weisender kleiner Zuspitzung und abweichendem Feinbau [Abb. 4].
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Abb. 3
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Abb. 4
#10
magellense Schauberger, 1922V: Maiello, Gran Sasso.
magellense alpicola (Jeannel, 1940)Fundmeldungen-Habitus [Abb. 1]. Aedoeagus [Abb. 5] [Abb. 6]. V: Meeralpen bis Schweiz und Salzburg (Hohe Tauern)
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Abb. 1
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Abb. 5
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Abb. 6
#11
→ 12Schultern flach verrundet, Halsschild schmal herzförmig, Aedoeagus gerade und parallelseitig mit kurzer breit verrundeter Spitze [Abb. 7].
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Abb. 7
→ 12a-Aedoeagus nicht parallelseitig, nach hinten deutlich verjüngt mit länger ausgezogener und nicht so breit verrundeter Spitze.
#12
pyrenaeum Dej., 1831Habitus [Abb. 8] [Abb. 9]. Pyrenäen
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Abb. 8
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Abb. 9
poenini Marggi & Huber, 1993-Aedoeagus [Abb. 7] [Abb. 10]. Habitus [Abb. 11]. Cottischen Alpen, Meeralpen bis Schweiz und Österreich (Vorarlberg) ssp.
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Abb. 7
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Abb. 10
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Abb. 11
#12a
→ 13Schultern schwach, aber mit angedeuteter Beule, Halsschild stärker quer, Aedoeagus mit ausgezogener Spitze und abweichendem Feinbau im Inneren.
julianum De Monte in Netolitzky, 1943🗺Coleoweb-Schultern völlig verrundet, Flügeldecken gegen die Spitze erweitert, Halsschild wenig quer, oft mit stumpfen Hinterwinkeln. Penis mit scharfer spindelförmiger Spitze [Abb. 12]. Endemische Art der Julischen Alpen und Karawanken In Mitteleuropa nur in Österreich, hochalpin.
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Abb. 12
#13
rhaeticum Heer, 1837Spitze des Aedoeagus nach unten gebogen, gleichmäßig aus der Rundung der Innenkante heraus zugespitzt [Abb. 13]. V: Rätische Alpen, Bergamasker Alpen, Trentino.
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Abb. 13
jacqueti (Jeannel, 1940)-Spitze des Aedoeagus gerade, länger schnabelförmig ausgezogen und in sich gedreht, dadurch bei seitlicher Betrachtung oft abgewinkelt erscheinend, leicht zur rechten Seite gedreht, deutlicher abgesetzt und irgendwie unregelmäßig [Abb. 14]. V: Apennin, Westalpen, Meeralpen, Schweiz. (=nicaeense Schuler, 1962)
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Abb. 14
Enthaltene Taxaagile glaciale jacqueti julianum magellense montanum poenini pyrenaeum rhaeticum
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 21.10.2022 - 20:14:11
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