
♂ mehr als 3,96 mm, ♀ mehr als 4,1mm. 2. Fühlergeißelglied mindestens 5 mal so lang wie breit. ♂: Dorn der Vorderschienen klein, mit einer Borste abschließend, das 2. Sternit in der Mitte nicht oder nur schwach geschwollen, ungefähr so konvex wie die an den Seiten, sein Hinterrand gerade. Aedeagus an der Spitze abgerundet, fast spatelförmig und deutlich unsymmetrisch [Abb. 2]. Die Innenstruktur länger als breit und mit einer gezähnten Struktur an der Spitze. ♀: 5. Sternit mit einem stachelförmigen Fortsatz in der Mitte hinten, der kielförmig auf 2/3 der Länge des Sternits nach vorne verlängert ist [Abb. 3], die Flecken von weißen Schuppen an Hinterrand dieses Sternits relativ dicht, fast diesen Mittelkiel erreichend. Ovipositor [Abb. 4]. B: Ausschließlich an ·Onopordum· sp. (Eselsdisteln). D: Bekannt aus Österreich, Marokko und Spanien. Aufgrund des Vorkommens der Wirtspflanzen kann aber eine weitere Verbreitung in Europa dieser bisher nicht von horridus unterschiedenen Art angenommen werden.


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-Kleiner [Abb. 5], die ♂ weniger als 3,96 mm, die ♀ weniger als 4,1 mm. 2. Fühlergeißelglied weniger lang. ♂: Dorn der Vorderschienen von normaler Größe, nicht in einer Borste abschließend. Das 1. Sternit mit einer Grube, das 2. in der Mitte mit einer dichter beschuppten Beule, deren Hinterrand kantig ist und steil zur Naht abfällt [Abb. 6] und diese manchmal überragt. Aedeagus entweder leicht zugespitzt [Abb. 7] [Abb. 8], oder mäßig abgerundet [Abb. 9], nicht spatelförmig, symmetrisch, seine Innenstrukturen groß und zahnförmig. ♀: 5. Sternit mit oder ohne Stachel an der Hinterkante, der nach vorne laufende Kiel erreicht jedoch höchstens 1/3 der Länge des Sternits [Abb. 10]. Die weißen Flecken sind viel spärlicher beschuppt und auf die Hinterwinkel des Sternits begrenzt. Ovipositor [Abb. 11]. Spermatheka [Abb. 12]. B: Nicht an Onopordum, sondern an anderen distelförmigen Asteraceen, vor allem ·Cirsium· und ·Carduus·. D: Sicher in Spanien, Frankreich, Deutschland und Kroatien, aber in Anbetracht der weiten Verbreitung und der Häufigkeit der Wirtspflanze ·Cirsium vulgare· sicherlich viel weiter verbreitet; nach Nordamerika, Australien und Neuseeland eingeführt; in Mitteleuropa selten und vielfach nur alte Angaben. Fehlt in der Ebene, das Oder- und das Mittelelbegebiet ausgenommen. (=mortadelo Alonso-Zarazaga & Sanchez-Ruiz, 2002) Eine abweichende Form wurde von Alonso-Zarazaga & Sanchez-Ruiz (l.c.) als mortadelo beschrieben. Die Form war nur in wenigen Stücken aus Australien (dort wurde horridus zur Bekämpfung der europäischen Disteln eingeführt) und Hannover bekannt. Wohl nur eine extreme Variation von horridus.







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Etwas größer: 1,8-2,1 mm. Mit 3-5 kräftigen Raspelhöckern auf dem Elytrenabsturz, die den Flügeldecken ein eckiges Aussehen geben [Abb. 22]. Flügeldecken mit aufgerichteten, überwiegend gelblichen Borsten, kahl erscheinend, am Grunde nur mit einzelnen, verstreuten, anliegenden hellen Haaren. Halsschild mit 3 hellen Längsbinden aus ovalen Schuppen. Braun, Flügeldecken rötlich oder bei frischen Stücken auch gelbrot mit brauner Naht und zwei schräg gekreuzten dunkleren Querbinden auf der Vorderhälfte, auf denen die hellen Börstchen durch dunkle ersetzt sind. Aedoeagus [Abb. 23]. B: An ·Plantago lanceolata· und ·Plantago maritima·. D: Über Europa ohne den Norden bis ins westliche Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa sehr verstreut und sehr selten; wird aus Böhmen, Schlesien, Bayern, Thüringen, Hessen und den Niederlanden angegeben.

-Die kleinste Art: 1,5-1,7 mm. Mit je einem winzigen Raspelhöcker auf den Intervallen 5 und 7. Flügeldecken zur Spitze hin stärker verrundet [Abb. 24]. Aedoeagus [Abb. 25]. B: An Küsten auf ·Plantago maritima· und ·Plantago coronopus·. D: Britische Inseln, Iberische Halbinsel, Frankreich: Bretagne, Rhonedelta.



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Der Höckerkamm vor dem Absturz kräftig entwickelt. Flügeldecken mit aufstehender Beborstung und einer kontrastreichen Zeichnung aus anliegenden kreideweißen Schuppen [Abb. 29]; die Börstchen im Bereich der weißen Beschuppung weiß, sonst bräunlichgelb. Weiß beschuppt sind 3 Halsschildlängsbinden, von denen die mittlere oft reduziert ist, eine gewinkelte Binde auf der Vorderhälfte jeder Flügeldecken sowie eine breite Binde hinter der Mitte. Oberseite heller oder dunkler braunrot. Penis [Abb. 30]. 2,3-2,9 mm. B: In Sandgebieten an Schafgarbe (·Achillea millefolium·), doch werden auch noch andere Kompositen angegeben (·Tanacetum·, ·Anthemis·). D: Über Mittel- und Vorderasien sowie Europa verbreitet; in Mitteleuropa wohl überall in Sandgegenden. Im ganzen nicht häufig oder selten.

-Flügeldecken vor dem Absturz ohne Anteapikalbeule, die Seitenkontur daher gleichmäßig verrundet, nur mit kleinen Raspelhöckern, die die Rundung nicht beeinflussen [Abb. 31]. Ohne netzartige, kontrastreiche Zeichnung auf den Flügeldecken. Stirn mit breiten weißen Schuppen [Abb. 32]. Oberseite lang beborstet, Flügeldecken mit einer schmalen und dahinter mit einer etwas breiteren, blassen, gebogenen Querbinde. Rüssel schwarz, übrige Oberseite gelb- bis dunkelbraun. Spitze der Vorderschienen bei den ♂ innen ohne Dorn. Penis [Abb. 33] [Abb. 34]. 2,2-2,5 mm. B: Entwicklung an ·Achillea millefolium·. D: In Mitteleuropa und den im Osten und Westen angrenzenden Gebieten; bei uns sehr selten: Thüringen, Sachsen, Hessen, Rheinland. (=hassicus Schltz.) Anmerkung: Frisch geschlüpfte Exemplare von spurnyi können eine ähnlich kontrastreiche Gitterzeichnung aufweisen, diese ist bei barnevillei jedoch vor allem hinter der Flügeldeckenmitte viel feiner.



Habitus [Abb. 35]. Halsschild lang abstehend behaart, die Anteapikalbeule nicht als kräftiger querer Höckerkamm ausgebildet, die Körner feiner und dichter gestellt, auf dem 6. Zwischenraum befinden sich 3, auf dem 7. stehen 3-5 Raspelkörner. Dem troglodytes ähnlich, aber die Fühler kräftiger, die Glieder kürzer, die Borsten der Flügeldecken dicker, der Halsschild vorn stärker abgeschnürt. Spitze der Vorderschienen bei den ♂ innen ohne Dorn. Aedoeagus [Abb. 36]. 2,4-2,8 mm. D: Über die West- und Südalpen (St. Bernhard, Mte. Baldo) bis Jugoslawien verbreitet; Tirol (Karwendelgebirge); vielleicht in den Alpen weiter verbreitet, aber verkannt.

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Fühlereinlenkung beim ♂ vor der Mitte des Rüssels [Abb. 38]. ♀ auf dem Analsternit ohne Mulde [Abb. 39]. Flügeldecken mit überwiegend hellen aufstehenden Borsten, dazwischen finden sich nur einzelne anliegende helle Haare, so daß der Untergrund kahl erscheint [Abb. 40]. (Man lasse sich nicht durch die oft vorhandene wachsartige Abscheidung irreführen). Epimeren der Mittelbrust nicht abstechend dichter beschuppt. Rotbraun bis dunkelbraun, Rüssel braun oder schwarz. ♂: Vorderschienen im Spitzenwinkel mit einem Dorn. Penis [Abb. 41] [Abb. 42], Spermatheka [Abb. 43]. 2,3-2,9 mm. B: An ·Plantago lanceolata·; Larvenentwicklung im Stiel, Verpuppung im Boden. D: Von Sibirien über Vorderasien und Europa bis ins westliche Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa überall häufig.





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-Fühler der ♂ unmittelbar vor der Mitte des Rüssels eingelenkt [Abb. 44]. ♀ auf dem Analsternit mit einer Grube [Abb. 45]. Dem troglodytes außerordentlich ähnlich, meistens etwas dunkler[Abb. 46] [Abb. 47] (eines der dargestellten Exemplare ist noch immatur!). Flügeldecken mit hellen und dunklen Borsten, der Untergrund besonders in der Vorderhälfte mit anliegenden weißen und dunklen Schuppen. Epimeren der Mittelbrust deutlich dichter hell beschuppt wie die übrige Unterseite. Fühlereinlenkung in (♂) oder hinter der Mitte des Rüssels (♀), Vorderschienen in beiden Geschlechtern im inneren Spitzenwinkel mit Dorn. Penis [Abb. 48] [Abb. 49]. 2,3-3,1 mm. B: Lebt an ·Plantago maritima·, jedoch nicht an allen Standorten dieser Pflanze, und ist am ehesten durch Beräuchern einzelstehender Pflanzen zu erlangen. D: Halobiont an den französischen Küsten sowie an der Nordseeküste in Ostfriesland und Schleswig-Holstein; an Binnenlandsalzstellen in Ungarn, Südmähren, am Neusiedlersee und in Thüringen (Kyffhäuser).




