Subtribus Aphodiina

ColeopteraLamellicorniaAphodiinae
Von Arved Lompe (n. F.-T. Krell & H. Fery)
Kleine bis mittelgroße Arten mit gewölbtem, oberseits glattem, kahlem Körper, nur die Flügeldecken manchmal ganz oder wenigstens an den Seiten und auf der Spitze kurz behaart. Schwarz oder schwarzbraun, Flügeldecken oft gelb mit dunklen Flecken oder rot. Mundteile nur für die Aufnahme weicher Nahrung geeignet. Fühler 9-gliedrig, 1. Geißelglied länger als die 5 folgenden Glieder; Halsschild gewölbt, verschieden punktiert, ohne Querwülste oder Furchen, jedoch beim ♂ (fimetarius) mitunter vorn eingedrückt. Flügeldecken mit 10 punktierten Streifen. Vorderschienen distalwärts gleichmäßig erweitert, mit Außenrandzähnen. Mittel- und Hinterschienen mit Querleisten, ihr Distalrand mit Borsten besetzt. Hinterschienenspitze mit 2 Enddornen. Bauch mit 6 Segmenten vo denen häufig nur 5 sichtbar sind. Die meisten Arten sind Dungbewohner, einige leben in fetter Gartenerde oder in faulenden Pflanzenstoffen, Die ♀ legen ihre Eier in das Substrat. Sie graben selbst keine Gänge in die Erde, einige sind aber Untermieter in den Brutröhren anderer Mistkäfer.
Die Untergattungen der früheren Autoren werden neuerdings als Gattungen betrachtet, was aber nicht von allen Spezialisten akzeptiert wird.
Die alte Tabelle von Machatschke ist schwieriger, dafür aber universeller und nicht so stark auf die mitteleuropäische Fauna abgestellt. ...Aphodius_FHL
#1
→ 2Schildchen lang, spitz; es erreicht 1/5 bis 1/3 der Flügeldeckenlänge [Abb. 1] [Abb. 2].
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 6-Schildchen kurz; es erreicht etwa 1/10 der Flügeldeckenlänge, manchmal noch weniger [Abb. 3].
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Abb. 3
#2
→ 3Schildchen tiefer als die abgeflachte Basis der Flügeldecken.
→ 5-Schildchen in der Ebene der gewölbten, nicht abgeflachten Basis der Flügeldecken.
#3
→ 4Kopf mit 3 Höckerchen.
Colobopterus Mulsant, 1842-Kopf nur mit einem, oft nur angedeuteten Höckerchen. 1Art: erraticus [Abb. 4]
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Abb. 4
#4
Eupleurus Mulsant, 1842Kopf mit Querkiel oder Querfalte. Schildchen matt. <10mm [Abb. 1]. Gattung
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Abb. 1
Coprimorphus Mulsant, 1842-Kopf ohne Querkiel oder Querfalte. Schildchen glänzend. >10 mm [Abb. 5]. 1 Art: scrutator. Gattung
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Abb. 5
#5
Teuchestes Mulsant, 1842Große, stärk gewölbte Art [Abb. 2]: 10-13 mm. 1 Art: fossor Gattung
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Abb. 2
Otophorus Mulsant, 1842-Kleine, mäßig gewölbte Art: 3,5-5 mm [Abb. 6]. 1 Art: haemorrhoidalis
otophorus_haemorrhoidalis_hab.jpg
Abb. 6
#6
Plagiogonus Mulsant, 18427. und 9. Flügeldeckenzwischenraum apikal zu einer erhabenen, stumpf kielförmigen Falte vereinigt, welche bis kurz vor die Flügeldeckenspitze reicht. 2,5-3 mm. Gattung
→ 7-7. und 9. Flügeldeckenzwischenraum bilden keinen gemeinsamen Kiel.
#7
→ 8Kopf stark konvex, in der vorderen Hälfte mit stumpfer Querleiste, vor dieser stark abfallend [Abb. 7].
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Abb. 7
→ 9-Kopf flach oder nur schwach gewölbt; meist ohne Querleiste.
#8
Loraspis Mulsant & Rey, 1869Stirn deutlich gehöckert; Halsschild der ♂ vorn in der Mitte mit schwachem Eindruck; Schildchen an den Seite erhöht und mit deutlichem Mittelkiel. 1 Art: frater (nur 58 frater (Muls. & Rey), Bd. 8, Seite 320)
Ammoecius Mulsant-Stirn nicht gehöckert; Halsschild vorn ohne Impression, Schildchen anders. Untergattung (Bd. 8, Seite 301)
#9
→ 10Vorderrand des Halsschilds gerandet (manchmal sehr undeutlich; solche Arten werden doppelt berücksichtigt).
→ 11-Vorderrand des Halsschilds nicht gerandet.
#10
Alocoderus SchmidtHalsschildbasis gerandet; Färbung gelbbraun, auf der Scheibe des Halsschilds ein dunkler Fleck; apikale Borsten der Hinterschienen kurz und gleichlang. Untergattung
Limarus Muls. & Rey-Halsschildbasis ungerandet; Färbung rotbraun mit ± deutlichen dunklen Flecken auf den Flügeldecken [Abb. 8]; Randung des Halsschildsvorderrands schwach. Untergattung
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Abb. 8
#11
→ 12Schildchen pentagonal, mit parallelen oder zur Spitze hin leicht konvergenten Seiten im basalen Teil [Abb. 9]; oder (bei Orodaliscus Rtt.) basal parallelseitig und am Ende stumpf zugespitzt.
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Abb. 9
→ 23-Schildchen dreieckig, von der Basis zur Spitze gleichmäßig verengt, mit geraden oder gebogenen Seiten [Abb. 10].
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Abb. 10
#12
Trichonotulus Bedel, 1911Halsschild und Flügeldecken vollständig behaart. Gattung
→ 13-Halsschildscheibe unbehaart.
#13
→ 14Halsschildbasis vollständig, deutlich, wenn auch manchmal sehr fein gerandet.
→ 20-Halsschildbasis ungerandet oder Randung in der Mitte ± breit unterbrochen; apikale Borsten der Hinterschienen kurz und gleichlang.
#14
→ 15Apikale Borsten der Hinterschienen kurz, kräftig und gleichlang [Abb. 11]. Stirnnaht ± deutlich gehöckert.
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Abb. 11
→ 16-Apikale Borsten der Hinterschienen lang, dünner und von ungleicher Länge [Abb. 12]; die Borsten können kürzer oder länger sein.
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Abb. 12
#15
Calamosternus Motschulsky, 1859Stirnnaht mit 3 deutlichen Höckern [Abb. 13]; Clypeus runzelig punktiert; die kräftige Basalrandung des Halsschilds ist von der Wölbung des Halsschilds deutlich abgesetzt [Abb. 14]. Untergattung
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Abb. 13
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Abb. 14
Liothorax Motschulsky, 1859-Stirnnaht lateral undeutlich gehöckert bis ungehöckert, in der Mitte ohne Höcker; Clypeus normal, selten schwach verrunzelt punktiert; Basalrandung des Halsschilds schwach bis geschwunden, Wölbung des Halsschilds in den Basalrand übergehend [Abb. 15]. Untergattung
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Abb. 15
#16
Mecynodes Muls. & ReyClypeus am Vorderrand deutlich ausgerandet, an den Vorderecken abgerundet (♂) oder zähnchenartig vorgezogen (♀); Körper verlängert, andeutungsweise zylindrisch; Oberseite schwarz, Flügeldecken selten mit je einem rötlichen Längsband. Länge 2-4 mm. Untergattung
Orodaliscus Reitter-Vorderrand des Clypeus jederseits der Ausrandung rechtwinklig bis stumpfeckig, jedoch nie breit abgerundet; Flügeldecken nach hinten erweitert, schwarzbraun mit zumeist rötlich aufgehellter Naht; Kopfvorderrand und Halsschildseitenrand schmal rotgelb aufgehellt. Länge 5-6,6 mm. Untergattung
→ 17-Vorderrand des Clypeus schwach bis nicht ausgerandet, daneben ± breit abgerundet; Körperumriß kürzer, zumeist eher oval.
#17
Euorodalus Dellacasa, 19831. Glied der Hintertarsen erweitert, viel dicker als die folgenden, oder breit bogenförmig und verflacht (im letzteren Falle sind die Flügeldecken typisch hell strohgelb mit schwarzem Nahtzwischenraum); oberer Endsporn der Hinterschienen in der apikalen Hälfte abgeflacht; Hinterschienen der ♂ deutlich erweitert [Abb. 16] [Abb. 17]. Untergattung
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Abb. 16
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Abb. 17
→ 18-1. Glied der Hintertarsen, Hinterschienen und deren Endsporne normal gebildet.
#18
Esymus Muls. & ReyFlügeldeckenzwischenräume deutlich konvex; Vorderrand des Clypeus nicht oder äußerst seicht ausgerandet; Endsporn der Vorderschienen bei beiden Geschlechtern gleichartig, spitz. Habitus [Abb. 18]. Gattung
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Abb. 18
→ 19-Flügeldeckenzwischenräume plan oder annähernd plan; Vorderrand des Clypeus immer ± deutlich ausgerandet; Endsporn der Vorderschienen beim ♂ mit hakenförmiger oder gekrümmter Spitze.
#19
Eudolus Mulsant & Rey, 1870Beine hell rotgelb; Metasternalplatte höchstens mikroskopisch punktiert; Parameren mit fächerförmigen, eventuell eingerollten Membranen. Gattung
Phalacronothus Motschulsky, 1859-Beine rotbraun, nur Tarsen heller; Metasternalplatte deutlich punktiert; membranöse Teile der Parameren nicht fächerförmig. Gattung
#20
→ 21Unterseite schwarz.
→ 22-Unterseite rötlich oder gelblich.
#21
Nialus Muls. & Rey, 1870Stirnnaht deutlich gehöckert, in der Mitte sehr deutlich. Gattung
Liothorax Motschulsky, 1859-Stirnnaht nicht oder undeutlich gehöckert. Untergattung
#22
Subrinus Mulsant & Rey, 1869Oberseite einförmig gelbbraun oder rötlich; Stirnnaht in der Mitte ohne Höcker. Untergattung
Labarrus Mulsant & Rey, 1869-Oberseite gelblich, Flügeldecken wie auch Halsschild mit dunklem Nebelfleck auf der Scheibe; Stirnnaht mit 3 Höckern. Untergattung
#23
→ 24Halsschild zwischen Seiten und Basalrand schräg abgestutzt, oft in der Abstutzung ausgerandet (manchmal ist die Abstutzung zum Halsschildseitenrand hin breit abgerundet, so daß nur ein kurzer gerader Rand in den Hinterwinkeln des Halsschilds zu erkennen ist); Halsschild bei den ♂ vorn mit oder ohne Impression.
→ 25-Halsschildhinterecken nicht schräg abgestutzt; Halsschild der ♂ ohne Eindrücke. Mitunter ein schwierig zu beurteilendes Merkmal (bei >>>Agrilinus kann der Verlauf des Halsschildhinterrands eventuell als andeutungsweise abgestutzt fehlinterpretiert werden).
#24
Aphodius_s_strClypeus kaum ausgerandet, jederseits breit abgerundet; Stirnnaht deutlich gehöckert; Halsschild beim ♂ vorn mit ± deutlicher Impression, die sehr selten, bei foetidus (Hbst.) jedoch häufig, vollkommen geschwunden ist; Flügeldecken braungelb bis rot [Abb. 19], häufig mit Flecken oder schwarzem Band, selten vollständig schwarz. Untergattung
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Abb. 19
Loraphodius Reitter-Vorderrand des Clypeus deutlich ausgerandet, daneben gewinkelt bis fast zähnchenartig; Stirnnaht nicht oder undeutlich gehöckert; Halsschild vorn ohne Impression; vollkommen schwarz, Flügeldecken manchmal kastanienbraun. Untergattung
#25
→ 26Hinterschienen in der Mitte des unteren Apikalrandes mit kurzen, kräftigen, gleichlangen Borsten [Abb. 11] oder unregelmäßig mit kurzen und längeren Borsten von unregelmäßiger Länge [Abb. 12], jedoch nie mit regelmäßig eingestreuten langen Borsten, das heißt die Borsten sind nie deutlich in zwei Längenklassen einteilbar. Am Apikalrand der Mittelschienen ist dieses Merkmal weniger deutlich.
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Abb. 11
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Abb. 12
→ 46-Hinterschienen in der Mitte des unteren Apikalrandes regelmäßig mit langen und kurzen Borsten, die in zwei Längenklassen eingeteilt werden können [Abb. 20]; beide Borstentypen können länger oder kürzer sein (zum Beispiel bei Agolius Muls. & Rey). Diese Beborstung manchmal nur an den Querleisten deutlich erkennbar [Abb. 12]. Bei altem Material und bei stark abgenutzten Tieren können selten fast alle Borsten oder die meisten längeren abgebrochen sein, so daß in Zweifelsfällen beide Alternativwege berücksichtigt werden sollten.
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Abb. 20
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Abb. 12
#26
→ 27Basis des Halsschilds ungerandet.
→ 30-Basis des Halsschilds für gewöhnlich vollständig gerandet, selten ist die Randung in der Mitte ± breit unterbrochen.
#27
Limarus Muls. & ReyVorderrand des Clypeus mit breiter, bogenförmiger Ausrandung, beiderseits davon gewinkelt oder fast zähnchenförmig (schräg von hinten betrachten!); Flügeldeckenstreifen relativ breit [Abb. 21] [Abb. 3]. Untergattung
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Abb. 21
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Abb. 3
→ 28-Vorderrand des Clypeus flach ausgerandet, jederseits breit abgerundet; Flügeldeckenstreifen linienförmig.
#28
→ 29Stirnnaht mit drei Höckerchen.
Agolius Muls. & Rey-Stirn ungehöckert. Untergattung
#29
Oromus Muls. & ReyFlügeldeckennaht einfach. Gattung
Parammoecius Seidlitz-Flügeldeckennaht dachartig gehoben.
#30
→ 31Apikale Borsten der Mittel- und Hinterschienen unregelmäßig ungleich lang [Abb. 12]. Diese Frage wurde in LZ >>>25 in ähnlicher Form schon mal gestellt, dort wurden aber die Arten mit regelmäßig ungleich langen Borsten [Abb. 20] abgetrennt.
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Abb. 12
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Abb. 20
→ 32-Apikale Borsten der Mittel- und Hinterschienen kurz und gleichlang [Abb. 11].
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Abb. 11
#31
→ 31aGrundfärbung der Flügeldecken gelbbraun, mit dunklem, schattenartigen Fleck oder schwarzen Längsmakeln.
→ 31b-Grundfärbung der Flügeldecken schwarz oder rot, zum Teil mit Flecken der jeweils anderen Farbe.
#31b
Melaphodius ReitterFlügeldecken gelbbraun mit großem, dunklem, schattenartigem Fleck, glänzend, aber mit starker Mikroskulptur; Aedoeagus mit fingerförmig verlängertem Basalstück. ♂ Untergattung
Volinus Mulsant-Flügeldecken gelbbraun mit kleinen schwarzen Längsflecken [Abb. 22].
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Abb. 22
#31b
Eudolus Mulsant & Rey, 1870Flügeldecken glänzend schwarz mit je zwei großen rötlichen Flecken; Parameren mit fächerförmigen, eventuell eingerollten Membranen. Untergattung
Amidorus Muls. & Rey-Flügeldeckenzwischenräume kräftig mikroretikuliert bis mikroskopisch längsgerunzelt, dadurch matt, in der Regel schwarz, auch rotbraun bis rot mit oder ohne dunkle Naht. Untergattung
#32
Parammoecius SeidlitzKopf stark konvex, vorn in der Mitte beulenartig geformt, nach vorn plötzlich abfallend, aber ohne die für Ammoecius Muls. typische Leiste; Färbung schwarz; Parameren, lateral betrachtet, von typisch gewinkelter Ausprägung [Abb. 23]. Untergattung
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Abb. 23
→ 33-Kopf nach vorn allmählich abfallend, schwach konvex.
#33
Acanthobodilus Dellacasa, 1983Wangen nicht erweitert, die Augen nicht überragend [Abb. 24] (gilt nur für die mitteleuropäische Art!); Flügeldecken gelbbraun, vollständig seidenartig bis deutlich matt, schwach punktiert. Untergattung
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Abb. 24
→ 34 → 40-Wangen schwach bis stark erweitert, die Augen immer überragend [Abb. 25]; Färbung unterschiedlich. ♂ ♀
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Abb. 25
#34
→ 35Basalstück des Aedoeagus verlängert, etwa 3 x so lang wie die Parameren [Abb. 26] [Abb. 27].
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Abb. 26
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Abb. 27
→ 36-Basalstück des Aedoeagus nicht auffallend lang, etwa 1,5 x so lang wie die Parameren [Abb. 28].
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Abb. 28
#35
Apikale Borsten der Hinterschienen kurz, aber ungleich lang; Flügeldecken gelbbraun mit dunklem diskalem Nebelfleck, dunklem Rand und dunklem Nahtzwischenraum. 6-7 mm. Untergattung ...Melaphodius Reitter
Bodilus Muls. & Rey-Apikale Borsten der Hinterschienen bei beiden Geschlechtern kurz und gleichlang. Es ist vor allem die Mitte des ventralen Bereiches des Apikalrandes zu betrachten, da die Beborstung zu den Seiten hin länger wird. Untergattung
#36
Agoliinus A. Schmidt, 1913Unterer Endsporn der Mittelschienen verkürzt und am Ende abgestutzt häkchenförmig. Gattung
→ 37-Unterer Endsporn der Mittelschienen von normaler Länge und regelmäßig zugespitzt (bei rufa (Moll) [Abb. 29] ventral betrachtet schräg abgestutzt, bei nemoralis Er. verkürzt und spitz bis ± stumpf).
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Abb. 29
#37
→ 38Stirnnaht in der Mitte mit kegeligem Höcker.
Planolinus Mulsant & Rey, 1870-Stirnnaht in der Mitte ohne kegelförmigen Höcker. Gattung
#38
Planolinus Mulsant & Rey, 1870Clypeus sehr fein und regelmäßig einfach, unverrunzelt punktiert, viel feiner als auf der Halsschildscheibe. Untergattung Planolinoides.
→ 39-Clypeus vor der deutlich ausgeprägten gebogenen Querleiste verrunzelt punktiert oder stärker als die Halsschildscheibe punktiert.
#39
Agrilinus Muls. & Rey Bodilopsis Adam, 1994Clypeus vor der deutlich ausgeprägten gebogenen Querleiste verrunzelt punktiert. Kopf völlig oder überwiegend schwarz. Gattung .. Clypeus stärker als Halsschildscheibe punktiert, manchmal schwach verrunzelt, ohne deutlich abgesetzte Querleiste. Kopf zumeist überwiegend hell.
#40
→ 41Größere Arten (5-9 mm) von überwiegend heller Färbung; Seitenränder, zumeist auch Basis und Vorderrand des Halsschilds deutlich und breit aufgehellt; Kopf meist in großer Ausdehnung hell. Clypeusvorderrand neben der ± schwachen Ausrandung nie winkelig, immer abgerundet; ictericus (Laich.) zeichnet sich ebenfalls durch helle (orangegelbe) Flügeldecken aus, mißt jedoch nur 4-5 mm, manchmal bis 6 mm).
→ 42-Kleinere Arten (3-6,4 mm) von zumeist schwarzer oder dunkelbräunlicher Färbung. Wenn größer, dann ist der Clypeusvorderrand beidseitig der Ausrandung winkelig (von hinten oben betrachten!). Flügeldecken oft heller; Kopf nicht in großem Ausmaß hell, höchstens marginal rötlich durchscheinend.
#41
Melaphodius ReitterFlügeldecken gelbbraun mit dunklem, ausgedehntem Nebelfleck (wie bei Untergattung Melinopterus), dunklem Nahtzwischenraum und dunklen Seiten. Halsschild schwarz mit aufgehellten Seiten. Kopf schwarz, marginal ± rötlich durchscheinend. Flügeldecken mit deutlicher Mikroskulptur, die einen schwach seidenartigen Glanz bedingt. Stirnnaht ohne deutliche kegelige Höcker, in der Mitte und beidseitig nur leicht erhöht. Apikale Borsten der Hinterschienen beim ♂ unregelmäßig ungleich lang, beim ♀ kurz und gleichlang. 6-7 mm. Untergattung
Bodilus Muls. & Rey-Nicht mit obiger Kombination übereinstimmend. Apikale Borsten der Hinterschienen bei beiden Geschlechtern kurz und gleichlang.
#42
→ 43Clypeusvorderrand beidseitig der deutlichen Ausrandung erhaben und zugespitzt, winkelig oder schwach verrundet dreieckig, nie breit abgerundet (von hinten oben betrachten!).
→ 44-Clypeusvorderrand beidseitig der zumeist schwachen Ausrandung weniger bis nicht erhaben und ± breit abgerundet. Ein schwer zu beurteilendes Merkmal. Im Zweifel beide Alternativen prüfen.
#43
Agrilinus Muls. & ReyClypeus mit gebogenem Querwulst. 4,5-5,5 mm. Siehe nemoralis Untergattung
Agoliinus A. Schmidt, 1913-Clypeus ohne gebogenen Querwulst, höchstens leicht beulenförmig aufgetrieben. 5-8 mm. Untergattung
#44
Planolinus Mulsant & Rey, 1870Clypeus gleichmäßig und einfach, unverrunzelt punktiert. Untergattung
→ 45-Clypeus verrunzelt punktiert bis völlig verrunzelt.
#45
Agoliinus A. Schmidt, 1913Flügeldeckenstreifen sehr schmal, im Bereich eines Punktes bis doppelt so breit wie kurz vor einem Punkt, aber niemals am Grunde flach. Flügeldeckenzwischenräume ± konvex und glänzend, sehr fein punktiert. 5-6 mm. Siehe piceus Untergattung
Agrilinus Muls. & Rey-Flügeldeckenstreifen breit, am Grunde flach, ihre Punkte kerben die glänzenden oder matten Zwischenräume nur wenig. (Bezüglich dieses Merkmals sind bevorzugt die ersten beiden Streifen zu betrachten.) Untergattung
#46
→ 47Basis des Halsschilds gerandet; Stirnnaht gehöckert oder ungehöckert.
→ 56-Basis des Halsschilds in der Mitte ungerandet; Stirnnaht ungehöckert.
#47
→ 48Flügeldecken schwarz, rotbraun, mitunter rot oder hellbraun mit dunkler Naht, oder aber mit hellen Diskalbändern oder -flecken auf dunklem Grund.
→ 52-Flügeldecken gelbbraun mit schwarzen, wohldefinierten Makeln [Abb. 30] oder mit großem, dunklem, schattenartigem Fleck, der sich weit ausdehnen kann oder aber kaum dunkler als der Grund ist; Halsschild gewöhnlich mit gelben Rändern.
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Abb. 30
#48
→ 49Wangen nicht weiter hervortretend als die Augen.
→ 50-Wangen deutlich weiter hervortretend als die Augen.
#49
Pubinus Mulsant & Rey, 1870Flügeldecken bei beiden Geschlechtern vollständig, dicht und ziemlich lang behaart; Flügeldeckenzwischenräume ± konvex, normal gebildet; Halsschild beim ♂ fast kahl, beim ♀ behaart. Untergattung
Sigorus Mulsant & Rey, 1870-Flügeldeckenzwischenräume breit und deutlich gerandet, verrunzelt punktiert; Flügeldecken fast kahl, Halsschild bei beiden Geschlechtern kahl. Gattung
-Flügeldecken weder behaart noch gerunzelt. Vgl. Lz. >>>18, Exemplare mit schwach ausgeprägten Wangen.
#50
Pseudacrossus Reitter, 1892Stirunaht oft schwach, aber immer deutlich gehöckert; Kopf vorn stark, mitunter verrunzelt punktiert; Flügeldeckenzwischenräume stark, doppelt, leicht längsrunzelig punktiert, sehr kurz behaart. Untergattung
→ 51-Stirnnaht nicht gehöckert; sollten angedeutete Höckerchen vorhanden sein, sind die Flügeldeckenzwischenräume nicht stark punktiert, sondern stark mikroretikuliert.
#51
Amidorus Muls. & ReyFlügeldeckenzwischenräume stark mikroretikuliert bis mikroskopisch längsgerunzelt, oft deutlich matt, mikroskopisch behaart, rudimentäre Punktierung in der Mikroskulptur kaum zu erkennen. Untergattung
→ 18-Flügeldecken glänzend, mit sehr schwacher Mikroskulptur.
#52
→ 53Flügeldecken gelbbraun mit kleinen schwarzen Flecken, die mitunter zu schrägen Längsbinden zusammengelagert, selten großflächig zusammengeflossen sein können [Abb. 30] [Abb. 31] [Abb. 32].
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
→ 55-Flügeldecken gelbbraun mit je einem meist großen, schattenartigen bis ± deutlich begrenzten Diskalfleck, der manchmal sehr dunkel und ausgedehnt sein kann, so daß nur noch Basis, Schulter und Nahtzwischenraum hell sind.
#53
Nimbus Mulsant & Rey, 1870Kopf vorn auf der Oberseite lang, aufrecht behaart [Abb. 33], eventuell bis auf einzelne lange Härchen abgerieben; Kopf und Halsschild mit schwach metallischem Glanz, Halsschild (von oben betrachtet) mit undeutlichen, breit abgerundeten Hinterecken. Untergattung
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Abb. 33
→ 54-Kopf auf der Oberfläche kahl; Kopf und Halsschild ohne Metallschimmer, letzterer mit stumpf abgerundeten Hinterecken, die noch deutlich erkennbar sind.
#54
Volinus MulsantFlügeldeckenstreifen gewöhnlich in großem Umfange deutlich dunkel [Abb. 22]; Stirnhöcker flach beulenförmig und nach vorn verlängert; Kopf, vor allem im Clypealbereich, fein und regelmãßig punktiert, niemals stark verrunzelt oder gekörnt; Wangen überragen die Augen kaum, sind sehr breit abgerundet [Abb. 34].. Kopfschildvorderrand schwach ausgerandet und ± gelb gefärbt [Abb. 35]. Gattung
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Abb. 22
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Abb. 34
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Abb. 35
Chilothorax Motschulsky, 1859-Flügeldeckenstreifen außerhalb der Fleckung oder Querbänderung hell [Abb. 36] [Abb. 37], ausnahmsweise (bei ausgedehnter Dunkelfärbung) ein oder zwei Streifen dunkel. Kopf kräftig bis runzelig punktiert; Stirnhöcker zumeist spitz, nie beulenförmig nach vorn verlängert. Wangen überragen die Augen [Abb. 38] und bilden einen Winkel oder sind abgerundet, flacher, die Augen wenig überragend. Untergattung
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Abb. 36
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Abb. 37
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Abb. 38
#55
Melinopterus MulsantFlügeldecken ± ausgedehnt, zumindest apikal deutlich behaart (seltene Ausnahmen, aber Vorsicht bei abgeriebenen Exemplaren!), Zwischenräume mit irregulärer, meist ± stark eingedrückter Punktierung. Untergattung
Nobius Muls. & Rey-Flügeldecken völlig kahl, Zwischenräume mit gleichförmiger, feiner und oberflächlicher Punktierung. Gattung
#56
Biralus Muls. & ReyWangen lateral nicht erweitert, die Augen nicht überragend. Untergattung
→ 57-Wangen lateral ± stark erweitert, immer weiter hervorragend als die Augen.
#57
Melinopterus MulsantFlügeldecken hellbraun mit ± dunklem, schattenartigem Diskalfleck, lateral und apikal behaart, wenn nicht abgerieben; Halsschild lateral, manchmal auch basal mit hellem Rand. Untergattung
→ 58-Anders gefärbt, zumeist dunkler.
#58
Acrossus MulsantKopf sehr groß [Abb. 39], halbkreisförmig, Wangen hinten rechtwinklig [Abb. 40]. Untergattung
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Abb. 39
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Abb. 40
Agolius Muls. & Rey-Kopf klein, Wangen ± abgerundet. Untergattung
Enthaltene TaxaAcanthobodilusAcrossusAgoliinusAgolius AgrilinusAlocoderus Amidorus Ammoecius Aphodius_s_strBiralus BodilopsisBodilusCalamosternusChilothoraxColobopterusCoprimorphusEsymusEudolus EuorodalusEupleurusLabarrusLimarusLiothoraxLoraphodiusLoraspisMecynodesMelaphodius MelinopterusNialusNimbusNobius OrodaliscusOromusOtophorusParammoeciusPhalacronothusPlagiogonus Planolinus Pseudacrossus Pubinus Sigorus SubrinusTeuchestesTrichonotulus Volinus
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 17.09.2023 - 17:29:47
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