Subtribus Athetina Fleming, 1821

ColeopteraStaphylinidaeAleocharinae
Von Arved Lompe (n. G. Benick & G.A. Lohse)
Lohse, G.A. (1971): Über gattungsfremde Arten und Artenkreise innerhalb der ,,Großgattung" Atheta Thomson. - Verh. Ver. naturw. Heimatforschung Hamburg, 38:67-83 >>>"Lohse1971 Großgattung Atheta.pdf"
Tarsenschema 4, 5, 5. Lippentaster 3-gliedrig, Innenlade der 1. Maxille innen häutig, zumindest in der Spitzenhälfte bedornt. Von den anderen Tribus mit gleichem Tarsenschema relativ leicht folgendermaßen zu unterscheiden: Von den Zyrasini durch das Fehlen breiter Wangen und durch eine kürzere Maxillarspalte, welche bei Arten mit normal entwickelten Augen nicht weiter als bis zum Augenhinterrand nach hinten reicht: von den Falagriini durch den im allgemeinen hinten nicht deutlich abgeschnürten Kopf (bei den wenigen Gattungen, wo eine solche Abschnürung vorhanden ist, sind die vorderen Bauchsegmente nicht wie bei den Falagriini an der Basis eingeschnürt); von den Schistogenini durch das nicht auffällig lange Kiefertaster Endglied und 3-gliedrige Lippentaster und von den Pronomaeini durch den nicht schnabelförmig verlängerten Kopf mit extrem verlängerten Kiefertastern. Schwieriger ist meist die Trennung von den Oxypodini, da die Vordertarsen auch bei starker Vergrößerung nicht immer, es sei denn im mikroskopischen Präparat, mit Sicherheit als 4-gliedrig erkannt werden können. Es wird deshalb an passender Stelle auf solche Gattungen dieser Tribus hingewiesen, bei denen erfahrungsgemäß leicht Verwechslungen vorkommen.
Mehrere Gattungen dieser weitaus umfangreichsten Aleocharinen-Gruppe sind ohne Berücksichtigung der Mundteile nicht scharf gegeneinander abzugrenzen. Da die mikroskopische Untersuchung der Mundteile jedoch einen für die gewöhnliche Bestimmung nicht vertretbaren Zeitaufwand und bei kleinen Objekten erhebliche Geschicklichkeit erfordert, werden die Tabellen in erster Linie auf sekundären Merkmalen aufgebaut. Dies bedingt aber, daß die Vertreter mehrerer Gattungen für den Ungeübten ohne Untersuchung der Mundteile nur auf dem Umweg über die Untergattungtabelle der Gattung Atheta zu identifizieren sind.
#1
Trichiusa T. L. Casey, 1894🗺ColeowebHalsschild struppig behaart, die Haare die Seitenrandkontur der Schläfen, des Halsschilds und der Flügeldecken überragend. Mittelhüften ziemlich breit getrennt. Habitus [Abb. 1].
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Abb. 1
→ 1a-Halsschild meist anliegend, seltener etwas rauh behaart, die Haare jedoch die Seitenrandkontur nicht überragend. Mittelhüften schmal getrennt oder zusammenstoßend.
#1a
Brachyusa Mulsant & Rey, 1874🗺ColeowebHintertarsen sehr gestreckt, so lang wie die Hinterschienen, Glied 1 so lang wie Glied 2-4 zusammen. Augen groß, fast die ganzen Kopfseiten einnehmend.
→ 2-Hintertarsen nur selten so lang wie die Hinterschienen, dann aber Glied 1 nicht länger als Glied 2 und 3 zusammen und die Augen kleiner.
#2
Dadobia Thomson, 1858🗺ColeowebKopf quadratisch mit rechtwinkligen Hinterecken, hinten deutlich halsartig abgeschnürt; Scheitel durch eine gerade, scharfe von oben sichtbare Randlinie nach hinten abgegrenzt [Abb. 2].
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Abb. 2
→ 3-Kopf anders gebildet.
#3
Callicerus Gravenhorst, 1802🗺ColeowebKopf hinten deutlich abgeschnürt, 3. (vorletztes) Kiefertasterglied entweder auffällig verlängert oder angeschwollen verdickt (birnenförmig), das Endglied klein, von oben oft nicht sichtbar. Fühler meistens auffällig stark [Abb. 3], das Endglied verlängert. (incl. Pseudosemiris)
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Abb. 3
→ 5-Kiefertaster nicht auffällig gebildet. Kopf hinten gewöhnlich nicht deutlich abgeschnürt. (Einen abgeschnürten Kopf hat nur noch Gattung Atheta Untergattung >>>Trochanterella ; beachte auch Tribus >>>Falagriini , insbesondere Gattung >>>Gnypeta)
#5
Megaloscapa Seidlitz, 1891🗺Coleoweb1. und 2. Fühlerglied auffällig verlängert. Kopf und Halsschild kräftig und wenig dicht punktiert. Halsschild rauh aufstehend behaart, mit scharf markierten Hinterwinkeln und konkav ausgeschweiften Seiten [Abb. 4]. Diese Gattung hat tatsächlich das Tarsenschema 4-4-5 und gehört zu den >>>Bolitocharini
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Abb. 4
→ 6-2. Fühlerglied niemals auffällig verlängert, die übrigen Merkmale in ihrer Gesamtheit nicht zutreffend.
#6
→ 7Halsschild auf der ganzen Scheibe mit fast vollständig nach hinten gerichteter anliegender Behaarung (Halschildbehaarungstyp VI) [Abb. 5].
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Abb. 5
→ 10-Halsschild anders behaart. Eine gerade nach hinten gerichtete Behaarung findet sich höchstens auf einem ± schmalen Mittelstreifen, daneben ist sie schräg nach hinten außen gerichtet oder quer oder von hinten nach vorne.
#7
Geostiba Thomson, 1858🗺ColeowebAugen bedeutend kürzer als die Schläfen. Flügeldecken kürzer oder viel kürzer als der Halsschild. Körper gelb [Abb. 6] oder hell bräunlich [Abb. 7].
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 8-Augen schläfenlang oder wenig (etwa 2/3 der Schläfenlänge) kürzer. Flügeldecken so lang oder länger als der Halsschild. Körper dunkelbraun oder schwarz.
#8
Tomoglossa Kraatz, 1856🗺ColeowebParallelseitig; Halsschild und Flügeldecken etwa gleichbreit, Hinterleib nach hinten nicht verengt.
→ 9-Körper ± spindelförmig, Halsschild schmäler als die Flügeldecken, Hinterleib zur Spitze verengt, Hintertarsen fast so lang wie die Hinterschienen; Fühler locker gegliedert. Mit Fühlern, deren Glieder dicht zusammengedrängt stehen: Gattung Notothecta, deren Halsschildbehaarung zu Zweifeln Anlaß geben könnte. Siehe LZ >>>11
#9
Pycnota Mulsant & Rey, 1874🗺ColeowebUmgeschlagene Halsschildseiten in Seitenansicht sichtbar. Mittelbrust ungekielt, Ligula breit, ungespalten. 2-2,5 mm.
Acrotona Thomson, 1859🗺Coleoweb Placusa Erichson, 1837🗺Coleoweb-Umgeschlagene Halsschildseiten in Seitenansicht nicht sichtbar. Ligula zweizipflig. 1,5-2 mm. Atheta Untergattung Beachte auch mit Tarsenschema 4, 4, 5.
#10
→ 11Fühler etwas spindelförmig, mit dicht zusammengedrängten Gliedern, deren Zwischengelenkstücke nicht erkennbar sind [Abb. 8]. Mittelhüften ± breit getrennt. 2,4-3,5 mm.
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Abb. 8
→ 12-Fühler locker gegliedert und mit gut erkennbaren Zwischengelenkstücken [Abb. 9]. Bei nur schmal getrennten Mittelhüften folge dieser Leitzahl.
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Abb. 9
#11
Notothecta Thomson, 1858🗺ColeowebHintertarsen sehr schlank. Schläfen unter den Augen ungerandet. Mittelbrust ungekielt. Habitus [Abb. 10]. Bei Ameisen.
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Abb. 10
Nehemitropia Lohse, 1971🗺Coleoweb-Hintertarsen mäßig schlank, Schläfen unter den Augen kräftig gerandet. Körper sehr Oxypoda-ähnlich [Abb. 11]. Mittelbrust gekielt [Abb. 12].
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Abb. 11
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Abb. 12
#12
Taxicera Mulsant & Rey, 1873🗺ColeowebAußenrand der Vorder- und Mittelschienen mit dichtgestellten Dörnchen besetzt, welche etwa die Stärke der Schienenenddornen besitzen. Abgeflachte, ± parallele Arten mit querem Halsschild [Abb. 13]; Halsschild und Flügeldecken weitläufig punktiert, ihre Behaarung ± quer gelagert.
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Abb. 13
→ 13-Außenrand der Vorder- und Mittelschienen einfach behaart. Im Zweifelsfall die anderen Merkmale nicht zutreffend.
#13
Actocharina Bernhauer, 1907🗺ColeowebKörper außerordentlich klein, dünn und flach: 1-1,4 mm [Abb. 14]. Kopf stark entwickelt, umfangreicher als der Halsschild, mit winzigen Augen. Flügeldecken kürzer als der Halsschild. Nur eine in den Alpen vorkommende Art.
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Abb. 14
→ 14-Anders gebaut. Ähnlich kleine Hydrosmecta-Arten haben wesentlich längere Flügeldecken.
#14
Alianta Thomson, 1858🗺Coleoweb4. vollständiges Tergit mit kräftigem basalen Quereindruck. Augen vorspringend. Flügeldecken und Hinterleib besonders zur Spitze körnig punktiert. 5. vollständiges Tergit etwa so lang wie das 4., 6. Tergit beim ♂ gedrängt mit groben Körnern besetzt, beim ♀ mit einem scharfen dreieckigen Einschnitt [Abb. 15]. 3 mm [Abb. 16]. Die von Ganglbauer ("Mittelhüften voneinander ziemlich weit getrennt") und später von Lohse ("Mittelhüften breit getrennt") übernommene Einschätzung, daß die Mittelhüften weit auseinander stünden kann ich in der Schärfe der Formulierung nicht nachvollziehen [Abb. 17].
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
→ 15-Mittelhüften genähert oder zusammenstoßend; höchstens einzelne der anderen bei Alianta angeführten Merkmale zutreffend.
#15
Halobrecta Thomson, 1858🗺ColeowebKopf kräftiger als der Halsschild, kräftig und ziemlich dicht flachgrubig punktiert [Abb. 18]. Mittelbrust mit Längskiel oder dachförmig erhaben. Vorletzte Fühlerglieder quer. Hinterleib parallel [Abb. 19]. 4. vollständiges Tergit ohne oder mit schwachem basalen Quereindruck. Augen von normaler Größe. Flügeldecken länger als der Halsschild. Ligula lang, nur an der äußersten Spitze gespalten [Abb. 20]. Meeresküstenbewohner. 3-3,5 mm.
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
→ 16-Kopf nur selten kräftig und dicht, kräftiger als der Halsschild punktiert, dann aber die vorletzten Fühlerglieder nicht quer oder die Augen viel kürzer als die Schläfen oder das 4. vollständige Tergit mit deutlichem Quereindruck. Ein Mittelbrustkiel findet sich bei diesen Arten nicht.
#16
Pachnida Mulsant & Rey, 1874🗺ColeowebSchläfen vollständig ungerandet. Basale Quereindrücke der Tergite sehr kräftig, auch das 4. vollständige Tergit mit deutlichem basalen Quereindruck [Abb. 21]. Vorderrand der Vorderbrust durch eine scharfe Furche gerandet.
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Abb. 21
→ 17-Schläfen selten ungerandet, dann aber das 4. vollständige Tergit ohne tiefen queren Basaleindruck. Vorderbrust vor den Vorderhüften nur mit einer feinen Vorderrandlinie.
#17
Neohilara Lohse, 1971🗺ColeowebVorderrand des Clypeus (am besten von vorn oben gesehen) in der Mitte konkav eingebuchtet. Rechte Mandibel in der Mitte des Innenrands mit kräftigem Zahn [Abb. 22]. Halsschildbehaarung vom Typ V [Abb. 23]. Braunrot bis rötlichgelb, Kopf und Hinterleib in der Mitte dunkel. ♂: Hinterrand des 6. Tergits mit 4 Zähnen [Abb. 24]. 2,5-3 mm. Habitus [Abb. 25].
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
→ 18-Vorderrand des Clypeus gerade oder leicht konvex.
#18
Amischa Thomson, 1858🗺ColeowebKopf von charakteristisch trapezförmiger Gestalt mit nach hinten stark erweiterten ungerandeten Schläfen, die länger sind als die kleinen Augen [Abb. 26] [Abb. 27]. 4. vollständiges Tergit ohne basalen Quereindruck, beträchtlich kürzer als das 5.. 5. vollständiges Tergit nie spärlich oder weitläufig punktiert. Hinterrand des 6. Tergits fast stets mit deutlichem dreieckigen Ausschnitt. Hinterbrust hinter den Mittelhüften völlig ungerandet. Ligula breit, groß und ungespalten [Abb. 28]. 1,7-2,5 mm.
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Abb. 26
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Abb. 27
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Abb. 28
→ 19-Kopf gewöhnlich anders geformt. Arten ähnlicher Größe mit erweiterten Schläfen und kleinen Augen haben immer zumindest ganz hinten gerandete Schläfen und das 5. vollständige Tergit ist meistens wesentlich weitläufiger punktiert als das 3.. Ein dreieckiger Ausschnitt am Hinterrand des 6. Tergits fehlt diesen Arten. Eine hinter den Mittelhüften ungerandete Hinterbrust findet sich nur bei Amidobia.
#19
Lypoglossa Fenyes, 1920Körper sehr Oxypoda-ähnlich [Abb. 29]. Umgeschlagene Seitenteile des Halsschilds in Seitenansicht nicht sichtbar. Hinterleib zugespitzt. Oberseite sehr fein skulptiert. Kopf mit kräftiger Schläfenrandung, aber ohne Halsrandung. Halsschildbehaarung vom Typ I [Abb. 30]. Mittelborste der Mittel- und Hinterschienen nur sehr kurz. Hintertarsen gestreckt, 1. Hintertarsenglied so lang wie Glied 2 und 3 zusammen. 3,8-4,2 mm. (=Megacrotona Scheerp.) Beachte auch Nehemitropia LZ >>>11
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Abb. 29
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Abb. 30
→ 20-Körper nicht Oxypoda-ähnlich, andernfalls unter 3 mm, oder 1. Hintertarsenglied kürzer und der Kopf mit einer Hals- und einer Schläfenrandung.
#20
→ 20aNur das 1. vollständige Tergit mit einem deutlichen basalen Quereindruck, das 2. manchmal mit der Andeutung eines solchen; 1.Hintertarsenglied so lang wie die beiden folgenden Glieder zusammen.
→ 21-Die 3 oder 4 vorderen vollständigen Tergite mit querem Basaleindruck, andernfalls 1. Hintertarsenglied kürzer als Glied 2 und 3 zusammen und die Mundteile anders.
#20a
Dacrila Mulsant & Rey, 1874🗺ColeowebHalsschildbehaarungstyp IV [Abb. 31]. Oberseite sehr fein, dicht seidenschimmernd behaart. Nur das 1. vollständige Tergit an der Basis mit einem deutlichen basalen Quereindruck, das 2. manchmal mit der Andeutung eines solchen. 1. Hintertarsenglied so lang wie die beiden folgenden Glieder zusammen. Oberseite (ähnlich wie bei Gattung Myllaena) sehr fein und dicht chagriniert und seidenschimmernd behaart. Innenrand der rechten Mandibel mit einem spitzen Zahn [Abb. 32]. Ligula bis auf den Grund gespalten [Abb. 33]. Tribus Tachyusini, Gattung
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
Platyola Mulsant & Rey, 1875🗺Coleoweb-Halsschildbehaarungstyp II [Abb. 34]. Oberseite ziemlich glänzend. Habitus [Abb. 35].
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Abb. 34
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Abb. 35
#21
Alpinia Brundin, 1948🗺ColeowebHinterbrust kürzer als die Hinterhüften [Abb. 36]. Tiefschwarze Arten alpiner Gebiete mit kurzen Flügeldecken ohne Schulterbildung.
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Abb. 36
→ 22-Hinterbrust stets bedeutend länger als die Hinterhüften, Flügeldecken stets mit Schulterbildung.
#22
Bellatheta Roubal, 1928🗺ColeowebFühlerbasisglied auf der Oberseite mit einer Längsaushöhlung, die jederseits von einer scharfen Kante begrenzt wird Körper von der Gestalt einer Microdota. Fühler kräftig, fast gekeult. Augen viel kürzer als die Schläfen.
→ 23-Fühlerbasisglied oberseits nicht oder nur ganz vorn ausgehöhlt.
#23
→ 24Vorderrand der Hinterbrust in der Mitte völlig ungerandet. Kopf ohne Spur einer Schläfenrandung. 1,5-2,8 mm. Schienen ohne auffällige Seitenborsten. Bei Ameisen.
→ 25-Vorderrand der Hinterbrust auch in der Mitte mit feiner Randlinie. Diese seltener gerade, meistens in einem Winkel nach vorn zwischen die Mittelhüften vorspringend. Eine Schläfenrandung fehlt nur bei 3 Arten mit auffällig langen Schienenmittelborsten.
#24
Amidobia Thomson, 1858🗺ColeowebHalsschild etwas gewölbt, mit gerundeten Seiten. Oberseite ± bräunlichgelb. 1,5 mm.
Lyprocorrhe Thomson, 1859🗺Coleoweb-Halsschild flach, quer, mit feiner Mittelfurche. Halsschildseiten in der Hinterhälfte parallel. Hinterrand schwach doppelbuchtig. Oberseite matt, ± braun. 2,5-2,8 mm.
#25
Thinoecia Thomson, 1858🗺Coleoweb Hydrosmecta Thomson, 1858🗺Coleoweb Hydrosmectina Thomson, 1858🗺ColeowebVorderrandlinie der Hinterbrust in der Mitte völlig gerade. Die Mittelhüften berühren sich mit ihren Innenkanten fast zur Hälfte ihrer Gesamtlänge [Abb. 37]. Schienen rauh behaart. Flache, betont parallele Arten mit verkürzter Schläfenrandung. Oberseitenskulptur gewöhnlich sehr fein. Flügeldeckennaht viel länger als der Halsschild. Entweder rechte Mandibel mit spitzem Zahn [Abb. 38] oder Innenrand der inneren Maxillarlade mit langen Dornborsten. Hierher 3 Gattungen, die in einer gemeinsamen Tabelle abgehandelt werden.
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Abb. 37
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Abb. 38
→ 26-Vorderrandlinie der Hinterbrust in deutlichem, wenn auch manchmal stumpfen Winkel zwischen die Mittelhüften vorspringend; andernfalls Hinterleib zugespitzt verengt. Innenrand der inneren Maxillarlade höchstens kurz bedornt, Innenrand der rechten Mandibel nur mit kleinem, stumpfen Zahn.
#26
→ 27Die Clypeusmitte liegt horizontal mit der abgeflachten Stirn in einer Ebene. Kopf groß, hinten nur mit einer meistens sehr verkürzten Randung, die selten bis unter die Augen verlängert ist [Abb. 39]. In diesem Fall hat das 4. vollständige Tergit einen tiefen basalen Quereindruck. Hinterleib parallelseitig. Anders ausgedrückt: die Stirn zwischen den Fühlern nach vorne mit dem Clypeus in einer Ebene gelegen; zum Scheitel kann die Stirn fast kantig abgebogen sein.
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Abb. 39
→ 28-Die Fläche des Clypeus bildet mit der gewöhnlich ± gewölbten Stirn keine gemeinsame horizontale Ebene, sondern fällt nach vorn ab. Kopf hinten mit 2 in spitzem Winkel zusammenlaufenden Randungen [Abb. 40], welche allerdings stark verkürzt und vom Halsschild verdeckt sein können. Nur bei 3 Arten mit zugespitztem Hinterleib und langen Schienenborsten fehlt eine Schläfenrandung. Anders ausgedrückt: Der Übergang vom Clypeus zur Stirn ist gewölbt und die Stirn ohne Knick in den Scheitel übergehend.
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Abb. 40
#27
Paranopleta Brundin, 1954🗺Coleoweb2. Lippentasterglied fast so lang wie Glied 3. Halsschildbehaarungstyp IV [Abb. 31]. 4. vollständiges Tergit mit deutlichem basalen Quereindruck. 2-2,5 mm [Abb. 41]. Beachte auch Dadobia [Abb. 2] LZ >>>2
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Abb. 31
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Abb. 41
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Abb. 2
Dinaraea Thomson, 1858🗺Coleoweb-2. Lippentasterglied nur halb so lang wie das 3. (letzte) Glied. Halsschildbehaarungstyp I [Abb. 30] oder IV [Abb. 31], dann aber das 4. vollständige Tergit ohne basalen Quereindruck. 2,5-3,7 mm [Abb. 42] [Abb. 43].
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 42
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Abb. 43
#28
→ 29Tarsen schlank, 1. Hintertarsenglied so lang wie die 2 folgenden Glieder zusammen, oder wenigstens wesentlich länger als Glied 2; in diesem Falle hat aber das ♂ auf dem 5. vollständigen Tergit einen kräftigen Mittelhöcker oder eine Längsleiste, andernfalls der Hinterrand des 6 Tergits mit Auszeichnungen. Halsschild nur schwach quer.
→ 30-1. Hintertarsenglied nicht wesentlich länger als Glied 2; andernfalls der Halsschild deutlich quer. ♂: 5. vollständiges Tergit stets ohne entsprechende Auszeichnung.
#29
Enalodroma Thomson, 1859🗺Coleoweb4. vollständiges Tergit mit basalem Quereindruck. Halsschildbehaarung vom Typ V [Abb. 23]. Ligula zweizipflig, zur Spitze nicht verschmälert. Atheta Untergattung
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Abb. 23
→ 29a-Nur die 3 ersten vollständigen Tergite mit basalem Quereindruck. Halsschildbehaarungstyp anders. Oberseite recht fein skulptiert. Ligula von der Basis zur Spitze konvergierend [Abb. 44] [Abb. 45]. Hinterrand des 6. sichtbaren Tergits mit Auszeichnungen.
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Abb. 44
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Abb. 45
#29a
Aloconota Thomson, 1858🗺ColeowebSchläfen parallel oder gerundet erweitert, Kopf nicht oder kaum schmäler als der Halsschild. Halsschildseitenborsten kurz. Hinterleib weniger dicht punktiert.
Disopora Thomson, 1859🗺Coleoweb-Schläfen hinter den Augen unmittelbar verengt, Halsschildseitenborsten lang. Kopf merklich schmäler als der Halsschild; Hinterleib auf den vorderen Tergiten dicht oder außerordentlich dicht und fein punktiert, meist ± seidenschimmernd behaart; 5. vollständiges Tergit glänzend, deutlich und wenig dicht punktiert.
#30
→ 31Ziemlich matt chagrinierte schwarze oder dunkelbraune Arten. Die nach hinten rundlich erweiterten Schläfen sind deutlich oder wesentlich länger als die Augen. Ligula fast bis auf den Grund gespalten [Abb. 46] oder 2-lappig [Abb. 47]. 1,7-3,8 mm.
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Abb. 46
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Abb. 47
→ 32-Ligula nur in der Endhälfte gespalten [Abb. 48], anderfalls (Ousipalia) kleine, glänzende Arten. Mandibeln stets einfach zugespitzt.
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Abb. 48
#31
Schistoglossa Kraatz, 1856🗺ColeowebMandibeln zweispitzig [Abb. 49]. Ligula in 2 getrennte Lappen geteilt [Abb. 47]. Habitus [Abb. 50].
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Abb. 49
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Abb. 47
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Abb. 50
→ 31a-Mandibeln einfach zugespitzt. Ligula kurz, tief gespalten [Abb. 46].
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Abb. 46
#31a
Boreostiba Lohse, 1990🗺ColeowebLigula nur bis zur Mitte gespalten. Mittelhüften getrennt. Fühler schlank, aber kurz. Glied 3 so lang wie 2, nur 1,5 mal so lang wie breit. Spermatheka mit kleiner Kapsel [Abb. 51].
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Abb. 51
Boreophilia G. Benick, 1973🗺Coleoweb-Ligula völlig in 2 Lappen gespalten. Mittelhüften einander berührend. Fühler lang und schlank, Glied 3 gewöhnlich länger als 2 und 2-2,5 mal so lang wie breit. Spermatheka mit großer Kapsel [Abb. 52]. (=Boreophilia Benick, 1973) (=Boreophilia G. Benick, 1973)
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Abb. 52
#32
Plataraea Thomson, 1858🗺ColeowebOberseite mit einzelnen lang aufgerichteten Tastborsten, welche in Seitenansicht gut erkennbar sind; diese entspringen auf dem Halsschild aus 4 im Quadrat angeordneten Punktgrübchen [Abb. 53]. 4. vollständiges Tergit mit deutlichem basalen Quereindruck. 2. Maxille mit deutlichen Paraglossen, die die Basis der Ligula weit überragen. Überwiegend bräunlich gefärbte Arten von 3,5-5 mm mit Halsschildbehaarung vom Typ III [Abb. 54], selten V [Abb. 23].
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Abb. 53
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Abb. 54
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Abb. 23
→ 33-Lange Tastborsten fehlen auf Halsschild und Flügeldecken. Arten ähnlicher Größe haben keinen basalen Quereindruck auf dem 4. vollständigen Tergit oder einen anderen Halsschildbehaarungstyp.
#33
Ousipalia desGozis, 1886🗺ColeowebOberseite glänzend, Augen meistens ziemlich klein, deutlich kürzer als die nach hinten erweiterten, hinten deutlich gerandeten Schläfen. Flügeldecken meistens sehr kurz [Abb. 55], 4. vollständiges Tergit ohne basalen Quereindruck. Ligula in 2 etwas auseinanderstehende feine Lappen geteilt [Abb. 56]. 1,3-1,9 mm.
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Abb. 55
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Abb. 56
→ 34-Ligula ungeteilt oder nur in der Endhälfte ± gespalten. Gesamtheit der Merkmale nur bei Arten der Atheta Untergattung Microdota vorkommend, wo die Gattung Ousipalia deshalb ebenfalls berücksichtigt wird.
#34
Alevonota Thomson, 1858🗺ColeowebAugen klein, viel kürzer als die Schläfen. Flügeldecken deutlich länger als der Halsschild, Schläfen hinten gerandet. 4. und 5. vollständiges Tergit etwa gleichlang. Vorletzte Fühlerglieder stark quer, Körper parallel, gestreckt, flach [Abb. 57], undeutlich punktiert. Ligula nur an der äußersten Spitze gespalten. Bräunliche oder gelbliche Arten von 2,5-3 mm. (=Aleuonota Thoms.)
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Abb. 57
→ 35-Gesamtheit der Merkmale nicht zutreffend. Ligula anders gebildet.
#35
→ 36Hinterleib in gleicher Stärke und Dichte bis einschließlich des 5. vollständigen Tergits ziemlich dicht punktiert. Kopf mit einfacher Randung, die bis unter die Schläfen reicht.
→ 37-Hinterleib auf dem 5. vollständigen Tergit weitläufiger als auf den vorderen Tergiten und nur mäßig dicht punktiert. Kopf mit einer Hals- und einer Schläfenrandung [Abb. 40].
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Abb. 40
#36
Dochmonota Thomson, 1859🗺ColeowebHalsschild quer, wenigstens 1,3 x so breit wie lang [Abb. 58].
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Abb. 58
Brundinia Tottenham, 1949🗺Coleoweb Trichomicra Brundin, 1945🗺Coleoweb-Halsschild schwach quer, weniger als 1,3 x so breit wie lang [Abb. 59]. Auf Salzböden. In diese Verwandtschaftsgruppe gehört auch die in Skandinavien vorkommende Gattung
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Abb. 59
#37
Liogluta Thomson, 1858🗺ColeowebHalsschildbehaarungstyp II [Abb. 34] [Abb. 60]. Arten von 3,5-5 mm [Abb. 61]. Halsschildscheibe wenig dicht punktiert, meistens mit 4 in einem Quadrat angeordneten Punktgrübchen in der Mitte.
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Abb. 34
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Abb. 60
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Abb. 61
→ 38-Gesamtheit der Merkmale nicht zutreffend; bei Halsschildbehaarung von Typ II ist entweder der Halsschild dicht punktiert oder (und) die Arten sind kleiner.
#38
Alaobia Thomson, 1858🗺ColeowebBunt gefärbte Art von 2,5-3 mm. Halsschildbehaarungstyp V [Abb. 23]. Ligula lang parallelseitig, in der Endhälfte gespalten.
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Abb. 23
Atheta Thomson, 1858🗺Coleoweb Atheta_s_l-Gesamtheit der Merkmale nicht zutreffend. Tabelle nur der Gattung Erweiterte Tabelle, die unter Verwendung weiterer Merkmale auch die hier über die Mundteile abgetrennten Gattungen berücksichtigt.
Enthaltene TaxaAcrotonaActocharinaAlaobiaAlevonotaAliantaAloconotaAlpiniaAmidobiaAmischaAthetaAtheta_s_lBellathetaBoreophiliaBoreostibaBrachyusaBrundiniaCallicerusDacrilaDadobiaDinaraeaDisoporaDochmonota EnalodromaGeostibaHalobrectaHydrosmectaHydrosmectina LioglutaLypoglossaLyprocorrheMegaloscapaNehemitropiaNeohilaraNotothectaOusipaliaPachnidaParanopletaPlacusaPlataraeaPlatyolaPycnota SchistoglossaTaxiceraThinoecia Tomoglossa TrichiusaTrichomicra
Erstellt am: 14.08.2010 · Letzte Aktualisierung: 21.04.2026 - 13:08:19
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