Kopf klein und ziemlich schmal, nicht breiter als lang, seine Breite entspricht 2/3 der Breite des besonders breiten, nach hinten schwach erweiterten Hinterleib. Augen klein, deutlich kürzer als die Schläfen. Halsschild mäßig quer, etwa 1/3 breiter als lang, Flügeldeckennaht länger als der Halsschild. Fühler kräftig, vorletzte Fühlerglieder etwa doppelt so breit wie lang. Rotbraun, Kopf oft und Hinterleibmitte dunkelbraun, Fühlerbasis und Beine hellbraun. Oberseite mäßig glänzend, äußerst fein, weitläufig punktiert. ♂: Kopf mit deutlicher Mittellängsfurche, Halsschild mit flachem, aber sehr umfangreichen Mitteleindruck. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 4]. 1,4-1,7 mm. Fehlt in der Ebene und im Westen; östlich der Elbe sehr verstreut und sehr selten, in neuerer Zeit dort kaum noch gefunden. In Böhmen, der Slowakei und dem östlichen Õsterreich selten. (=kaiseri Bernh.) (=dilatata Benick)
Flügeldeckennaht so lang oder länger als der Halsschild; Augen stark vorspringend, Kopf über den Augen am breitesten. Bunte Art. Halsschild, Hinterleibbasis und Spitze, Fühlerbasis und Beine hell gelbrot, Flügeldecken bräunlich, Kopf und Hinterleibmitte dunkelbraun. Oberseite ziemlich glänzend, Halsschild sehr fein und weitläufig, Flügeldecken deutlicher und dichter punktiert. Fühler kräftig, vorletzte Glieder gut doppelt so breit wie lang. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 5]. 1,3-1,8 mm. In ganz Mitteleuropa verbreitet aber nicht häufig, sowohl an Baumschwämmen als auch an Hutpilzen in Anzahl. Beachte auch die ähnliche >>>Pseudomicrodota felineki
Größer und vor allem breiter, jedoch der Halsschild weniger quer, etwa 1/5 breiter als lang, seine Punktur deutlich raspelig. Fühler etwas länger und kräftiger, kompakter wirkend, vorletzte Glieder gut doppelt so breit wie lang. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 6]. 1,5-1,8 mm. Wohl überall an Pilzen, besonders Clitocybe-Arten (Trichterlinge), aber auch an ·Tricholoma nudum·. Im Norden selten, aber gewöhnlich in Anzahl; sonst nicht häufig. (=validiuscula auct. nec Kr.)
-Kleiner und deutlich schmäler, Halsschild stärker quer, 1/4 breiter als lang, seine Punktur einfach eingestochen. Fühler etwas kürzer, vorletzte Glieder 2,5 mal so breit wie lang. Flügeldecken etwas kürzer, weitläufiger punktiert. Aedoeagus [Abb. 7]. 1,4- 1,5 mm. Nach Tieren aus Österreich und dem Schwarzwald beschrieben.
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Mit 1,1-1,2 mm die kleinste Atheta-Art [Abb. 8]. Schwarz, Flügeldecken schwarzbraun, Beine bräunlichgelb mit angedunkelten Schenkel. Kopf groß, schwach quer, die deutlich vorspringenden Augen etwas kürzer als die manchmal rundlich erweiterten Schläfen. Halsschild wenig breiter als der Kopf, in seiner Form etwas variabel, gewöhnlich nach hinten etwas stärker verengt, 1/6-1/4 breiter als lang. Flügeldeckennaht etwa so lang wie der Halsschild. Mäßig glänzend, grob chagriniert, Vorderkörper dicht und deutlich, aber nicht gekörnt punktiert. ♂: Kopf und manchmal auch der Halsschild mit Längseindruck. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 9]. In ganz Mitteleuropa weit verbreitet und nicht selten, vorzugsweise in Dung.

Einschließlich der Fühler tief schwarz, Schenkel und Schienen umfangreich geschwärzt. Vorletzte Fühlerglieder doppelt so breit wie lang. Kopf mäßig quer, Augen etwa schläfenlang. Halsschild wenig breiter als der Kopf, knapp 1/3 breiter als lang. Flügeldeckennaht etwas länger als der Halsschild. ♂: Hinterrand des 6. Tergits scharf stumpfwinklig ausgeschnitten. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 10]. 1,5-1,8 mm. Westeuropäisch, westmediterran. Von England und Skandinavien bis Algerien bekannt, aus Mitteleuropa bisher nur in Oldenburg, Holstein und dem Rheinland nachgewiesen, aber wohl weiter im westlichen Mitteleuropa verbreitet, wohl kaum, wie angegeben, in Österreich.
-Weniger dunkel, insbesondere die Fühler braun und die Beine gelbbraun, Flügeldecken schwarzbraun. Fühler schlanker, vorletzte Glieder etwa 1,75 mal so breit wie lang. Etwas breiter und durchschnittlich ein wenig größer als atricolor. Oberseite etwas weniger scharf gekörnt als dort. ♂: Hinterrand des 6. Tergits gerade. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 11]. 1,5-1,8 mm. In der Ebene, besonders im nördlichen Deutschland, sehr selten. Sonst besonders in Berggegenden, vom Schwarzwald über das Alpengebiet und sein Vorland bis nach Böhmen und Mähren verbreitet und besonders in Österreich nicht allzu selten. (=mortuorum Ganglb. nec Thoms.)
Halsschild (× 50) ohne erkennbare Punktur, durch dichtes Chagrin fettglänzend. Dunkelbraun, Halsschild rotbraun, Flügeldecken heller gelbbraun, Fühlerbasis und Beine braungelb. Flügeldecken dicht und fein, Hinterleib vorn weitläufig, nach hinten äußerst spärlich punktiert. Kopf mit flachen Augen, die etwa so lang wie die ebenfalls flachen Schläfen sind. Halsschild 1/4 breiter als lang, mit fast geraden Seiten. Flügeldeckennaht so lang wie der Halsschild. Fühler wenig dick, vorletzte Glieder nur gut 1,5 mal so breit wie lang. ♀: Spitzenrand des 6. Tergits flach ausgebuchtet. 1,9 mm. Nach 1 ♀ aus Flandern beschrieben. Könnte auch im westlichen Mitteleuropa vorkommen.
Tief schwarz, Beine braun. Fühler kurz und kräftig, vorletzte Glieder mehr als doppelt so breit wie lang. Kopf mäßig quer, wenig schmäler als der Halsschild, über den deutlich vorgewölbten Schläfen am breitesten; Augen kürzer als diese. Halsschild gut 1/4 breiter als lang, seitlich fast gleichmäßig gerundet. Flügeldeckennaht etwas länger als der Halsschild. Halsschild und Flügeldecken sehr fein und dicht punktiert. ♂: Hinterrand des 6. Tergits flach stumpfwinklig ausgeschnitten. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 14]. 1,5-1,6 mm. Boreoalpin. Bei uns in Oberbayern, Tirol und Steiermark selten.
Augen klein, wesentlich kürzer als die etwas backenförmig vorgewölbten Schläfen. Körper recht hell gefärbt: Braun, Halsschild rotbraun, Flügeldecken heller gelbbraun, Fühler zur Spitze leicht angedunkelt, Beine ganz hell. Flügeldeckennaht kürzer als der seitlich deutlich gerundete Halsschild. Halsschild und Flügeldecken sehr dicht punktiert. ♂: Hinterrand des 6. Tergits gerade abgestutzt, sehr fein krenuliert. Aedoeagus dem der amícula etwa gleich, Spermatheka [Abb. 15]. 1,7-1,9 mm. Aus Niederösterreich beschrieben, vermutlich weiter verbreitet.
Ziemlich hell gefärbte Art. Kopf und Hinterleib braun, Halsschild rotbraun, Flügeldecken gelbbraun, Beine einfarbig hell, Fühler mit rotgelber Basis, zur Spitze leicht angedunkelt. Hinterrand des 6. Tergits beim ♂ tief stumpfwinklig ausgeschnitten und deutlich krenuliert, beim ♀deutlich stumpfwinklig eingebuchtet [Abb. 16], Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 17]. 1,7-1,9 mm. Nach einer Serie übereinstimmernder Stücke aus den Karnischen Alpen (Kärnten) beschrieben. Vermutlich weiter verbreitet aber bisher nicht von der ähnlichen amicula getrennt.

Schwarz, Halsschild braun-schwarzbraun, Flügeldecken gewöhnlich etwas heller braun. Augen knapp schläfenlang, Fühler kräftiger. Hinterrand des 6. Tergits beim ♂ gerade oder ganz schwach ausgerundet, deutlich krenuliert, beim ♀ einfach gerundet [Abb. 18], Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 19]. 1,7-1,9 mm. In Mitteleuropa überall nicht selten. (=sericea Muls. Rey)

-Der amicula äußerst ähnlich; Augen etwas größer und stärker vorstehend, Flügeldecken gewöhnlich etwas länger und breiter, Fühler weniger kräftig. Hinterrand des 6. Tergits beim ♂ stumpfwinklig ausgeschnitten, aber nicht krenuliert. beim ♀ schwach aber deutlich eingebuchtet [Abb. 20]. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 21]. 1,7-1,9 mm. Bei uns ebenfalls überall, im allgemeinen etwas seltener, im Alpengebiet häufiger als amícula. (=parvicornis Brundin et auct. nec Muls. Rey)

Augen etwa schläfenlang. Kopf und Halsschild sehr fein aber deutlich, mäßig dicht punktiert. Halsschild fast 1/3 breiter als lang, seitlich sanft gerundet, zur Basis kaum stärker verengt. Flügeldeckennaht merklich länger als der Halsschild. Fühler zur Spitze nur mäßig verdickt, vorletzte Glieder kaum doppelt so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken manchmal dunkelbraun, Beine braun. Oberseite durch sehr feines und dichtes Chagrin nur matt glänzend. ♂ 6. Tergit [Abb. 22]. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 23]. 2-2,4 mm. Boreoalpin. In Mitteleuropa in den Alpen verstreut und selten.

-Augen klein, viel kürzer als die nach hinten fast geradlinig erweiterten Schläfen. Die größte Kopfbreite weit hinter den Augen nur wenig geringer als die Halsschildbreite. Halsschild kaum quer, nur 1/6 breiter als lang, seitlich kaum gerundet, nach hinten etwas verengt. Flügeldecken nur wenig breiter und ihre Naht nicht länger als der Halsschild. Schwarzbraun bis schwarz, Flügeldecken dunkelbraun. Beine braun, zum Teil angedunkelt. Kopf und Halsschild sehr fein, × 50 kaum erkennbar punktiert, der Untergrund durch grobes Chagrin fettglänzend. ♂ 6. Tergit [Abb. 24]. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 25]. 2,1-2,4 mm. Gailtaler und karnische Alpen in Hochlagen im feuchten Schotter. (=hercegovinensis Brundin nec Bernh.) Die Art erinnert durch die Kopfform an die Gattung Alpinia und wurde auch (1956) als solche beschrieben. Nach den Mundteilen und der langen Hinterbrust ist sie jedoch eindeutig eine Atheta. Sie bildet mit mehreren noch unbeschriebenen anderen Arten der Gebirge Europas eine gut abgegrenzte Artengruppe, für die der Rang einer besonderen Untergattung angemessen wäre, für welche der Name Paralpinia (Benick i.l.) vorgesehen ist. Paralpinia zeichnet sich besonders durch den auffälligen Hinterrand des 6. Tergits beim ♂, die parallelseitigen Fühlerglieder und die ,,Bessobia-Form" der Spermatheka der ♀ aus. Einstweilen behandeln Benick & Lohse hier jedoch die einzige bisher aus Mitteleuropa beschriebene Art als Microdota. Durch die Einbeziehung dieser Art verfällt der Name Atheta (Anopleta) strupiana Scheerp. (1960) der Homonymie. Benick & Lohse ändern ihn daher in strupiiana, da diese Schreibweise von dem Autor andernorts verwendet wurde.

Hinterrand des 6. Sternites beim ♀ in der Mitte eingebuchtet [Abb. 26]. Schwarz, wenig glänzend, Flügeldecken manchmal schwarzbraun, Beine braungelb, Schenkel oft angedunkelt. Kopf mäßig quer, über den großen Augen am breitesten. Halsschild etwa 1/3 breiter als lang, wesentlich kürzer als die Flügeldeckennaht. Fühler kräftig, Glied 3 mehr als 1,5 mal so lang wie breit, vorletzte Glieder etwa doppelt so breit wie lang. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 27]. 2-2,4 mm. In ganz Mitteleuropa verbreitet und nicht selten. (=procerula Scheerp.) Im Alpengebiet finden sich kleinere Stücke von nur 1,7-2 mm mit schmälerem Halsschild und kürzeren Flügeldecken die aber wohl nur eine besondere Rasse darstellen, da sich bei den ♂ kein Genitalunterschied feststellen ließ. Diese dürfen nicht für boreella gehalten werden.

-Die Halsschildpunktierung ist in der Beschreibung nicht angegeben. Färbung pechschwarz, etwas glänzend, mit hellbraunen Extremitäten. Mikroskulptur unregelmäßig isodiametrisch. Kopf schwach quer und deutlich schmäler als der Halsschild (Kopfbreite: 0,25 mm), Behaarung nach innen gerichtet, Schläfen nicht erweitert, aber vollständig gerandet, Augen in Seitenansicht so lang wie die Schläfen, 3. Fühlerglied deutlich kürzer als das 2.; 4. bis 10. Fühlerglied quer. Halsschild: deutlich quer (Halsschildbreite: 0,30-0,35 mm), Seitenteile der Vorderbrust in Seitenansicht nicht sichtbar, Behaarung in der Mittellinie von vorn nach hinten gerichtet, an den Seiten schräg nach außen (Typ II [Abb. 2]). Flügeldecken länger und breiter als der Halsschild (Flügeldeckenbreite: 0,36-0,40 mm), Flügeldeckennaht so lang wie der Halsschild (0,25 mm), Hinterrand der Flügeldecken an den Außenwinkeln nur äußerst schwach eingebuchtet, Behaarung im hinteren Teil zu den Außenwinkeln gerichtet. Hinterleib bis zum 4. freiliegenden Tergit parallelseitig, dann verschmälert, 1. bis 3. freiliegendes Tergit mit deutlicher, 4. mit schwacher Querfurche; bis zum 5. freiliegenden Tergit zunehmend weitläufiger behaart. Die Art ist durch das 6. freiliegende Abdominlasegment charakterisiert: ♂ 6. freiliegendes Tergit mit schwach konvexem Hinterrand, 6. freiliegendes Sternit charakteristisch zugespitzt [Abb. 28], Aedoeagus [Abb. 29]. ♀: 6. freiliegendes Tergit mit schwach konvexem Hinterrand, 6. freiliegendes Sternit in der Mitte deutlich eingebuchtet und mit charakteristischer Randbeborstung [Abb. 30], Sperrnatheka [Abb. 31]. 1,4-1,6 mm [Abb. 32]. D: Süd- und Mitteleuropa.





Mittelborste der Mittelschienen lang und kräftig, erheblich länger als die Mittelschienenbreite. Schwarz, Flügeldecken schwarzbraun, Beine braun, Schenkel und Schienen zum Teil angedunkelt. Oberseite durch kräftiges Chagrin fettglänzend. Kopf über den Augen kaum schmäler als der wenig quere Halsschild. Flügeldecken gestreckt, ihre Naht wesentlich länger als der Halsschild. Körper stark an eine Bessobia erinnernd. Fühler schlank, vorletzte Glieder etwa um die Hälfte breiter als lang. ♂: Kopf und Halsschild mit kräftiger Mittellängsgrube. Tergit [Abb. 33]. 1,8 mm. Von dieser sehr auffälligen Art ist bisher nur 1 ♂ vom Vogelsberg in Hessen bekannt.
Nur gedämpft glänzende Art von 1,4 mm. Schläfen 1,5 mal so lang wie die Augen. Kopf fast quadratisch, wenig schmäler als der Halsschild. Fühler sehr kräftig, vorletzte Glieder etwa doppelt so breit wie lang. Schwarz, Halsschild schwarzbraun, Flügeldecken braun, Fühler gelbbraun, Beine gelb. Halsschild 1/4 breiter als lang, Flügeldeckennaht deutlich länger als der Halsschild. ♂: Hinterrand des 6. Tergits seicht ausgerandet, mit scharf abgesetzten, etwas zahnförmig vorspringenden Außenecken. Aedoeagus [Abb. 34]. Nach einem ♂ aus Eutin in Holstein beschrieben.
Im allgemeinen durch die Färbung sehr ausgezeichnet, es kommen aber auch ganz schwarze Tiere vor. Kopf abstechend dunkler als der heller rotbraune Halsschild. Flügeldecken und Hinterleib heller oder dunkler braun, die hinteren Tergite geschwärzt. Fühler hell gelbbraun, die Glieder betont zylindrisch, zur Spitze wenig verdickt. Beine rötlichgelb. Halsschild so lang wie die Flügeldeckennaht. ♂: 6. Tergit schwach gerundet vorgezogen. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 35]. Im Mediterrangebiet weit verbreitet; in Mitteleuropa sehr selten, aber wohl überall zu erwarten, da die wenigen Funde über das ganze Gebiet verstreut sind.
♂: 6. Tergit sehr auffällig [Abb. 36]. Spermatheka [Abb. 37]. Im östlichen Mitteleuropa selten; Slowakei, Böhmen, östliches Österreich.


Schläfen vom Augenhinterrand an nach hinten rasch verengt, Flügeldecken am Hinterrand fast um 1/4 breiter als an den Seiten lang, an der Naht kaum länger als der Halsschild. ♂: Hinterrand des 6. Tergits in stumpfem Winkel eingebuchtet, außen abgerundet. Aedoeagus [Abb. 39]. Bisher von Prag und aus dem Trentino bekannt, vermutlich weiter verbreitet.
-Schläfen hinter den Augen parallel, nicht erweitert, hinten gerundet verengt. Flügeldecken wesentlich länger als der Halsschild, zusammen so breit wie an der Seite lang. Vorderkörper nur gedämpft glänzend. Fühler kräftig, vorletzte Glieder etwa doppelt so breit wie lang. Flügeldecken weitläufig, aber sehr fein punktiert, der Untergrund gerade erkennbar chagriniert. Spermatheka wie bei minuscula. Wegen der langen Flügeldecken und eines schwachen Basaleindrucks auf dem 4. vollständigen Tergit wurde die Art als Anopleta beschrieben. Nach ihrem Genital gehört sie wahrscheinlich hierher. Sicherheit kann nur das Auffinden eines ♂ ergeben. Nach 2 ♀ aus dem Allgäu beschrieben.
Das seitliche Drittel der Flügeldecken spiegelblank, weder chagriniert noch punktiert. Flügeldeckenbehaarung in der Innenhälfte fast quer gelagert. Fühler kurz und kräftig, vorletzte Glieder etwa doppelt so breit wie lang. Kopf groß, Schläfen etwas vorgewölbt. Halsschild kaum breiter als der Kopf, 1/3 breiter als lang, etwas kürzer als die Flügeldeckennaht. ♂: 6. Tergit deutlich stumpfwinklig ausgerandet, Außenecken nicht abgerundet, 6. Sternit verrundet. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 40]. Zierlichere Art von etwa 1,6 mm. Bisher nur aus Dänemark und Oldenburg bekannt; sehr selten.
-Flügeldecken bis zum Außenrand erkennbar chagriniert. Flügeldeckenbehaarung mehr schräg nach hinten gerichtet. Körper etwas robuster, doch in den Proportionen wie kerstensi. Fühler deutlich schlanker, vorletzte Glieder etwa 1,5 mal so breit wie lang. ♂: 6. Tergit gerundet abgestutzt und mit verrundeten Außenwinkel, 6. Sternit nach hinten vorgezogen und scharf dreieckig zugespitzt. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 41]. 1,6-1,7 mm. Sehr verstreut und sehr selten. Verbreitung wegen der früher unter diesem Namen zusammengeworfenen Arten ungewiss. England, Skandinavien, Nord- und Südtirol, Bulgarien. Bei uns im Rheinland; auch aus Thüringen, der Mark und Österreich gemeldet.
Tief schwarz, Knie und Tarsen heller. Fühler kräftig, vorletzte Glieder etwa doppelt so breit wie lang. Kopf schwach quer, Augen groß und vorspringend, schläfenlang. Halsschild 1/5 breiter als lang, wenig breiter als der Kopf. Halsschildpunktur mäßig dicht. ♂: 6. Tergit schmal abgestutzt, sein Hinterrand fein gekantet. ♀: 6. Sternit flach und breit gerundet abgestutzt, nach hinten nicht das 6. Tergit überragend. 1,6 mm. Nach einem Pärchen aus den Gailtaler Alpen beschrieben.
Etwas größer und breiter, Vorderkörper nur gedämpft glänzend. Fühler etwas länger und kräftiger, Glied 4-6 etwas schlanker, nicht oder kaum breiter als lang, vorletzte Glieder etwas mehr als 1,5 mal so breit wie lang. Halsschildbehaarung hinten mehr schräg nach hinten außen gerichtet. ♂: Hinterrand des 6. Tergits schwach gerundet, mit verrundeten Außenecken, 6. Sternit wesentlich breiter gerundet. Kopf und Halsschild mit tiefer Mittelgrube. Aedoeagus [Abb. 42]. 1,5 mm. Nach einem ♂ aus Belgien (Dilsen) beschrieben; wird sicher auch bei uns zu finden sein.
Flügeldecken etwas kürzer, hinten etwa 1/6 breiter als die Seitenlänge, diese 1,5 mal so lang wie der Halsschild, der 1/4 breiter als lang ist. ♂: 6. Tergit gerundet abgestutzt, 6. Sternit schwach dreieckig vorgezogen, die Spitze abgerundet (bei atomaria scharf zugespitzt). Kopf und Halsschild schwach niedergedrückt. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 43]. 1,2-1,4 mm. Aus Skandinavien, England, Frankreich, dem Rheinland und dem östlichen Österreich liegen Einzelfunde vor; sicher in Mitteleuropa weiter verbreitet. (=perexigua Sharp) (=atomarioides Brundin)
-Ein wenig kräftiger. Flügeldecken länger, an den Seiten so lang wie hinten zusammen breit und dort um 3/4 länger als der Halsschild. Dieser 3/8 breiter als lang. ♂ wie bei minuscula, jedoch die Verflachung des Kopfes und vor allem des Halsschilds etwas breiter und stärker. 1,3 mm. Nach 1 ♂ aus der Slowakei (Banska Bystrica) beschrieben. (Wahrscheinlich artgleich mit minuscula (Bris., 1859) Kr.). parallelipennis ist mit hoher Wahrscheinlichkeit artidentisch mit minuscula Bris., die inzwischen auch in Holstein gefunden wurde und daher wohl in Mitteleuropa weit verbreitet ist.
Halsschild sehr fein nur mäßig dicht punktiert, Punktur der Flügeldecken nur wenig stärker und dichter. Fühler ziemlich schlank, Glied 5 und 6 etwas breiter als lang, vorletzte Glieder etwa um die Hälfte breiter als lang. Halsschild etwas breiter als der Kopf, knapp 1/3 breiter als lang, seitlich sehr schwach gerundet. Flügeldeckennaht etwa so lang wie der Halsschild. Schwarz, Flügeldecken dunkelbraun, Beine gelbbraun. Flügeldeckenbehaarung bis auf eine schmale Zone querer Behaarung vor dem Hinterrand gerade nach hinten gerichtet. ♂: Hinterrand des 6. Tergits gerade, ziemlich grob auf der Oberseite des Segments gekerbt, die Außenwinkel mit einem etwas längeren Zähnchen. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 44]. In ganz Mitteleuropa, aber nicht häufig.
-Halsschild sehr fein und ziemlich dicht, Flügeldecken kräftiger und dichter, fast wie bei subtilis punktiert. Fühler im Basalteil dünn, Glied 5 und 6 nicht quer, vorletzte Glieder 1/4-1/3 breiter als lang. ♂: Halsschild in der Mitte mit einem großen Grübchen. Hinterrand des 6. Tergits wie bei indubia kräftig gekerbt, an den Seiten mit einem stärkeren Zähnchen. Nach einem am Brenner gefundenen ♂ beschrieben.
Halsschildseitenborsten (× 50) kaum sichtbar. Halsschild und Flügeldecken ziemlich dicht, feiner, schwach gekörnt punktiert. Fühler schlanker, zur Spitze wenig verdickt, vorletzte Glieder gut 1,5 mal so breit wie lang. ♂: Hinterrand des 6. Tergits hinten abgestutzt, mit gerundeten Außenecken. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 45]. 1,6-1,9 mm. Skandinavien, Nordwestdeutschland, Alpengebiet. Vermutlich weit verbreitet aber selten. (=alpina Benick)
-Halsschildseitenborsten deutlich länger als die Breite des 1. Fühlerglied. Fühler kräftiger, vorletzte Glieder doppelt so breit wie lang. Halsschild und Flügeldeckenpunktur dicht, deutlich gekörnt. ♂: 6. Tergit wie bei liliputana. ♀. 6 Tergit [Abb. 46]. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 47]. 1,6-1,8 mm. In Nordeuropa verbreitet; bei uns in der Ebene selten verstreut und selten, im Alpengebiet selten.

Oberseite heller gefärbt. Dunkelbraun, Flügeldecken und Fühler rotbraun, Beine braungelb. Halsschild und Flügeldecken äußerst fein, ziemlich weitläufig punktiert. Spermatheka [Abb. 48]. 1,6 mm. Nach 1 ♀ aus Zvolen/Slowakei beschrieben.
-Überwiegend schwarze Arten. Glänzend, Flügeldecken und Halsschild manchmal schwarzbraun, Fühler braun, Beine braungelb, Schenkel angedunkelt. Die hier angeführten Arten sind ausschließlich nach dem Genital sicher unterscheidbar. Aus Mitteleuropa ist nur eine von ihnen sicher nachgewiesen: Vorderkörper ziemlich lang und weitläufig behaart, Augen wenig vorspringend, Schläfen parallel oder schwach nach hinten erweitert. Flügeldeckennaht nicht oder kaum länger als der Halsschild. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 49]. 1,4-1,7 mm. In ganz Mitteleuropa, aber selten. Ferner gehört zu diesem Komplex
-1.: Eine bisher nur aus Norwegen bekannte Art, von der nur ♀ vorliegen. Ihr Vorderkörper ist etwas kürzer und dichter behaart, die Augen sind stärker vorspringend. Spermatheka [Abb. 33].
-2.: Eine weitere, ebenfalls nur als ♀ bekannte Art aus Skandinavien mit einer Spermatheka, die der der palleola entspricht.
-3.: Die dritte Art dieser Gruppe aus dem nördlichen Jugoslawien (Wochein) unterscheidet sich von glabricula durch etwas längere Flügeldecken, etwas schwächere Punktierung und den beim ♂ oben etwas stärker abgeflachten Kopf.