Unterfamilie Brachyderinae

ColeopteraRhynchophoraCurculionidae
Von Arved Lompe (n. S. Smrecynski)
Viedma, M. (1964): Contribución al conocimiento de la tribu Cneorhinini: Revisión de los géneros Attactagenus Tournier y Philopedon Stephens y consideraciones acerca de Cneorhinus Schönherr, Leptolepurus Desbrochers, Heydenonymus Desbrochers y Bletonius Hoffmann (Col. Curculionidae) - EOS 40(3-4):455-493 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Viedma1964 Cneorhinini.pdf"
Rüssel kurz und dick, gewöhnlich etwas kantig, Fühlerfurche an den Seiten des Rüssels gelegen, meistens schmal und parallelseitig, nach unten gebogen, seltener nach hinten verbreitert und verflacht, ihre Rand oder wenigstens Außenrand scharf. Klauen zumeist an der Basis miteinander verwachsen, seltener frei [Abb. 1].
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Abb. 1
#1
→ 7Klauen an der Basis miteinander verwachsen [Abb. 2].
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Abb. 2
→ 2-Klauen an der Basis nicht verwachsen.
#2
→ 3Oberkiefer normal gebaut. Stirn ohne tiefe Querfurche.
Psallidium Herbst, 1795-Oberkiefer am Außenrand mit nach vorn gerichtetem, dickem und ziemlich langem sichelförmigen Anhang. Stirn mit tiefer Querfurche zwischen den Augen [Abb. 3]. Tribus Psalidiini, einzige Gattung. (=Psalidium Ill.)
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Abb. 3
#3
→ 6Flügeldecken an der Basis viel breiter als der Halsschild, dort gerade, mit gut entwickelten Schultern, oben mit ovalen oder länglichen Schuppen bedeckt, selten behaart. Oberkiefer dicht mit metallischen Schuppen bedeckt, ohne Narbe nach dem larvalen Anhang. Tribus Sitonini pars.
→ 4-Flügeldecken an der Basis wenig breiter als der Halsschild, dort meistens flach ausgerandet, ohne Schultern [Abb. 4], oben mit vieleckigen braunen Schuppen bedeckt. Oberkiefer ohne metallische Schuppen, mit wenigen grauen Haaren, mit gut sichtbarer Narbe nach dem larvalen Anhang.
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Abb. 4
#4
SchelopiusVorderschienen an der Spitze nach außen und innen erweitert. Halsschild ohne Längsfurche, Flügeldecken mit deutlich nach außen vortretenden abgeschrägten Schultern, Fühlerschaft sehr kurz. - Hierher asiatische Arten. Tribus Sitoniini pars. (=Thelopius Desbr.)
→ 5-Vorderschienen an der Spitze nur nach innen oder gar nicht erweitert. Halsschild meist mit einer Längsfurche, Flügeldecken oft an der Basis nur wenig breiter als die Basis des Halsschilds, mit eckigem Basalwinkel aber abgerundeten Schultern. Tribus Barynotini.
#5
Geonemus Schoenherr, 1833Hinter den Vorderhüften vor dem Hinterrand der Vorderbrust einfach, ohne Höcker. In den starken Punkten der Streifen auf den Flügeldecken am Grunde mit einem runden Schüppchen. Vorderbeine viel länger und stärker als die andern. Arten aus Spanien und Südfrankreich.
Barynotus Germ.-Dicht hinter den Vorderhüften der Vorderbrust mit 2 genäherten Höckern, welche oft zu einer Beule mit einander verschmolzen sind. In den Punkten der Flügeldeckenstreifen befindet sich am Grunde ein mikroskopisch feines und kurzes Härchen. Vorderbeine kaum länger und stärker als die anderen [Abb. 4].
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Abb. 4
#6
Sitonini Germ.Halsschild punktiert. Habitus [Abb. 5] [Abb. 6].
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Abb. 5
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Abb. 6
Mesagroicus Schoenh.-Halsschild gekörnt, Körner mit einem Borstenpunkt. Habitus [Abb. 7].
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Abb. 7
#7
→ 8Die Artikulationsfläche des Kopfes den Hinterrand der Augen erreichend, vorne durch eine scharfe Kante begrenzt, die manchmal nur an den Seiten entwickelt ist. Augen sehr stark vorragend, meistens exzentrisch gewölbt [Abb. 8]. Kopf vor den Augen mit einer feinen eingeritzten, manchmal wenig deutlichen Querlinie. Fühlerschaft die Augen nicht oder wenig überragend. Tribus Strophosomini.
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Abb. 8
→ 9-Artikulationsfläche des Kopfes vorn ohne scharfe Grenze. Augen meistens gleichmäßig gewölbt, meist schwach vorragend, selten stark vorragend wie oben. Kopf vor den Augen meist ohne Querlinie. Fühlerschaft die Augen gewöhnlich deutlich überragend, aber auch kürzer.
#8
Strophosoma Billb.Fühlerschaft den Hinterrand der Augen nicht überragend [Abb. 9]. Habitus [Abb. 10].
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Abb. 9
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Abb. 10
Caulostrophus Fairm.-Fühlerschaft die Augen deutlich überragend. Ein gehobener Basalrand der Flügeldecken ist stets mehr oder weniger ausgebildet. 7 Arten im Mittelmeergebiet.
#9
→ 10Hinterschienen an der Spitze der Außenseite schräg abgeschnitten, wodurch die Artikulationsfläche der Hintertarsen fast an die Innenseite der Hinterschienen verschoben wird; Schrägfläche meistens beschuppt und mit starren Börstchen umrandet (geschlossenes Körbchen [Abb. 11]). Tribus Cneorhinini.
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Abb. 11
→ 15-Hinterschienen an der Spitze der Außenseite ohne beschuppte Schrägfläche, Artikulationsfläche der Hintertarsen senkrecht oder schwach schief zur Längsachse der Hinterschienen gestellt und nur am Außenrand mit starren Börstchen bewimpert (offenes Körbchen).
#10
→ 11Der Fühlerschaft die Augen weit überragend, gebogen.
→ 12-Der Fühlerschaft kurz und gerade, die Augen nicht überragend.
#11
BletoniusHinterhüften schmal getrennt, schmaler als die Hüften breit. 1 Art in Marokko.
Heydeneonymus Desbr.-Hinterhüften breit getrennt. Halsschild doppelt so breit als lang, die Seiten in der Mitte stark erweitert, Flügeldecken wenig breiter als der Halsschild. Hierher Arten vom Süden der Iberischen Halbinsel und aus Nordafrika.
#12
→ 13Vorderschienen an der Spitze nach außen lappenförmig erweitert [Abb. 12].
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Abb. 12
→ 14-Vorderschienen an der Spitze nach außen nicht erweitert.
#13
Leptolepurus Desbrochers.Metepisternen im hinteren Drittel nicht durch eine Naht getrennt; keine Querrille zwischen Rüssel und Stirn; Basis des Aedoeagus komplex. 1 Art im Mittelmeerraum.
Philopedon Stephens.-Naht der Episternen vollständig. Rüssel durch eine flache Querrinne vom Kopf getrennt. Die rudimentären, sehr kurzen und breiten Börstchen am Vorderrand der Vorderschienen zu einem einheitlichen Saum verschmolzen [Abb. 12]. Basis des Aedoeagus sehr einfach. Habitus [Abb. 13].
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Abb. 12
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Abb. 13
#14
Attactagenus Tournier.Naht der Episternen vollständig; Rüssel durch eine flache Querrinne vom Kopf getrennt; Kopf ohne Längsrinne (außer bei moralesi Viedma, wo sie durch eine Vertiefung angedeutet wird); Aedoeagus: Spitze des Penis von unterschiedlicher Form, aber nie tief gekerbt und mit einem fingerartigen Fortsatz in der Kerbe (mit Ausnahme von obscurus Hoffm., bei dem die Spitze in einem asymmetrischen endet). (=Cneorhinus auct., FHL)
Cneorhinus Schönherr, 1823🗺Coleoweb-Naht der Episternen in der hinteren Hälfte erloschen; Rüssel durch eine tiefe Querrinne vom Kopf getrennt; Stirn zwischen den Augen mit tiefer Längsrinne; Penisspitze tief eingekerbt und mit einem mehr oder weniger zurückgebogenen fingerartigen Fortsatz in der Kerbe.
#15
→ 16Flügeldecken mit gut entwickelten, großen Schultern [Abb. 14] und meist gezähnten Schenkeln; oder große Tiere mit kleinen Schultern [Abb. 15] und großen Schenkelzähnen wenigstens an einem Beinpaar. Tribus Polydrusini
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Abb. 14
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Abb. 15
Brachyderini-Flügeldecken ohne oder mit nur schwach angedeuteten Schultern [Abb. 16] [Abb. 17]. Schenkel nur ausnahmsweise gezähnt, dann aber deutlich ohne Schultern. Tribus
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Abb. 16
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Abb. 17
#16
Liophloeus Germ.Körper groß, 7-11 mm, robust, mit braunen und grauen, selten schwach metallisch schimmernden Schuppen bedeckt [Abb. 15]. Artikulationsfläche der Hintertarsen innerhalb des Borstenkranzes mit einer glatten und scharfen Kante [Abb. 18], welche außen fast unmittelbar der Gelenkhöhle der Hintertarsen anliegt.
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Abb. 15
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Abb. 18
→ 17-Körper kleiner, 2,5-8,5 mm, schlank, meist mit stark metallisch glänzenden Schuppen bedeckt. Artikulationsfläche der Hintertarsen normal.
#17
→ 18Kopf ziemlich schlank, Rüssel meistens so lang wie breit, selten etwas kürzer, vorne ohne abgegrenzte glatte Fläche.
Pachyrhinus Schoenherr, 1823-Kopf sehr breit. Rüssel viel kürzer als breit, vorne mit breiter, glatter, halbkreisförmig abgegrenzter, glänzender Fläche [Abb. 19], die kahl oder mit wenigen Schuppen(haaren) besetzt ist. Habitus [Abb. 14]. (=Scythropus Schoenh.)
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Abb. 19
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Abb. 14
#18
Polydrusus Germ.Halsschild schmäler als die Flügeldecken. Das 1 Glied der Fühlergeißel nicht auffallend verdickt. In Europa weit verbreitete Arten.
Homapterus Fairm.-Der Halsschild gewöhnlich wenig schmäler als die Flügeldecken, oben stark punktiert, der Fühlerschaft überragt etwas die Augen und das 1. Glied der Geißel ist fast so dick als der Schaft an der Spitze. Von Polydrusus nur äußerst schwierig zu trennende Arten der Iberischen Halbinsel.
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 06.07.2022 - 00:25:28
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